Wie bitte? Bodenfrost im Hochsommer?

Heute hatte die Kontrolle des Küchengartens Priorität, nachdem es letzte Nacht in einigen höher gelegenen Regionen NRW’s Bodenfrost gegeben hat. Ja, es ist August – kaum zu glauben.

Hier in Köln war zwar kein Frost, aber die Temperaturen waren so niedrig, dass ich durchaus Angst um die empfindlicheren Gemüsepflanzen z.B. die Gurken, hatte. Aber es ist alles gut gegangen, die Pflanzen haben schadlos überlebt.
Da ich schon dabei war, konnte ich auch gleich ein paar Fotos machen um den aktuellen Stand des Küchengartens zu dokumentieren. Während die Salate der ersten Salataussaat zu Ende gehen und die Nachsaat prompt vergessen wurde (wird morgen nachgeholt) und die Gemüse gerade in einem Stadium zwischen noch nicht, nicht mehr und kleine Pause sind, ist das Obst gerade großartig.

 

Die gelben Himbeeren sind noch nicht so weit, aber die Roten bringen jetzt reichlich Früchtchen.

 

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Hier sind meinen beiden Sorten zu sehen. Von der ‚Autumnbliss‘ stammen die normalgroßen Früchte, die Riesen rechts daneben von der ‚Pokusa‘. Ganz schön heftig der Unterschied.

 

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Aber auch im Geschmack sind sie verschieden. Die erste ist etwas säurebetonter als die zweite. Beide sind lecker. Was noch auffällt ist die Tatsache, dass auf der ‘Autumnbliss‘ viele Blattwanzen sitzen. Bei der ‚Pokusa‘ ganz selten mal eine, obwohl die Pflanzen Schulter an Schulter stehen. Die Blattwanzen stechen die Früchte an und ihr eklig stinkender Speichel dringt in sie ein. Da man es ihnen nicht ansieht schiebt man sie sich arglos in den Mund. WIE-DER-LICH!!! Nur gut, dass diese ‚Aromastoffe‘ beim Kochen zerstört werden und in der Marmelade keine Probleme machen. Was mir fehlt ist ein probates Mittel zur Bekämpfung der Viecher ohne die Giftkeule zu schwingen. Absammeln ist unmöglich in der Menge dicht stehender Pflanzen, und wenn ich mal eine erwische ist sie winzig.

 

 

Unglaublich ist der Behang mit Trauben bei der ‘Vanessa’ an der Pergola. Keine Ahnung wer diese Mengen essen soll. Aber es sieht toll aus. Vielleicht versuche ich mich doch mal in der Weinherstellung, auch wenn die ‘Vanessa eigentlich eine Tafeltraube ist.

 

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Ebenso üppig wird die Feigenernte. Auch hier die Frage: Wer soll das alles essen?

 

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So gut wie nichts mehr zu essen gibt es nun bei den Erdbeeren. Die Pflanzen waren nach drei Jahren erschöpft und krankheitsanfällig geworden. Die Ernte war auch nicht mehr so üppig. Also alle Pflanzen raus, die Erde zum Teil ausgetauscht und reichlich mit Kompost versorgt. Eine Einfassung aus Brettern hat es auch gegeben. Dann kamen Jungpflanzen der Lieblingssorte ‚Mieze Nova‘ in die Erde. Ableger davon hatte ich reichlich, ich musste sie bloß verpflanzen.

 

 

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Im Kübel stehen jetzt nur noch weiße Walderdbeeren. Rote Walderdbeeren haben sich von selbst im Hang zwischen den Taglilien angesiedelt. Also bekommen die Weißen den prominenten Platz. Vielleicht – aber nur vielleicht – bekomme ich irgendwann genug zusammen um ein kleines Glas weiße Erdbeermarmelade zu machen.

 

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Vor den Grundbeeten blüht es jetzt. Verschiedene Sorten gelber und oranger Cosmeen stehen am Rand der Beete und passen farblich toll zum ‚Forellen‘- Salat.
 

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Dazu  habe ich verschiedene Reste von Ringelblumensamen der letzten Jahre gesät. Diese hier finde ich besonders schön. Sie wird markiert und Samen fürs nächste Jahr geerntet – genau wie von den Cosmeen.

 

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Die Zucchini machen mir dieses Jahr keine rechte Freude. Durch den kalten Frühling und den Sommer der keiner ist, habe ich bisher nur eine Frucht ernten können und auch die war klein und brachte ewig zum Wachsen. Dafür haben sie sich aber schon heftig mit Mehltau gepudert. Ich werde versuchen mit Milch zu spritzen. Angeblich soll es funktionieren. Nun, wie werden sehen.

 

 

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Auch Weiß aber dafür hübsch und lecker die Blüten des Borretschs. Ungewöhnlich sind sie denn Borretsch blüht normalerweise blau. Es gibt aber auch seltene weiße und rosafarbene Sorten. Ich lege die Sternchen gerne mal auf den Salat, obwohl ich sonst Blumen im Essen nicht so wirklich toll finde. Die Blätter mag ich auch klein geschnitten in Dips oder im Salat, solange sie jung sind und sich die piksige Behaarung und grenzen hält.

 

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Nicht mal essbar , dafür aber einer meiner Lieblingspflanzen ist der  Freilandhibiskus. Ich liebe diese tropischen Blüten.

 

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Ein paar Besucher gab es auch. Mehr oder weniger erwünschte. Den hier habe ich weder eingeladen noch brauche ich ihn. Der große Kohlweißling ist wirklich hübsch, aber er richtet halt zu viel Schaden an.  Ein paar Kohlpflanzen haben mir die Raupen dieses Jahr schon umgebracht.

 

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Auffallend sind die vielen Spinnennetze. Das hat schon was von Altweibersommer. Hier ein fettes Exemplar, in das ich fast hineingelaufen wäre. Das ist wohl ein Verdauungsnickerchen. Die Essensreste hängen jedenfalls noch im Netz.

 

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Und ganz zum Schluss noch ein abendlicher Besucher im Bad. Ist sie nicht schön? Tief und fest schlafend konnte ich sie nehmen und außen auf die Fensterbank setzen. Träge kuschelte sie sich zurecht und morgens war sie schon wieder auf Jagd.

 

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