Draht-Cloche DIY

Draht-Cloche DIY

Sehr im Trend sind gerade Cloches aus Draht. Kaum ein Shop für Wohnaccessoires und Deko wo man sie nicht sieht. Und bei Instagram sowieso. So schön sie sind, die Preise sind oft gepfeffert. Da sie auch für die nächste Gartensaison im Spiel sind, habe ich mir heute einfach welche selber gemacht.

Einfach? Ja! Es ist wirklich nicht schwer.

Materialeinsatz  – wenn’s hoch kommt vielleicht 2 Euro pro Glocke.

Man braucht dazu genau 2 Dinge.

  • Hasendraht in der verzinkten Version. Gibt es in jedem Baumarkt oder online als Meterware oder Rolle. Meiner liegt 100 cm breit.
  • Einen Seitenschneider.
Draht-Cloche DIY
Draht-Cloche DIY

Für einen Durchmesser der Chloche schneidet man jetzt mit dem Seitenschneider ein Stück von 70 cm ab. Immer schön gerade im Maschenverlauf. Dabei nicht zu nahe an die Machen kommen. Wie man sieht gehen sie dann auf.

Draht-Cloche DIY

Lieber einen kleinen Überstand der verzwirbelten Enden stehen lassen.

Draht-Cloche DIY

Auf der gegenüberliegenden Seite soll der längere Überstand erhalten bleiben. Aus diesem Stück habe ich zwei unterschiedlich große Cloches gemacht.  Dazu jetzt quer das Stück bei 60 cm in zwei Teile schneiden.  Auch hier auf entlang des Maschenverlaufs schneiden, dann wird es automatisch gerade.

An jedem Stück ist nun noch eine saubere Abschlusskante. Diese bildet am Ende den unteren Rand der Cloche. Legt das Stück so, dass dieser Rand nach unten zeigt.

Draht-Cloche DIY

Ich habe nun bei dem kürzeren Stück den oberen Rand ein Stück umgebogen. Hieraus wird am Schluss der Knauf geformt. Schon mal im Voraus: Ohne umknicken wird es schöner, aber so wird es sicherer weil die Drahtenden innen liegen. Wie ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende seht ihr beide Ergebnisse.

Also einmal umknicken und die langen Enden wieder zum Befestigen umbiegen.

Draht-Cloche DIY

Um das Ganze wirklich glatt zu bekommen mit einem Nudelholz oder einer Flasche mit Druck darüber rollen. Das ist übrigens der Boden in meinem Arbeitszimmer. Dem alten Teppichboden ist das egal.

Draht-Cloche DIY

Nun wird das Stück zu einem Zylinder zusammen genommen.  Darauf achten, dass die saubere Kante wieder nach unten kommt, der Umschlag nach innen und die Schnittkanten ein wenig überlappen. Da es von der Rolle sowieso schon in die Richtung gewickelt war, geht das ganz einfach. Dabei sollen die langen Drahtenden außen liegen. Diese werden nun nach innen gedrückt. Damit ist der Zylinder geschlossen. Mit dem 2. Drahtzuschnitt verfährt man genau so.

Draht-Cloche DIY

Jetzt können an der Oberseite die Knäufe geformt werden. Dazu drückt man einfach den Zylinder an der gewünschten Stelle von allen Seiten zusammen. Am Ende sahen die Knäufe dann, wie schon oben erwähnt, unterschiedlich aus. Je nach dem ob ein Umschlag gemacht wurde oder nicht.

Die kleinere Glocke mit Umschlag, die hohe ohne.  Ich finde die höhere schöner. Vielleicht kriegt ihr das ja auch mit Umschlag besser hin.

 Zum Schluss kann man jetzt den Zylinder noch nacharbeiten. Beulen, Dellen und schiefe Stellen können einfach passen gedrückt werden. Die Knäufe kann man nun noch mit Draht umwickeln oder mit Schnur. Auch Bast darum gebunden sieht hübsch aus. Aber das könnt ihr machen wie es euch gefällt, und am besten in die Wohnung oder den Garten passt.

Draht-Cloche DIY

So sehen meine nun fertig aus. Ihren endgültigen Platz werden sie bald finden.

Draht-Cloche DIY

Bis bald

                                                   

Regentonne verkleiden DIY

Regentonne verkleiden DIY

 

Sie sind ausgesprochen praktisch als Regentonne, diese Kunststofffässer. Aber schön – wirklich nicht. Eher potthässlich.

Schon dieses fürchterliche Knallblau ist für mich ein rotes Tuch. So etwas absolut unnatürlich aussehendes will ich in meinem Garten einfach nicht haben, zumal die Farbe alles andere optisch unterdrückt. Das Ding leuchtet regelrecht. Die alte Verkleidung war nach 10 Jahren morsch. Eine neue musste her.

Italienische Aronstab (Arum italicum)

Pflanzen mit Beinen

Bei mir haben jede Menge Pflanzen Beine. Beine sind praktisch – auch wenn man nicht damit läuft, sondern nur rumsteht. Pflanzen auf Beinen kommen auf Augenhöhe, und das ist nicht die dümmste Idee wenn man beachtet werden will.

