Der Hochwildpark Rheinland
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Ein herbstlicher Ausflug in den Hochwildpark Rheinland stand auf dem Plan. Dieser liegt in der Eifel, genauer gesagt in Mechernich/Kommern, was von Köln aus gut erreichbar ist. Kommern mag vielen wegen des dortigen Freilichtmuseums ein Begriff sein. Heute soll es aber um Tiere, statt um alte Häuser gehen.
Der Hochwildpark ist sehr idyllisch im Wald gelegen, auf mehr oder weniger sanften Hügeln. Und es gibt auf dem weitläufigen Gelände eine Menge, vorzugsweise heimische, Tiere zu sehen – und das von ganz nah. Viele kann man streicheln und auch füttern. Entsprechende Futtermittel kann man kaufen. Ein paar Münzen sollte man, für die Automaten in der Tasche haben, bequeme Schuhe und ein paar Feuchttücher sind auch nicht schlecht.
Es gibt Gastronomie gleich hinter dem Eingangsbereich, allerdings kann man auch Verpflegung und Getränke mitbringen. Aber bitte nur für die Besucher und nicht für die Tiere. Sogar Grillplätze kann man mieten und Grillfleisch gleich vor Ort bestellen, besonders Wild.
Aber los gehts – ab zu den Vierbeinern. Ich konnte wirklich nicht alle fotografieren und auch nicht das ganze Gelände, aber ein paar Nasen will ich euch doch zeigen. Bitte entschuldigt die zum Teil schlechte Qualität der Fotos. Ich hatte nur das Handy dabei und das Tele daran ist nicht so toll.
Die Truthähne sind nicht in Gefahr, demnächst im Bratrohr zu landen. Ob man sie als schön einordnen will, sei jedem selbst überlassen. Die Federn sind es allemal. Die Kehlsäcke – naja.


Es gibt u.A. eine Greifvogelstation. Her der größte Bewohner ein Uhu. Ich schätze, die wenigsten von uns haben jemals das Glück, einen in freier Wildbahn zu sehen.
Aber es gibt auch kleinere Vertreter. Der Lachende Hans oder Kookaburra ist allerdings nicht bei uns heimisch, sondern eher in Australien. Er gehört zu den Eisvögeln. Unsere heimischen sind viel kleiner, aber dafür wesentlich bunter und sehr selten.
Gleich daneben wohnt der kleine Waldkauz. Ob der wohl weiß, dass der Uhu zwei Häuser weiter wohnt und ihn, wenn er könnte, zum Mittag verspeisen würde?
Das Ungarische Steppenrind kann über eine Rinne in einem dicken Ast gefüttert werden. Es hat nur irgendwie nicht ganz begriffen, dass es hinter! dem Zaun bleiben soll. Es legt sich lieber längs über den Balken, um auch noch an das allerhinterste Maiskorn zu kommen. Es könnte ihm ja was entgehen.
Und wenn dann alles weg ist …. mal ehrlich – wer kann diesem bedröppelten Blick in den leeren Teller schon widerstehen?
Und diesem auch nicht. Auch, wenn ich die Augen des Thüringer Waldziegenbocks nicht ganz so schön finde, wie die der Rinder.
Und das? Nein, ist nicht seine Frau, nicht einmal eine Ziege, obwohl es optisch passen würde, sondern ein Kamerunschaf. Guckt aber trotzdem genauso aus der Wäsche -äääh, dem Fell.
Dessen Mann ist aber da und darf frei draußen rumlaufen. Der ist echt verfressen und dauerhungrig.
Er wird nur noch von dieser Dame getoppt. Bei ihr ist Vorsicht geboten. Erst blökt sie jeden Besucher an, dann wird sie lästig. Sie springt auch gerne mal an einem hoch.
Kamerunschafe haben übrigens keine Wolle, werden deshalb nicht geschoren und dienen eher als Fleisch- und Milchlieferanten.
Das hier ist der Moment, an dem man im Wald besser so unauffällig wie möglich, den geregelten Rückzug antritt. Und zwar schleunigst. Wildschweine sind kein Spaß und Eber schon gar nicht. Jedenfalls nicht, wenn sie direkt auf dich zukommen. (Außer auf dem Teller in der Hand des Kellners.)

