Terrassenferkelei und Glasbepflanzung

Es ist Ostern. Normale Menschen genießen die Feiertage und tun mal gar nichts.

Bei uns sieht das natürlich wieder mal anders aus und die Terrasse jetzt auch. Nach all den Jahren hat sie gestern einen Hochdruckreiniger in Aktion erlebt.  Was da an Dreck runter kam war unglaublich.

Heute sieht sie so gar nicht osterfein aus, sondern eher als hätte es geschneit.

 

 

 

In Wahrheit ist es Kalk der das so weiß leuchtet. Nachdem die Nachbarn die Mauer gebaut hatten, kommt keine Sonne mehr in den hinteren Bereich der Terrasse. Dem zufolge siedelt sich hier Moos an ohne Ende. Nach Regenfällen ist die Angelegenheit dann sehr rutschig. Der Kalk der mit dem Sand in die Fugen gespült wird, soll den PH-Wert ins Basische erhöhen, denn das mag Moos gar nicht. Ich hoffe es hilft dauerhaft geben die Neuansiedlung.

 

 

Rund um die Terrasse sieht es auch nicht netter aus. Die Möbel und all die Töpfe stehen auf dem Rasen wie eine Müllhalde. Aber da wir – wenns nicht ergiebig regnen sollte – die Steine noch ein paar mal mit dem Schlauch wässern müssen, können wir den Kram noch nicht wieder zurück räumen.

 

 

Es ist kalt und ungemütlich draußen, auch wenn ab und zu mal die Sonne rausschaut. Im Arbeitszimmer ist die Sitzecke jetzt ziemlich kahl, weil alle Pflanzen inzwischen draußen stehen. Zwei gute Gründe im trockenen und windgeschützten Gartenhaus etwas fürs Arbeitszimmer zu machen.

Ein großes Glas stand noch im Keller… Sukkulenten habe ich auch einige. Also wieso nicht das Glas bepflanzen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach Erde rein ist nicht. Unten ins Glas gehört eine ordentliche Drainageschicht aus Kies, Splitt, oder Topfscherben. Hier sammelt sich dann überschüssiges Gießwasser ohne das die Wurzeln im Wasser stehen und faulen. Darüber kommt ein Stück Vlies damit die Erde nicht nach unter geschwemmt wird.

 

 

Nun kommt eine ausreichende Schicht Kakteenerde oder selbst gemischtes Substrat das mit Sand und Splitt abgemagert wurde obendrauf.

Jetzt kann endlich gepflanzt werden. Je nach dem ob das Glas an seinem endgültigen Standort nur von einer Seite oder rundum betrachtet wird kommen die hohen Pflanzen nach hinten oder in die Mitte. So sind auch die kleineren Pflanzen im Vordergrund sichtbar und bekommen genügend Licht.

 

Danach ganz, ganz vorsichtig mit einer weichen Brause angießen und eventuelle Verschmutzungen von den Pflanzen spülen. Dabei sollte man die Glaswände möglichst wenig treffen, denn Fensterputzen ist hier nicht ganz so einfach.

 

Dann war da noch die Christate die ein neues Gefäß brauchte. Da sie inzwischen einen Anhang nach unten hat wachsen lassen, brauche ich ein schmales Gefäß, damit dieser Anhang nicht in der Erde verschwindet und fault. Auch dafür habe ich noch ein altes Glas gefunden. Der Aufbau darin ist der gleiche wie im großen Glas.

 

 

 

Das Biest hat sich übrigens gewehrt und ich kann mir die Hände mittels Pinzette von einigen Dornen befreien. Aber genützt hat es ihm auch nichts.

Jetzt stehen die Gläser im Arbeitszimmer an ihren Plätzen und ich bin mit meinem Werk sehr zufrieden.