Unter die Lupe genommen

Gestern war es zwar nicht mehr so warm wie an den Tagen vorher, aber immer noch schön und trocken. Da gerade ganz viel im Garten blüht, habe ich mich, mit Nahlinsen bewaffnet, zu einer Fotosafari  auf gemacht. Einfach mal die Schönheit der Blüten aus der Nähe genießen.

 

Fangen wir beim Einblütigen Frühlingsstern Ipheion uniflorum an. Von weitem sind die Blüten in den dicken Polstern einfach nur weiß. Erst aus der Nähe sieht man die zarten, lavendelblauen Schattierungen.

 

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Eine simple, pinke Tulpenblüte. Sonst eher für ihre Signalwirkung aus der Ferne bekannt, hat durchaus interessante Strukturen auf Ihren Blütenblättern zu bieten.

 

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Die einzelnen Blütchen der Schleifenblume Iberis erinnern fast an ein Victory-Zeichen.

 

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Auch die Lippenblüten des Rosmarins sind einer näheren Betrachtung würdig. Es erstaunt mich immer wieder, dass diese an wärmeres Klima gewöhnte Pflanze, hier schon so früh im Jahr blüht.

 

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Die Anemonen starten in den Frühling. Auch hier lohnt ein Blick auf die zarten Zeichnungen der Blütenblätter. Dies ist übrigens ein nicht sortenreiner Sämling der Anemone ‘Mount Everest’. Aber schön ist sie auch. Die verschiedenen Sorten im Beet scheinen sich nun zu kreuzen. Ich bin gespannt was noch so an neuen Blütenfarben und -formen auftaucht.

 

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Weiter gehts zum Primelbeet. Leider werfen viele Leute ihre abgeblühten Primeln in die Tonne. Schade drum, denn in den meisten Fällen etablieren sie sich im Garten und werden jedes Jahr schöner. Nachdem sie fast den ganzen Winter über immer ein paar Blüten zeigten, haben sie eine Pause gemacht. Aber jetzt zeigen sie sich von ihrer schönsten Seite.

 

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Das ist auf jeden Fall einen Kniefall mit Kamera wert. Hier die Goldrandprimel Primula elatior. Die Farben faszinieren mich immer wieder aufs Neue.

 

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Gleich daneben eine gefüllte Rosenprimel. Ballettröcke in Blau mit weißem Rand. So schön.

 

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Darüber wacht der Blütenstand einer Schlüsselblume Primula veris.

 

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Im Schattenhang blühen die Buschwindröschen Anemone blanda ‘White Splendour’ .

 

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Gleich daneben und immer etwas düster wirkend, der Hohler Lerchensporn Corydalis cava, der erstaunlicherweise zu den Mohngewächsen gehört.

 

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Aus der Nähe sieht er gleich viel freundlicher aus.

 

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Schattig wird er bald wieder sein der Hang, denn der Ahorn blüht und wird bald wieder ein dichtes Blätterdach über einen großen Teil des Gartens spannen.

 

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Aber noch kommt das Licht und die Sonne zum Boden durch und der Hang erlebt seine schönste Blütezeit. Viele verschiedene Zwiebelblumen – besonders Narzissen –  mögen den Platz.

 

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Und das hier? Efeublättriger Ehrenpreis Veronica hederifolia. Klingt hochtrabend und nach Kulturpflanze. Ist aber in Wahrheit ein verbreitetes “Unkraut” in unseren Gärten. Aus der Nähe aber auch hübsch. Soll übrigens auch als Zutat in Salaten oder Suppen essbar sein. Allerdings mit dem Hinweis, man soll keine Blüten mitessen, denn diese sollen Halluzinationen verursachen. Das lasse ich denn doch lieber sein.

 

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Und zum guten Schluss:

Nicht im Garten aber trotzdem schön und sehenswert ist die Blüte der Drehfrucht die sich gestern auf der Fensterbank geöffnet hat.

 

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