Und da wir gerade bei Essen sind: Wildschweine kann man riechen. Nimmt man im Wald einen intensiven Geruch nach Maggi aka Liebstöckel wahr, sind Wildschweine ganz in der Nähe. Dann sollten alle Alarmglocken läuten. Wir haben sie deutlich gerochen.
Hier im Hochwildpark gibt es ein wirklich großes, abgezäuntes Areal in dem man den Wildschweinen begegnen kann. Aber auch hier sind es keine Kuscheltiere, und man sollte ihnen nicht zu nahe kommen. Füttern ist hier auch verboten und Kinder sollten in Schach gehalten werden. Schreiend auf die Tiere loszurennen, könnte ihnen schlecht bekommen. Wenn man die Regeln beachtet, ist man auf der sicheren Seite und kann sich die Tiere in Ruhe und gefahrlos ansehen.
Wer noch mehr auf Nummer sicher gehen will. Vietnamesisches Hängebauchschweine gibt es auch. Die dann zwar hinter einem Zaun, aber zum Kraulen erreichbar und mit erlaubter Maisfütterung. Auch hier gibt es einen Futterautomaten.
Es gibt hinter dem Wildschweingehege noch einen kleinen See, an dem man gut Pause machen kann. Dort kann man Kois beobachten, die ganz nah an die Oberfläche kommen. Es gibt dort auch Tische, für den Imbiss zwischendurch. Danach kommt man an ein großes Gebiet wo man Rehe, Hirsche, Dammwild usw. sehen kann. Die halten aber gehörigen Abstand.
Und ein Elchtest? Na klar!
Eines sollte man jedoch wissen und das finde ich schon ein bisschen schade. Toiletten gibt es wirklich nur im Eingangsbereich. Für so ein großes Gelände finde ich das schon schwierig.
Es gibt jedoch sehr viel zu sehen, und entsprechend viel Zeit sollte man mitbringen. Nähere Informationen gibt es unter diesem Link Hochwildpark Rheinland
Dort findet man auch eine Karte der beiden unterschiedlich langen Rundwege und wo welches Tier zu finden ist.
Fazit: Wirklich ein schönes Ausflugsziel für alle Altersgruppen. Am Schluss kommt man dann noch an einen schön angelegten Abenteuerspielplatz, bevor es zu Pommes, Kaffee und Waffeln geht. Die Qualität ist gut und die Preise sind moderat, genau wie der Eintritt.
Bis bald














Hallo Claudia,
so ein Ausflug in ein Tiergehege ist immer eine schöne Sache. Wir hatten mal ein Kamerunschaf, das wir mit der Flasche aufgezogen haben und das uns auf Schritt und Tritt gefolgt ist. Eine schöne Erinnerung!
Und der Kookaburra wird mich heute den ganzen Tag begleiten; der Ohrwurm ist sofort da! (Kookaburra up in the old gum tree …)
Liebe Grüße und komm gut ins neue Jahr!
Susanna
Danke Susanna. Dir auch ein gutes neues Jahr.
Hallo Claudia,
das Steppenrind ist ja wirklich wunderschön!
Habe ich noch nie in einem Tierpark gesehen.
VG
Elke
Ja, das war auch mein erstes.
Hallo liebe Claudia,
die Tiere sind ja herzallerliebst. Schade, leider ist es für mich zu weit dorthin. Ich kann mir vorstellen, dass so ein Besuch im Wald sehr schön ist. Besonders im Herbst.
Ganz liebe Grüße
Clara
Schau mal im Internet, Clara. Es gibt viele Tierparks in Deutschland. Bestimmt findet sich einer in deiner Nähe.