Wer hat die Pilze auf die Palme gebracht?

Am Wochenende war meine Freundin aus der Pfalz zu Besuch. Darauf hatte ich mich schon seit Wochen gefreut. Leider sehen wir uns auf Grund der Entfernung viel zu selten.

Schon bei ihrem Besuch im letzten Jahr stand ein Besuch in der Flora/Botanischer Garten Köln auf dem Programm. Leider ist er sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Diesmal hatte der Wettergott jedoch ein Einsehen und wir konnten endlich hinfahren.

Es ist November und das sieht man der Flora an. Viele Beete sind schon abgeräumt. Die Dahlienausstellung ist verschwunden und die Beete mit Tulpen und Vergissmeinnicht für den nächsten Frühling bepflanzt. Die mediterranen Kübelpflanzen die vor dem Tropengewächshaus standen, sind vor dem ersten Frost in die Sicherheit der Winterquartiere gebracht worden.

Ein wenig leer und verlassen sieht es jetzt aus, wo vor wenigen Wochen noch südliche Fülle herrschte. Das verbreitet immer ein gewisse Melancholie.

 

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Nichts desto Trotz gibt es immer noch sehr viel zu sehen. Denn nun fallen einem Dinge auf die man in der bunten Sommerüppigkeit übersieht. Die Gestalt der Bäume sowie die Strukturen und Formen der Blätter treten nun in den Fokus.

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Auch Pilze stehen überall und dekorieren nicht nur den Boden.

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Hier hat es einige Pilze im wahrsten Sinne des Wortes auf die Palme gebracht, wo sie sich in den abgestorbenen Fasern des Stamms niedergelassen haben. Dort sitzen sie wie Vögel im Nest.

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In den Gewächshäusern gibt es natürlich immer noch viel zu sehen…

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…selbst die ein oder andere Kamelienblüte.

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Im Heilkräutergarten stehen verschiedene Distelarten. Darunter Artischocken und Karden. Bei beiden habe wir ein Phänomen entdeckt. Aus den eingetrockneten Blütenständen keimen die Samen. Eine skurrile aber faszinierende Laune der Natur.

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Leider konnten wir längst nicht alles schaffen. Die Tage sind nun einfach wieder zu kurz und unsere inneren Uhren hatten sich ordentlich verschätzt. Jedenfalls kamen wir schon in die Dämmerung als die halbe Flora noch vor uns lag. Vielleicht nächstes Jahr.

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Noch eine Laune der Natur erwartete uns beim Verlassen der Flora. Vor dem Ausgang stehen drei Ginkgobäume. Zwei in gelber Herbstfärbung und einer immer noch komplett grün. Ich wüsste zu gerne wie das zustande kommt, denn sie stehen im gleichen Beet nebeneinander und haben identische Bedingungen.

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