Schwärmerei

Heute habe ich das Moorbeet ausgeputzt. Hier ist der dauernde Regen von Vorteil. Es wächst üppig. Sonnentau und Venusfliegenfalle haben winzige Austriebe. Spät dieses Jahr, aber es fehlte die Wärme.

Die Schlauchpflanzen hatten viele vertrocknete Spitzen. Daher habe ich die schlimmsten Schläuche raus gerupft. Nun sehen die Pflanzen schon wieder besser aus. Erst im allerletzten Moment habe ich gebremst, sonst hätte diese Schönheit womöglich dran glauben müssen.

 

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Seht ihr mich?

 

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Trotz meiner Größe von 8 cm und meiner auffälligen Zeichnung bin ich sehr gut getarnt. Lindenschwärmer Mimas tiliae ist mein Name.

 

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Etwas ungewöhnlich ist der Platz an der Schlauchpflanze schon, denn normalerweise leben Lindenschwärmer eben an Linden. Aber auch an Kirschbäumen kommen sie vor und ein solcher steht in meinem Garten nicht weit entfernt. Dies ist übrigens das Weibchen. Trotz etlicher Fotos und unmittelbar vor meiner Nase, hat es noch eine ganze Zeit gedauert bis ich auch das dazugehörige Männchen entdeckt habe.

 

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Es hat sich, wie üblich, nach der Paarung zu Boden fallen lassen, und saß nun am sumpfigen Fuß der Schlauchpflanze. Eine alte Ahornnase diente ihm als Plattform.

 

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Kurze Zeit später ist es davon geflogen, während Madame noch ein bisschen die inzwischen erschienene Sonne genoss.

 

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Bald wird sie Eier ablegen. Vielleicht am Kirschbaum, dann hätte ich vielleicht eine Chance die auffälligen Raupen zu finden. Aber auch Ahorne dienen als Nahrungspflanze. Dann ist die Chance gleich Null. Viel zu hoch unser Spitzahorn.