Yucca rostrata

Mai – alles darf raus

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Der Mai ist ins Land gezogen und das Wetter ist beständig warm und trocken. Kein Vergleich mit letztem Jahr. Inzwischen ist laut den Wetterfröschen klar, dass die Eisheiligen eher zu Sommerheiligen mutieren werden. Temperaturen um 27°C sind vorausgesagt. Entsprechend liegen die Nachttemperaturen im zweistelligen Bereich.

Darauf haben wir alle sehnsüchtig gewartet, denn das ist der Startschuss für alle, die einen Garten haben. Denn jetzt dürfen praktisch alle Pflanzen ins Freiland. Das betrifft den Gemüsegarten – von Tomate bis Gurke -, aber auch die empfindlichen Kübelpflanzen. Das wiederum bedeutet, dass die Terrasse sommerschön gemacht wird.

Schon vor ein paar Wochen habe ich den Terrassenboden mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet. Das war dringend nötig, da das Pflaster inzwischen ziemlich moosbewachsen war. Bisher habe ich mit ab und zu ein Gerät geliehen. Da das ohne Auto aber immer Abhängigkeit von anderen bedeutet, habe ich mir endlich einen gekauft. Ich wollte einen kleinen, handlichen für den Hausgebrauch und habe ihn auch gefunden. Für meine Bedürfnisse ist dieses *Gerät ideal. Den kann ich nach Bedarf mal schnell einsetzen, ohne lange Vorbereitung. Auch die Reinigung der Gartenmöbel ging damit extrem viel schneller als früher per Hand. Wieso bin ich da nicht eher darauf gekommen?

Terrasse im Sommer

Wenn dann alles vom Winterdreck befreit ist, kommt die Kür. Die dauert zugegebenermaßen bei mir ziemlich lange. Denn Umtopfen, neue Pflanzen bestellen, andere rein zufällig, ungeplant irgendwo beim Einkaufen finden, dauert halt ein bisschen. Macht aber auch unglaublich viel Spaß.
Nach und nach halten so jede Menge Töpfe mit allen möglichen Blumen Einzug. Da dann immer neue Plätze gefunden werden wollen, zieht das immer ein wenig Umräumerei nach sich. Einerseits darf nichts im Weg stehen, andererseits soll es auch hübsch aussehen. Die Pflanzen sollen miteinander harmonieren und die Töpfe bitte auch.

Auch wenn es ganz verschiedene Topfgrößen und Modelle sind, und dazu auch noch unterschiedlich bepflanzt, harmonieren Terrakottatöpfe eigentlich immer miteinander. Hier mediterran bepflanzt mit verschiedenen Lavendelarten und anderen thematisch passenden Pflanzen. Als verbindendes Element liegen in den Töpfen die verblassten Häuser von Weinbergschnecken.

Sammlung bepflanzter Töpfe an der Terrasse

Schräg daneben steht eine Yucca. In dem Fall eine nicht winterharte Zimmersorte. Im Erdbeertopf daneben (der sich als für Erdbeeren eher auf Dauer ungeeignet entpuppte) sollen die Knollen der Gloriosa an den Stangen hochklettern.

Yucca

Eine weitere Palmlilie ist ein Neuzugang. Die Yucca rostrata hat schmale, eher graue Blätter. Ich wollte schon lange eine. Die sind aber nicht ganz billig. So habe ich gleich zugeschlagen, als ich eine für einen guten Preis ergattern konnte. Ich habe ihr einen erhöhten Platz aus alten Ziegeln gebaut, weil sie Nässe, besonders im Winter, so überhaupt nicht verträgt. Darin ist sie in sehr durchlässiges Substrat gepflanzt. Ich hoffe, es wirkt.
Davor im Topf erholt sich eine Aloe vera von der Überwinterung. Wir schon werden. Das fingerlange Ablegerchen von der Nachbarin ist jedenfalls schon zu einem ordentlichen Exemplar herangewachsen.

Yucca rostrata

Noch ein Stückchen weiter steht eine große Schale mit Echeveria. Seit ich ein so gerade frostfreies Gewächshaus mein Eigen nenne, überwintern sie jahrelang und blühen jedes Jahr. Früher, im Haus, funktionierte weder das eine noch das andere.

Echeveria blüht

Hier stehen noch ein paar Neue. Zwei Rizinuspflanzen Ricinus communis aus Samen gezogen. Ich liebe diese stattlichen Pflanzen mit den große Blättern und den ungewöhnlichen, stacheligen Früchten. In einen Topf hat sich jemand eingeschmuggelt. Irgendein Gurkengewächs. Das muss da auf jeden Fall raus. Hinten eine Dipladenia Mandevilla. Nachdem ich schon einigen Male dunkelrote Exemplare hatte, war mir dieses Jahr nach hellrosa. Ich bin auf die erste offene Blüte gespannt.

