Sukkulente Vielfalt und gigantische Lilie

Nicht nur Sempervivum und Sedum sind in meinem Garten zu finden, sondern auch einige andere Sukkulenten.

 

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Sukkulent ist vom lateinischen succus abgeleitet, das so viel bedeutet wie saftreich oder auch fleischig. Und fleischige Teile in denen sie Wasser speichern, oft in großen Mengen, haben sie alle. Es gibt Wurzel-, Stamm- und Blattsukkulente – je nach dem worin die Pflanze für Trockenperioden ihren Vorrat aufbewahrt. Den meisten geläufig sind die Kakteen. Sie stammen vom Amerikanischen Kontinent und es gibt unendlich viele, nicht zuletzt durch Züchtung.

Aber es gibt Sukkulenten fast weltweit. Ausnahme sind nur die polaren Gebiete. Und hier wird es für mich interessant. Denn diese Pflanzen sind nicht nur pflegeleicht, sondern sie verfügen über eine erstaunliche Vielfalt an teilweise bizarren Formen, die zum Sammeln verführt. Und so habe ich oft Schwierigkeiten an den verführerischen Töpfen vorbei zu gehen. Das führt allerdings dazu, dass ich nicht von allen den vollen Namen weiß. Überhaupt haben Sukkulente oft keine deutschen Namen sondern nur botanische. Damit müssen wir jetzt zurecht kommen.

Euphorbia trigona

Euphorbia trigona

v.l.Kalanchoe beharensis, h.r. Opuntia, v.r. winterharte Opuntia cylindrica

links: Kalanchoe beharensis, hinten : Opuntia, rechts: winterharte Opuntia cylindrica

Aloe

Aloe

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Kalanchoe thyrsifolia

Kalanchoe thyrsifolia

Haworthia

Haworthia

 

Interessante Pflanzen sind die Brutblätter, manchmal auch unter dem Begriff Goethepflanze im Umlauf.

Kalanchoe tubiflora

Kalanchoe tubiflora

Den Begriff Brutblatt darf man wörtlich nehmen, denn an ihren Blatträndern bilden sie winzige Jungpflanzen incl. Wurzeln, die bei der kleinsten Berührung abfallen und sobald sie auf einem brauchbaren Untergrund landen, einwurzeln und weiter wachsen. Das kann sogar im Fall der Fälle ein feuchter Lappen sein.

Kalanchoe tubiflora

Kalanchoe tubiflora

Das große Plus der Sukkulenten ist ihre Robustheit im Winter gegenüber der trockenen Heizungsluft. So habe ich mit der Überwinterung kaum Probleme. Nur das Licht ist ihnen meist zu wenig. Sie vergeilen dann gerne. Trotzdem – meine Wunschliste ist lang…

Auch sukkulent, aber doch um einiges wasser- und nährstoffbedürftiger sind die Blattkakteen. Davon habe ich eine ganze Sammlung. Hier schon mal ein Vorgeschmack auf kommendes.

Epiphyllum diverse

Epiphyllum, Rhipsalis diverse

Sicher kennen viele die Rhipsalis, die als Weihnachts- oder Osterkaktus verkauft werden und ein eher spießiges Image von Omas Fensterbank haben. Zugegeben die Pflanzen sind nicht gerade ein Ausbund an Schönheit, aber die Blüte entschädigt für alles. Zumal es inzwischen Züchtungen gibt die mehrmals im Jahr überschäumend blühen und ganz neue Blütenfarben zeigen.

Die größeren Verwandten, sind die Epiphyllum-Arten.

Sie alle stammen aus Mittel- und Südamerika und den karibischen Inseln und wachsen als Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) wie Orchideen und Bromelien in den Astgabeln anderer Pflanzen im – man höre und staune – Regenwald. Daher neigen sie zur Bildung von Luftwurzeln. Mit diesen können sie aber nur wenig Wasser aufnehmen und speichern es daher in ihren Trieben. Und wie bei den anderen Pflanzen im tropischen Regenwald, sind dann auch ihre Blüten ein Traum. In wenigen Tagen dürften sich die ersten Knospen öffnen. Um sie zum Blühen zu bringen ist eine sehr strenge Winterruhe ohne Dünger und kaum Wasser vonnöten.

Und wo wir gerade beim Thema sind. Auch ein Epiphyt aber kein sukkulenter und auch im Regenwald zuhause ist der Geweihfarn Platycerium. Er übersommert immer in einem der Essigbäume und überwintert im Badezimmer. Obwohl er als schwierig zu halten eingestuft wird, macht er sich bei mir als ausgesprochen genügsam beliebt. Im Sommer reicht ihm der Regen und in Trockenprioden eine Dusche aus dem Schlauch (ja, tatsächlich) und im Winter eine Dusche im Bad. Gedüngt wird er bei mir praktisch nie. Erde braucht er auch nicht, die Schuppen auf der Oberfläche der Blätter nehmen Nährstoffe und Wasser auf. Man darf aber nie auf die Idee kommen diesen vermeintlichen “Staub” ab zu wischen. Das wäre sein Tod.

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Ein ganz anderes Thema:

Meine Lilie Lilium hybr. ‘Bright Star’ hat sich in diesem Jahr zu einer wahren Gigantin entwickelt. Sie ist weit über zwei Meter hoch gewachsen und schmückt sich mit eine Unzahl von Blüten. So schön war sie noch nie.

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Hoffentlich ist es morgen mal trocken, damit ich sie hoch binden kann, bevor sie mir unter all den Blüten zusammenbricht.

Die Blüten öffnen sich nach und nach und an jedem einzelnen Blütenstiel sitzt noch ein Abzweig mit einer geschlossenen Knospe. Die Blütezeit hält damit über mehrere Wochen an. Nur eins geht ihr völlig ab – der Duft – leider.

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Und zum guten Schluss noch zwei weitere blühende Taglilien:

'Luxury Lace'

‘Luxury Lace’

'New Toy'

‘New Toy’

 

 

 

2 thoughts on “Sukkulente Vielfalt und gigantische Lilie

  1. Hat auch nicht jeder, ein Geweih im Haus, das man nicht abzustauben braucht *kicher*. Ich komm und putz es dir mal blank…

    Toll, deine Sammlung, das denke ich jedes Mal wieder!

    Die Lilie ist prääächtig *schmacht*.

    Bussi
    Billa

    • Wehe dir. Mein Geweih wird nicht geputzt.

      Die Sammlung ist aber noch sehr erweiterungsbedürftig. Wir hatten ja mal so ein paar Schätzchen ins Auge gefasst.

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