Der Küchengarten ruft

Es ist Zeit den Küchengarten auf Vordermann zu bringen. Endlich sind die frostigen Nächte mit einiger Sicherheit vorbei, und die Samen können in die Erde.

Spät dran dieses Jahr, mit 2-3 Wochen Verzögerung. Die Natur wird es schon aufholen, aber ich muß mich sputen.

Ergo habe ich gestern die Beete durchgeharkt und aufgedüngt. Dort wo Unkraut aufkam wurde es gleich wieder nieder gemacht. Jetzt kommt so langsam auch die passende Stimmung auf. Nach der Tristesse der Winterbeete duftet die Erde jetzt nach neuem Wachstum. Die Spaliere für Erbsen und Bohnen sind an neue Plätze gewandert, um damit der Bodenmüdigkeit vorzubeugen.

 

Hochbeee

 

In den Beeten findet soweit wie möglich eine Fruchtfolge statt. Also nie die gleiche oder einen nahe verwandte Gemüsesorte auf den selben Platz wie letztes Jahr. Da mein Platz begrenzt ist, geht das aber leider nicht zu 100%. Das gilt auch für die Mischkultur – auf solch engem Raum nur begrenzt machbar.

 

Ein paar Überraschungen gab es auch. Vier winzige runde Karotten haben tapfer der Winter überstanden, ebenso dieser Eichblattsalat. Ich werde ihn in den nächsten Tagen zubereiten, denn er wird sicher in kurzer Zeit schießen und blühen. Trotzdem ist so ein Überlebender ein toller Anblick im sonst kahlen Garten.

 

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Ganz viele Knoblauch-Brutzwiebeln habe ich zwischen den Himbeeren entdeckt. Sie werden in den nächsten Tagen geteilt und auf freie Plätze verteilt wo sie in Ruhe zu dickeren Knollen heran wachsen können.

 

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Auf den Platz der umgepflanzen Hängeweide, im Riesentopf im Hintergrund, habe ich den Kräutertopf plaziert. Mit Ablegern der Erdbeer-Sorte ‘Mieze Nova’ bestückt, hoffe ich auf viele rote Früchtchen.

 

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Dieses Hochbeet steckt nun voller Samen. Diverse Sorten Radieschen in Kombination mit Ruccola und dicht gesätem Mangold. Dieser wird schon als Jungpflänzchen geerntet. Sogenannter Babymangold steckt in einigen fertigen Salatmischungen und ist verhältnismäßig hochpreisig. Auch als junges Gemüse in Butter geschwenkt ist er lecker. In Sätzen gesät ist er sehr preiswert und immer zur Hand.

Die Vlies-Abdeckung hat nicht unbedingt mit Kälte zu tun. Sie ist vor allen Dingen ein Schutz vor den Amseln, die mir gerne die Aussaaten in den Hochbeeten kaputt scharren.

Weniger gefährdet durch Amseln sind die Grundbeete.  Hier lauert eher der schleimige Feind – und ist natürlich auch schon gesichtet worden. Ohne Schneckenkorn geht hier gar nichts.

 

Dieses Grundbeet ist das Salatbeet. Diverse Sorten Pflück- und Blattsalate, dazu rote Beete, zwei Sorten Spinat (auch zur Ernte als Baby und als Salatzutat) und Äthiopischer Senf.  Diesen habe ich zum ersten Mal.  Eine mir völlig unbekannte Pflanze und eines meiner diesjährigen Experimente. Der Streifen vor dem Spalier wartet auf Zuckererbsen. Diese ziehe ich aber in Schalen vor. Das hat sich bewährt und schützt vor Totalverlusten die ich früher hatte.

 

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