Rizinus

Leider haben meine Fuchsien den Winter nicht überstanden. Die standen auch im Gewächshaus. Aber ich hatte sie so tief unten im Regal vergraben, dass sie beim Gießen schlich übersehen wurden. Da half auch kein Rückschnitt und kein Päppeln mehr. Hin ist hin. Inzwischen haben neue die Töpfe übernommen. Auch in hellem Rosa. Für die eher schattige Ecke der Terrasse ein optischer Aufheller. Der Bärlauch daneben blüht jetzt auch sehr hübsch mit weißen Sternen.

Fuchsien

Hier stehen ein paar Pelargonien, die im Gegensatz zu den Fuchsien nicht nur überlebt haben, sondern schon mit Blütenknospen aus dem Gewächshaus kamen.

Pelargonien überwintert

Die Dahlien waren im Gartenhaus eingewintert. Sie brauchen kein Licht und kommen in ihrer alten Erde sehr gut klar. Das ganze Theater mit dem Ausbuddeln und in Zeitungspapier einschlagen, in Kisten im Keller einbunkern spare ich mir. Etwas frische Erde im Frühling, Dünger und Wasser reicht völlig aus, um sie wieder auf Trab zu bringen. Blöd, dass die Schnecken auch schon auf Trab sind. Man sieht die Fraßspuren und ich muss die Dahlien jetzt schnell schützen, bevor der frische Austrieb gleich wieder verschwindet.

Dahlien mit Austrieb

Am Ende habe ich der Poolumrandung noch eine neue Lichterkette spendiert. Ich hatte im Herbst eine kürzere innen an der Holzverschalung angebracht. Da sah zwar im Herbst hübsch aus, macht aber keinerlei Sinn, wenn der Pool über den Sommer dort steht, denn dann ist sie komplett verdeckt. Also habe ich rechts und links Stangen angeschraubt und einen Draht gezogen. An dem habe ich die neue 6,5 Meter lange *Solarlichterkette befestigt. Sie ist hell, aber nicht grell, und brennt ab Einbruch der Dämmerung ein paar Stunden. Ich mag das warme Licht sehr.

Der Frühling macht eine Menge Arbeit. Irgendwann habe ich den Eindruck, nicht alles zu schaffen. Aber es macht auch unglaublich Spaß. Und am Ende freut man sich wieder am Sommergarten und genießt die warmen Tage und Abende auf der Terrasse.

Und so gehört sich das für Dragonflys Garten. Die Libellen sind zurück.

Frühe Adonisjungfer – Pyrrhosoma nymphula

Bis bald

                                                   

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4 thoughts on “Mai – alles darf raus

  1. Hallo Claudia,
    du hast tolle Pflanzen in deinen Kübeln. Da wir kein Gewächshaus haben und mir die Schlepperei in den Keller zu umständlich geworden ist, habe ich nur noch ein Wandelröschen und ein kleines Olivenbäumchen. Dafür habe ich mir jetzt wieder Dahlien gekauft, die ich alle verschenkt hatte, weil sie mir zu aufwändig waren. Nun habe ich mehr Zeit …
    Dein Topfgarten sieht jedenfalls toll aus und die vielen verschiedenen Töpfe zusammen finde ich sehr charmant!
    Liebe Grüße
    Susanna

  2. Liebe Claudia,
    einen kleinen Hochdruckreiniger habe ich auch, der ist mir mal geschenkt worden. Gebraucht habe ich ihn in all den Jahren allerdings nur selten. Meistens reinige ich damit mein Fahrrad. Das Pflaster wollte ich auch mal mit diesem Gerät sauber machen, allerdings wurde die Hauswand dabei doch sehr schmutzig, deshalb ließ ich es wieder.
    Deine Topfpflanzen sehen richtig toll aus. Wir haben hier nur wenige Pflanzen, die im Topf wachsen und wenn müssen die Pflanzen winterhart sein, denn dieses Hin- und Herschleppen mag ich nicht mehr. Und man braucht auch Platz für die Pflanzen. Früher hatten wir Oleander in Töpfen, die schließlich so groß waren, dass wir sie in diese Bottiche pflanzen mussten, die eigentlich für die Arbeit am Bau gedacht sind. Die dann für den Winter zu verstauen war echt Arbeit.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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