Narzissen

Stürmisch in den Frühling

Es geht stürmisch zu. Jedes Wochenende ein neuer Sturm. Jetzt schon die dritte Woche in Folge, und für das nächste Wochenende ist schon wieder einer angesagt. Die Temperaturen schwanken zwischen Schneefall (für übermorgen angesagt) und 20°C vor ein paar Tagen. Das ist langsam wirklich nicht mehr schön. Wenn man dieses Wetter einigermaßen treffend beschreiben will, dann mit Aprilwetter.

Überall hört man es sei für die Jahreszeit mal wieder viel zu warm, und das Aprilwetter viel zu früh. Aber seien wir doch endlich ehrlich mit uns selbst. Es geht doch schon seit einigen Jahren so. Wir müssen akzeptieren, dass sich das Klima und damit das Wetter verändert hat. Es ist nun einmal wärmer als zur Zeit unserer Eltern. Und darauf müssen wir uns einstellen. Und das bedeutet, dass es eher die Ausreißer in tiefere Temperaturen das Ungewöhnliche sind und nicht die herrschenden. Denn ändern wird sich zu unseren Lebzeiten daran nichts mehr.

Nehmen wir uns ein Beispiel an der Natur. Tiere und Pflanzen passen sich nahtlos den Gegebenheiten an. Wer sich nicht anpassen kann stirbt aus. Das ist schlichte Evolutionslehre.

Der momentane Stand ist: Der Frühling zieht mit aller Macht ein. Die ersten Kraniche kamen schon vor einer Woche unüberhörbar aus dem Süden zurück. Überall sehe ich Vögel Nistmaterial schleppen und schaue den Ringeltauben beim Balzen zu. Wer also nicht nicht seine Nistkästen gereinigt hat, sollte das jetzt schleunigst nachholen.

Ansonsten wird es grün und bunt.

Die Gehölze haben schon dick geschwollene Knospen. Bei der Felsenbirne ist es nur eine Frage von Tagen bis sie aufspringen.

 

Austrieb Felsenbirne

 

Während das Mandelbäumchen schon gut Farbe zeigt.

Diese kleinen Narzissen sind keine Treibhausware sondern stehen schon ein paar Jahre im Garten.

 

Narzissen

 

Ebenso wie diese großlütige Sorte, die auch schon ins trübe Wetter schaut.

 

Narzisse

 

Die Nelken habe die ersten fetten Blütenknospen.

 

 

Und unter der Hecke im Vorgarten schauen überall die Blüten des Immergrün hervor. Der Kübel sieht allerdings noch ziemlich traurig aus.

 

 

 

Den Blättern der Bartiris kann man gefühlt beim Wachsen zusehen.

 

Iris barbata

 

Am Wochenende haben wir am Haus ein neues Himbeerbeet angelegt. Da sie schon ordentlich grüne Austriebe zeigen war es höchsten Zeit. Vorne im Beet hatten sie sich viel zu breit gemacht inzwischen. Ich habe mir da dauernd im Vorbeigehen Löcher in die Klamotten gerissen. Hier stehen sie jetzt wesentlich besser. Als Waldrandpflanzen kommen sie problemlos mit dem Wurzeldruck der Hecke klar.

 

Himbeerbeet

 

Ganz besonders freue ich mich über meine Helleboruspflanzung. Die steht jetzt in voller Blüte. Und das obwohl ich sie im Herbst doch erst verpflanzt habe. Was sie eigentlich mit Blühstreik bestrafen – manchmal jahrelang.

 

 

Und an der Terrasse zeigt sich auch Farbe. Aber keine Blüten, sondern die dicken, roten Beeren der Goldorange.

 

Goldorange Aukube

 

Die Aukube sollte man sich auf jeden Fall mal näher ansehen, wenn man einen Strauch sucht, der das ganze Jahr toll aussieht.

Hier sieht man schon die ersten Blütenknospen am Vergissmeinnicht. Wie immer habe ich jede Menge Sämlinge in den Gemüsebeeten gefunden. Die ziehen jetzt in den Ziergarten um. Ob ins Beet oder in einen Kübel wieß ich noch nicht so genau.

 

Vergissmeinnicht

 

Was ich mir jetzt dringend wünsche sind endlich mal ein paar Tage mit trockenem und sturmfreiem Wetter. Es gibt so viel zu tun da draußen. Übrigens – ich habe die ersten Blüten an Forsythien entdeckt. Das heißt der Rosenschnitt ist auch bald fällig.

 

 

 

Bis bald

                                       

 

 

 

3 thoughts on “Stürmisch in den Frühling

  1. Liebe Claudia,
    von den dauernden Stürmen habe ich so langsam wirklich genug, und jetzt soll noch einer kommen?
    Das Wetter und auch der Klimawandel machen was sie wollen, und ich denke, das können wir auch nicht ändern. Anpassen ist die richtige Strategie. Der Planet wird sowieso nicht untergehen. Wenn das, was wir wissen, richtig ist, hat der Planet schon viel größere Katastrophen überstanden, und mit ihm auch das Leben. (Auch, wenn ich denke, dass wir das Klima nicht retten werden, so bin ich doch sehr für Umweltschutz.)
    Bei uns im Garten sieht es schon ganz ähnlich aus, überall beginnt es zu blühen. Hat ja auch was Schönes, wenn es so warm wird.
    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  2. Hallo Claudia,
    Sturm habe ich jetzt auch genug gehabt, das kann mal aufhören. Die fehlende Kälte wird wieder besonders die Insekten treffen, die die Blüten jetzt nicht nutzen konnten, aber an den sehr warmen Tagen vielleicht schon wach geworden sind. Hoffentlich geht das gut mit den Hummeln…
    VG
    Elke

  3. Du sprichst mir aus der Seele! Ich kann den Wind nicht mehr ab.
    Aus meinem Bürofenster sehe ich die schwäbische Alb. Seit heute in weißem Gewand. Das erste Mal dieses Jahr.
    Samstag hatten wir noch 18°C…. Draußen gäbe es so viel zu tun. Aber bei (Schnee)Regen, Sturm oder beidem gleichzeitig hab ich zugegebener Maßen wenig Lust das heimische Sofa zu verlassen….
    Liebe Grüße,
    Krümel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.