Trüffelkartoffel

Winterlicher Salat von der Trüffelkartoffel

Vor ein paar Tagen fiel mir im Supermarkt ein Beutel blaue Kartoffeln in die Finger. In einer Halloweenverpackung um damit Erschreckendes zu kochen. Wer aber auch nur ein bisschen informiert ist, weiß, dass die Sorte “Vitelotte” ein wahrer Gourmeschatz ist. Sie läuft auch unter “Négresse”, “Truffe de Chine” oder “Blaue Trüffelkartoffel”. Auf jeden Fall viel zu schade nur um damit Kinder mit lila Pürree zu erschrecken.

 

Trüffelkartoffel

 

Diese französische Züchtung aus dem Jahr 1900 ist noch ganz nah an der Urkartoffel, die aus Südamerika zu uns kam. Und der ungewöhnlich leckere Geschmack – fast wie Maronen – macht neben der Farbe den Wert der Sorte aus. Sie ist festkochend und doch mehlig, und somit vielfältig einsetzbar. Die laue Farbe stammt von Anthocyanen, denen eine große gesundheitliche Bedeutung zugemessen wird. Auch darüber hinaus enthält die “Trüffelkartoffel” mehr gesunde Inhaltsstoffe als die üblichen Hochertragssorten. Wären da nicht die Seltenheit und der demzufolge höhere Preis. Das liegt an der Ertragsarmut der Sorte. Dazu liegen bei ihr die Augen ziemlich tief, was aber durch die dicke Schale beim Schälen wieder wett gemacht wird.

Nun stand ich da mit meinen “Trüffeln”. Eigentlich hatte ich sie gekauft um sie im nächsten Frühjahr als Pflanzkartoffeln zu benutzen. In meinem kleinen Garten ist ein Kilo Pflanzkartoffeln aber entschieden zu viel.  Also landete erst mal ein Pfund davon im Abendessen.

Einen herzhaften und sättigenden Gemüsesalat habe ich kreiert. Einen echter Sattmacher der prima ins Winterhalbjahr passt.

 

Zutaten:

  • 500 g Kartoffeln
  • 250 g Grüne Bohnen
  • 200 g Rosenkohl
  • 2-3 Stängel glatte Petersilie
  • 100 g geräucherter Speck
  • 4 El. Weißweinessig
  • 4 El. Rapsöl
  • 4 El. Olivenöl
  • Salz, Schwarzer Pfeffer
  • Eine kleine Prise Zucker

 

Die Kartoffeln garen und pellen, dann in dicke Scheiben schneiden. Die Bohnen und den Rosenkohl jeweils in Salzwasser bissfest garen. Die Bohnen eventuell kleiner schneiden, die Rosenkohlröschen halbieren. Alle Gemüse werden lauwarm weiter verarbeitet.

Aus Essig, den beiden Ölen, Salz, Zucker und Pfeffer ein Dressing rühren. Gleich eine größere Schüssel nehmen. Dann den Speck in feine Streifchen oder Würfel schneiden. In einem EL. Öl in der Pfanne goldgelb braten. Das Speckfett ins Dressing rühren, die Grieben zur Seite stellen.

 

Winterlicher Salat von der Trüffelkartoffel

 

Eine flache Schüssel bereit stellen. Nun die Kartoffelscheiben im Dressing wenden und auf der flachen Schüssel verteilen.

 

Salat von der Trüffelkartoffel

 

Nun erst die Speckgrieben zum Dressing geben. Das hat den Zweck, dass die Kartoffelscheiben nicht den ganzen Speck abbekommen. Mit den Bohnen jetzt genau so verfahren wie mit den Kartoffeln.

 

Winterlicher Salat von der Trüffelkartoffel

 

Als letzte Schicht die im Dressing geschwenkten Rosenkohlröschen darauf verteilen. Die Petersilie hacken, ins restliche Dressing rühren und auf dem Salat verteilen.

 

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Der Salat sollte eine Stunde Zeit zum Durchziehen haben, kann aber auch gut am Vortag vorbereitet werden. Dann noch mal mit einem flachen Löffel vorsichtig das Dressing von unten aufnehmen und über den Salat träufeln.

Dazu gab es bei uns einen Leberkäse frisch aus dem Ofen.

Und das restliche Pfund Trüffelkartoffeln werde ich dann nächstes Jahr hoffentlich erfolgreich im Garten vermehren.

 

Druckversion: Winterlicher Salat von der Trüffelkartoffel

 

 

Bis bald

                                       

 

 

 

 

4 thoughts on “Winterlicher Salat von der Trüffelkartoffel

  1. Das sieht wirklich köstlich aus! Und informativ wieder obendrein. Muss mal schauen, ob wir die auch haben. Danke und hab’ eine wunderschöne Woche, alles Liebe, Bianca

  2. Hallo Claudia,
    blaue Kartoffeln haben wir fast jedes Jahr auf dem Teller. Dieses Jahr zum ersten Mal aus dem eigenen Garten. Ob Kartoffelsalat oder Gratin: Blaue Kartoffeln sind ein leckerer Hingucker.
    Dein Salat sieht fein aus. Ich glaube aber, ich würde die Kombination warm bevorzugen.
    Liebe Grüße,
    Krümel

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