Neues Tor und andere Kleinigkeiten

Die wichtigste Neuerung diesen Monat ist sicherlich das neue Tor im Vorgarten aka Küchengarten.

Bisher stand dort ein Rosenbogen mit einem kleinen doppeltürigen Tor. Er hat viele Jahre gehalten und Regen, Schnee, Stürmen und brachialen Zustellern getrotzt. Jetzt war er aber so rostig, dass er ersetzt werden musste.

Der eigentliche Sinn des Tores ist es im Wesentlichen eine Hemmschwelle zu sein für Menschen die meinen, ungebeten auf Privatgrundstücken herumlaufen zu dürfen oder Hundehalter, die meinen, ihre Hunde dürften auf anderer Leute Salat pinkeln. Das meinte kürzlich sogar ein Bauarbeiter von der Straße, der mit hochkant in den Garten pinkelte – ich war echt fassungslos. Dies sind zwar Ausnahmen, aber sie passieren in der Großstadt. Ein Tor tut also dringend Not. Ich will schon über den Zustand meines Salates informiert sein, bevor er auf den Tisch kommt.

Logischerweise ging der Aufbau nicht ohne Schikanen vonstatten. Alte Häuser sind immer für eine Überraschung gut, die Grundstücke ebenfalls. So auch hier.
Unter dem Wegbelag verläuft anscheinend ein alter Weg, der um einiges breiter war als der jetzige. In den Boden zu kommen ist unmöglich ohne Presslufthammer. Der Rosenbogen war breiter, daher ist das damals nicht aufgefallen. Letztendlich bestand meine Lösung für das Tor aus der Kombination aus Betonkantsteinen mit gegossener Betonfüllung.

Et voilà … das neue Tor steht.

Tor Gartentor

Das neue Tor ist wesentlich bequemer zu passieren als das kleine doppelflügelige, zumal es eine richtige Klinke in einer angenehmen Höhe hat.

Die Randsteine habe ich nicht bis ganz zur Oberkante mit Beton aufgefüllt. So blieben noch zwei Zentimeter Platz für das genügsame Sedum, damit die Steine nicht so hässlich sind. Es wird sie gnädig überwachsen – hoffe ich. Die Hecke darf sich jetzt noch ein wenig an die Torpfosten kuscheln, dann sieht es auch nicht mehr so seltsam „neu“ aus, sondern als stünde es schon immer dort.

Der alte Rosenbogen ist nicht auf dem Müll gelandet. Die Seitenteile sind zwar auch schon ein wenig angerostet und die beiden Torflügel auch, aber als Spaliere sind sie sicher noch eine Zeit lang brauchbar. Also wieso wegwerfen?

Tor

Der Buchfink hat sich die ganze Aktion in höchster Neugierde angesehen. Ich hoffe, es lief zu seiner Zufriedenheit.

Stieglitz aka Distelfink

Die Banane

Eine weitere Aktion diesen Monat war eine winterharte Japanische Faserbanane Musa basjoo, die seit dem letzten Jahr im Topf hier stand und den ersten Winter im Gewächshaus verbracht hat. Sie wollte ich nun endlich auspflanzen und musste ein wenig jonglieren, um den passenden Platz zu finden. Der fand sich dann am Rand der obereren Rasenfläche als, hoffentlich bald, Schattenspender für die Sitzgruppe. Bananen wachsen rasant schnell. Das können durchaus 4 Meter in einer Saison sein. Voraussetzung sind viel Sonne, Wärme, Stickstoff und Wasser.

Aber bei mir und in diesem Garten, geht natürlich nichts ohne ein wenig Slapstick. Die Rasensoden abzutragen war keine große Sache. Aber dann: Mitten im Pflanzloch entdeckte ich, exakt zentriert, ein Moniereisen. Irgendein Schlaubi hat es vor langer Zeit wohl dort eingeschlagen. Rausziehen? Keine Chance, das schwere Ding sitzt bombenfest. Weiter einschlagen? Auch nicht. Freilegen? Wie tief? Das können 30 Zentimeter oder zwei Meter sein. Hmmm…..