Natürlich ist hier nicht von echten Beinen die Rede, sondern von Blumenständern, Baumstümpfen, Pflanzschalen mit Beinen, Obelisken usw. Sie alle setzen das da hinein gepflanzte Grünzeug in Szene. Blöd nur, wenn einem die Beine über den Winter wegrosten.

Genau das ist mit diesen Jardinieren passiert, die schon seit ca. 10 Jahren im Garten stehen.  Drei verschiedene Größen – schön abgestuft – waren schön und praktisch. Jetzt nicht mehr. Denn man hat jetzt voll den Durchblick. Mal schauen, ob ich zumindest mit den Untergestellen noch was Gescheites anstellen kann. Die Gefäße können jedenfalls in den Müll. Die sind vollkommen erledigt.

Blumenständer
Blumenständer

Dann gab es da noch einen uralten Werkzeugkasten aus Holz. Der stand eigentlich ziemlich nutzlos in einer Ecke auf der Terrasse. Inzwischen war auch sein Boden morsch. Das konnte aber geändert werden. Ein paar Bauholzreste vom Nachbarn, Dachlatten und ein paar lange Nägel später hatte er einen neuen Boden und Beine. Die Bodenbretter sind mit etwas Abstand montiert damit Regenwasser ablaufen kann. Damit die Erde drin bleibt, liegt innen ein Stück Kokosmatte.

Ich mag momentan altes Holz im Garten wahnsinnig gerne. Das darf ruhig abgeranzt sein. Ich finde mit den Pflanzen ist das sehr harmonisch. Erst mal ist das Afrikanische Strauchbasilikum reingekommen. Dazu noch ein paar kleine Sämlinge verschiedener Sommerblumen. Lassen wir uns überraschen was draus wird.

Blumenständer

Die Schale mit Glockenblumen und dem „Dinoei“ hat einen Eisenständer bekommen. Der war mal Weiß und ist nun schwarz. So finde ich ihn viel schöner.

Davon gibt es noch einen zweiten. Der hat aber nicht einfach nur Pflanzen sondern einen Teich zu tragen. Eine schöne alte Waschschüssel aus schwarzer Emaille. Bestückt mit Zyperngras, Binse und einem Ableger der Pestwurz, dazu ein paar Steine – einer mit Libelle, Wasser rein – Teich!
Was ich noch möchte ist eine Muschelblume oder eine Wasserhyazinthe die auf der Oberfläche schwimmt.

Blumenständer mit Miniteich

Vor der weißen Wand kommt der Ständer gut zur Geltung und der Schlagschatten schützt den kleinen Teich vor Überhitzung.

Blumenständer

Auf diesem Ständer habe ich den alten Bierkasten auf Augenhöhe gebracht. Da sind drei Echeverien nicht über den Winter gekommen und haben Lücken hinterlassen. Die werde ich bei Gelegenheit mit Sempervivum füllen.

Blumenständer

In den Etagen des Obelisken stehen wie immer Schalen mit diversen Sempervivumarten. Wo ist bloß die unterste, ganz große Schale geblieben? Hhhmmm …

Blumenständer

Zum Schluss noch zu einem anderen Thema. Einer Pflanze, die zwei kurze Auftritte im Jahr hat.

Italienische Aronstab (Arum italicum)

Jetzt gerade mit ihren Blütenständen die im dichten Laub kaum auffallen, weil sie leider ziemlich tief darin versteckt stehen, und im Herbst mit ihren leuchten rot-orangenen Fruchtständen die schon von weitem leuchten. Letztere sind der eigentliche Grund warum ich Italienischen Aronstab Arum italicum gepflanzt habe.

Wenn man sie aber entdeckt sind die ungewöhnlichen Blüten, die gar keine sind, durchaus beachtenswert. Leider halten sie nicht lange. Wenn die Fliegen erst mal die winzigen Blütchen, die an dem Kolben in der Mitte sitzen, befruchtet haben, fällt das Hochblatt schon innerhalb eines Tages in sich zusammen. Es dient nur als Landeplatzmarkierung und hat dann seinen Dienst erfüllt.

Kurze Zeit später zieht die Pflanze auch das Laub ein. Dann bleiben nur die nackte Erde und die ebenso nackten Blütenstiele, an denen dann langsam und unbeachtet die Beeren ausreifen, bis der Aronstab im Herbst seinen zweiten großen Auftritt hat.

Italienische Aronstab (Arum italicum)

Bis bald

                                                   

Barfuss im Gras

Barfuß im Gras

Endlich wieder barfuß im Gras unterwegs zu sein ist genial. Erst flog der Pulli in die Ecke, dann die Socken, dann die Schuhe. Bis 25°c war es heute warm und in der Sonne heiß. Herrlich!

Krähen

Den ganzen Tag draußen

Endlich konnten wir bei schönstem Frühlingswetter mal einen ganzen Tag draußen im Garten verbringen. Das ist auch Ende März mehr als überfällig. So viel muss gemacht werden, und die Ungeduld ist kaum noch zu beherrschen.