Jeden Herbst das gleiche Theater

Viele von euch werden das kennen. Die Nächte werden kalt und die empfindlichen Zimmerpflanzen müssen aus dem Garten an Plätze geschafft werden wo sie überleben.

Klingt einfach – ist es aber nicht. Jedenfalls dann nicht wenn man viele Pflanzen und wenig geeigneten Platz hat. Nicht jede Pflanze ist mit jedem Temperaturbereich und jedem Lichtverhältnis einverstanden. Erschwerend kommt hinzu, dass Pflanzen nun mal wachsen. Was im letzten Winter auf die Fensterbank passte, braucht dieses Jahr mehr Raum. Aber mehr Raum bedeutet im Raum, also weniger Licht. Andere Pflanzen die im letzten Winter eine so hübsche Kombi abgaben, sind möglicherweise den Weg alles Irdischen gegangen.

Nächstes Problem: Übertöpfe. Während die Pflanzen draußen keine hatten – sie wären ja sonst nur bei Regen voll gelaufen – brauchen sie drinnen sehr wohl welche. Es sei denn man legt Wert auf eine Riesenschweinerei nach jedem gießen. Dumm ist nur wenn man sie beim Ausräumen im letzten Frühling umgetopft hat, denn dann pass jetzt der Übertopf nicht mehr. Das große Rumprobieren beginnt. Außerdem haftet an den Töpfen meist eine erstaunliche Menge Dreck, Kellerasseln oft zusätzlich und die ein oder andere Schnecke hat sich am Topfboden versteckt. Dafür kann ich aus den Trieben meist eine ordentliche Menge Herbstlaub und Samen des Ahorns fischen. Es braucht also jede Pflanze erst mal eine gründliche Reinigung.

Last but not least soll das Haus hinterher auch noch hübsch aussehen. Im Klartext: Es wird eine langwierige und meist mit Dreck verbundene Aktion. Wie kann man also glauben, das alles in einer Stunde erledigen zu können? Ich konnte.

Früher war ich noch so naiv die Pflanzen ins Haus schaffen zu wollen, wenn der Wettermensch im Fernsehen die erste Frostnacht meldete. Vorzugsweise in Panik, zu zweit bei Beginn der Dämmerung, wobei wir uns gegenseitig mit Pflanzen beladen über den Haufen rannten, hinterher fix und fertig waren, das Haus aussah wie ein Schlachtfeld und im Frühjahr die Vergessenen auftauten und sich in Matsch verwandelten.

Irgendwann hat man bestenfalls dazu gelernt und organisiert den Pflanzenumzug früher und strukturierter. Ich beginne also inzwischen mit dem Einräumen sobald die Nachttemperaturen in den einstelligen Bereich rutschen. Diese Woche war es soweit.

Die leeren Fensterbänke sind jetzt größtenteils gefüllt. Größere Pflanzen strategisch günstig in Zimmerecken untergebracht.

 

Im Büro/Gästezimmer:

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Im oberen Flur ist das Licht so gerade noch ausreichend.

 

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Im Wohnzimmer, dem wärmsten Raum, bringe ich vorzugsweise Sukkulente unter, denen die Heizungsluft nicht viel ausmacht.

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Im unteren Bad eine Insel voller tropischer Pflanzen. Die hohe Luftfeuchtigkeit tut ihnen gut.

 

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Aber es sind noch längst nicht alle. Ein Schwung Zimmerpflanzen wartet noch auf den Umzug und die Kübelpflanzen sowieso. Es gibt also noch einiges zu tun bevor ich mich entspannt zur eigenen Überwinterung aufs Sofa kuscheln kann.

 

2 thoughts on “Jeden Herbst das gleiche Theater

  1. Hallo Claudia,
    dieses Theater mache ich auch gerade mit. Vorgestern hatten wir leichten Luftfrost, d.h. Autoscheiben im Freien waren zugefroren. Also allerhöchste Zeit, um den Umzug ins Haus zu planen.
    Fuchsien und Schokoladenkosmee überwintern am hellen Kellerfenster. Leider ist aus meiner kleinen Fuchsie über Sommer ein stattliches Bäumchen geworden, das nicht mehr ans Fenster passt. Der Lorbeerstrauch überwintert in meiner Waschküche an einem hellen Platz gleich an der Hintertüre. Die Duftgeranie muss in das Gästeklo umziehen usw. .
    Übertöpfe habe ich gar keine passenden mehr und muss mir mit einfachen Untersetzern behelfen. Örks …
    Ich wollte eigentlich nur damit sagen, dass ich Dich gut verstehe.
    Deine Pflanzen drinnen im Haus schauen toll aus. Sie werden den Winter bestimmt gut überstehen.
    Liebe Grüße von Ingrid

    • Hallo Ingrid,

      schön, dich zu lesen.
      Frost hatten wir noch keinen. Ich kann auch vorerst noch darauf verzichten.
      Och, über die gut gewachsene Fuchsie würde ich mich nicht beschweren. Ich bin leider ein unverbesserlicher Düngelegastheniker, daher wächst bei mir nichts wirklich rasant.
      Die großen Übertöpfe sind mir auch längst ausgegangen. Jetzt kriegen nur noch kleine Pflanzen einen. Aber du erinnerst mich an meine Duftgeranien. Wo ich die hinstelle ist mir noch völlig unklar…ach ja…

      Aber ich bin sicher wir werden sie alle wieder irgendwie unter bringen. Und im nächsten Jahr noch ein paar anschaffen, damit das Problem auch sicher jedes Jahr größer wird.
      So sind wir Blümchenfreaks halt.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Claudia

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