Weisheit letzter Schluss habe ich die Banane ausgetopft, mit Händen und Füßen, auf dem Rücken liegend wie ein Käfer, denn das Ding saß total fest im Topf. Ich wette, es standen ein – zwei Nachbarn hinter der Gardine und haben sich köstlich amüsiert. Dann die Staude so hoch wie möglich gehoben – die Dinger sind dank ihres hohen Wassergehaltes erstaunlich schwer – und mit Anlauf auf das Eisen geknallt. Die Banane ist jetzt auf alle Fälle sturmfest. Die haut so leicht nichts mehr um. Ausgemacht hat es ihr anscheinend nichts, denn sie hat schon neue Blätter getrieben.

Musa basjoo ausgepflanzt

Die Pflanzstelle habe ich mit Ziegelsteinen eingefasst und über den Sommer eine Kollektion aus verschiedenen Echeveria und Aeonium dazugestellt.

Echeveria

Das alte Abflussrohr, eine große, bepflanzte Emailleschüssel und die Reste eines alten Teakgartenstuhls sind hier auch noch zu neuen Ehren gekommen.

Sukkulenten im Garten

Links davon ist eine Zwergpalme Chamaerops humilis eingezogen. Sie ist hier auch weitgehend winterhart. Wobei die Angaben bis wie viel Grad minus das der Fall ist schwanken. Da hier aber auch Pflanzen, wie die Keulenlilie die Winter überstanden haben, die nur bis -7°C angegeben sind, bin ich durchaus hoffnungsfroh für C. humilis. „Zwerg“ ist übrigens bezogen auf ca. vier Meter Höhe. Bis dahin wird es noch ein bisschen dauern, denn sie wächst mit 5 – 15 cm pro Jahr extrem langsam.

Zwergpalme ausgepflanzt

Mir gefällt das so sehr gut. Es ist ein schöner Ausblick vom Sitzplatz aus. Wobei – vielleicht noch ein wenig Licht in Form einer Laterne oder so? Mal schauen.

Sitzplatz Garten
Sukkulenten

Bis bald

                                                   

10 thoughts on “Neues Tor und andere Kleinigkeiten

  1. Liebe Claudia,
    das Tor sieht ganz, ganz toll aus. Wir machen in diesem Herbst ein großes Einfahrtstor und sind schon auf der Suche nach einem passenden. Dein Tor ist eine wunderbare Inspiration. Deinen Garten finde ich wunderschön. Ich wusste nicht, dass es eine winterharte Banane gibt. Wir haben eine Indianerbanane im Garten, die ich sehr mag. Sie ähnelt aber mehr einen Apfelbaum vom Wuchs. Liebe Grüße. Tom

    • Vielen Dank Tom. Da steht euch ja noch ein etwas größeres Projekt ins Haus. Ich wünsche euch möglichst keine bösen Überraschungen.
      Viele Grüße
      Claudia

  2. Hallo Claudia,
    das neue Tor sieht gut und stabil aus. Selbst ist die Frau. (Ich bin da völlig talentfrei und lasse solche Dinge gerne machen.)
    Ich habe mir gerade vorgestellt, wie du die Banane austopfst, du hast es so herrlich beschrieben und die Art, die Banane zu pflanzen ist auch wunderbar kreativ.
    Viele Grüße und frohe Pfingsten
    Susanna

  3. Hallo liebe Claudia,
    das ist ja wunderschön. Es wirkt bei dir, wie in einem Garten im Süden. So eine schöne Stimmung. Dein Sitzplatz wird diesen Sommer bestimmt immer gut besucht sein. Ein wenig Beleuchtung für die langen Sommerabende kann ich mir auch gut vorstellen.
    Ganz liebe Grüße
    Clara

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