Bohnensalat einkochen

Bohnensalat einkochen im Schnellkochtopf für Anfänger

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Nachdem das letzte Jahr in Sachen Ernte ja so semi war, scheint es dieses Jahr eine sehr gute Ernte zu geben, und bei mir beginnt die Bohnenschwemme. Die will natürlich verarbeitet werden.

Da ich nicht alle Bohnen einfrieren kann und will, mache ich einen Teil als fertigen Salat ein. Dieser Salat ist sehr gut angekommen bei family and friends. Er ist nicht so sauer und die Bohnen sind noch knackig. So lieben wir das. Es sind Vollkonserven, somit im Prinzip ewig haltbar, wenn sie lichtgeschützt und kühl (z.B. im Keller oder Vorratsschrank) gelagert werden.

Dass es extrem praktisch ist, einfach ein Glas nach Bedarf aufzumachen, versteht sich von selbst. Ach ja: Es ist im Prinzip völlig Wurscht welche Sorte Bohnen man verwendet. Ob Stangen oder Buschbohnen, gelbe, blaue, grüne oder sogar gemischt. Sie sollten nur in etwa eine Größe haben, damit sie gleichmäßig garen und noch zart sollten sie natürlich auch sein.

Bei mir muss es schnell und energiesparend gehen und auch bei kleineren Mengen funktionieren. Also koche ich sie im Schnellkochtopf ein. Es geht natürlich auch jeder Einkochtopf oder ein Kochtopf in ausreichender Größe oder der Backofen – dann verlängert sich aber die Einkochzeit. Beim konventionellen Einkochen 30 Minuten bei 100°C.

Aber jetzt wieder zu meiner Methode.

Die Bohnen waschen, putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und nach folgendem Rezept weiter verarbeiten:

1 kg geputzte Bohnen
ca. 1,5 l Wasser, Salz

Einkochsud aka Salatdressing 😉 :
700 ml Bohnenkochwasser
150 ml einfachen Tafelessig
25 g Salz (Jodfreies verwenden, denn Jod könnte u.A. die Zwiebeln verfärben, was aber nur ein optisches Manko wäre. Allgemein ist Jod beim Einkochen nicht gut und kann Probleme verursachen.)
75 g Zucker
100 g fein gewürfelte Zwiebeln

Für 5 Twistoffgläser mit 410 ml Fassungsvermögen. Man kann natürlich auch andere Gläser verwenden, die den persönlichen Portionsgrößen angepasst sind. Übrigens sind Twistoffdeckel keine Schraubverschlüsse, sie haben kein Gewinde, sondern Nocken und Stege. Richtig feste zudrehen macht eher die Dichtungen in den Deckeln kaputt, weil man überdreht. Nur locker bis zum Anschlag der Nocken auf den Stegen und ein ganz winziges Stückchen darüber hinaus reicht aus. Der eigentliche Verschluss geschieht später durch den Unterdruck im Glas.

Als Erstes die vorbereiteten Bohnen in dem Salzwasser abkochen, bis sie noch bissfest sind. Jetzt auf keinen Fall das Wasser wegkippen, sondern erst 750 ml davon abmessen, nachdem die Bohnen rausgefischt wurden.

Man liest immer wieder, die Gläser und Deckel müssten sterilisiert werden. Blödsinn! Sauber und fettfrei müssen sie sein. Das Sterilisieren passiert doch sowieso gleich inklusive des Inhalts.

Also die Bohnenstücke in die Gläser füllen, dann darauf die Zwiebelwürfel verteilen. Nun den Sud aus den Zutaten oben im Topf aufkochen, bis Salz und Zucker aufgelöst sind. Diesen dann noch heiß über die Bohnen gießen. Darauf achten, dass der Rand der Gläser absolut sauber bleibt (notfalls mit einem feuchten Küchenkrepp abwischen). Das geht mit einem Einmachtrichter oder einfach mit einer Kanne besser als mit einer Kelle. Jetzt die Gläser sofort mit den Twistoffdeckeln verschließen.

Nun unten in den *Schnellkochtopf entweder den Dünsteinsatz stellen oder ein passendes Einkochgitter oder einfach ein Tuch. Aber auf keinen Fall die Gläser direkt auf den Topfboden stellen. Jetzt die Gläser hineinstellen. Es ist übrigens kein Problem, dass sie sich berühren. Falls nötig und die Topfhöhe ausreicht, kann noch eine zweite Schicht Gläser darauf gestellt werden. Hauptsache, der Deckel passt noch drauf. Dann die vorgeschriebene Mindestmenge (siehe Gebrauchsanweisung des Topfes) Wasser einfüllen. Da der Gläserinhalt heiß ist, muss auch das Wasser heiß sein, sonst könnten die Gläser platzen. Deckel verschließen und den Topf langsam! hochkochen bis das Ventil schließt. Bitte nicht volle Pulle, wie oft zu hören ist, denn dann könnten die Böden der Gläser abgesprengt werden. Ab jetzt 7 Minuten bei Stufe 1 einkochen.


Um Himmels Willen auf gar keinen Fall den Schnellkochtopf unter Wasser runterkühlen oder abdampfen. Man muss bedenken der Druck entweicht dann nur aus dem Topf aber nicht aus den Gläsern. Durch den plötzlichen Druckabfall beim schnellen Öffnen könnten die Gläser regelrecht explodieren. Brüllheißen Einkochsud mit Bohnen und Scherben will ganz garantiert niemand im Gesicht. Deshalb den Topf nach Ende der Einkochzeit einfach von der Heizquelle nehmen und von alleine abkühlen lassen, bis sich das Ventil von alleine öffnet.

Dann können die Gläser vorsichtig entnommen werden und auf ein Tablett oder Tuch gestellt werden. Der Temperaturunterschied zur Unterlage soll einfach nicht zu groß sein.

Nachdem die Gläser abgekühlt sind, prüfen, ob alle Deckel Vakuum gezogen haben. Deckel, die nicht nach innen gewölbt sind, sind nicht dicht. Diese Gläser einfach in den Kühlschrank stellen und zeitnah verbrauchen. Sollten es mehrere sein, die Deckel gegen neue austauschen, Ränder reinigen und erneut einkochen.

Die kalten Gläser mit Inhalt und Jahr versehen und kühl, lichtgeschützt und trocken lagern.

Zum Servieren noch 3 El Öl und frisch gemahlenen Pfeffer untermischen. Das vermerkt man am besten auch auf dem Etikett, denn man vergisst es garantiert nach einiger Zeit. Ich spreche aus Erfahrung.

Bohnensalat-einkochen-im-Schnellkochtopf.pdf

Und nun viel Spaß mit der Bohnenschwemme!

Bis bald

                                                   

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One thought on “Bohnensalat einkochen im Schnellkochtopf für Anfänger

  1. Hallo Claudia,
    da wir in unserem Garten außer ein paar Kräutern nichts zum Essen haben, gibt es leider nichts zum Einkochen. Ich habe deine Anleitung trotzdem mit Interesse gelesen; da bleiben keine Fragen offen. Sollte ich irgendwann unter die Gemüsebauern gehen, komme ich darauf zurück.
    Den besten Bohnensalat hat meine Oma gemacht. Ich werde nachher mal nach dem Rezept fahnden – Bohnenzeit ist es jetzt ja auch für mich. Dass Jod die Zwiebeln verfärben kann, wusste ich nicht; sehr interessant!
    Liebe Grüße
    Susanna

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