Sterne im Advent

Gestern war der erste Advent. Aber schon seit ein paar Tagen leuchten Sterne neben unserer Haustür. Die leuchtend goldgelben Blütensterne des Winterjasmins Jasminum nudiflorum.

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Da kommen, obwohl nicht mal der Winter begonnen hat schon Frühlingsgefühle auf. Da sich die Blüten des Winterjasmins nach und nach öffnen, dauert die Blütezeit hier in unserem Klima meist von Dezember bis März. Manchmal gibt es auch noch ein paar Nachzügler im April.

Dieses Ölbaumgewächs ist ein Spreitzklimmer wie die Rose und braucht ein Spalier oder einen anderen Strauch um sich fest zu klammern. Bei mit wächst er am Spalier von dem die drahtigen dünnen Zweige malerisch herunter hängen. Wo sie den Boden berühren, bilden sie schnell Wurzeln. Es könne dann im Herbst oder Frühling Jungpflanzen abgetrennt werden. Wie auf den Fotos zu sehen, verfärbt sich das Laub des Winterjasmins erst spät. Wenn die ersten Frostnächte kommen wird das Laub aber ganz schnell abgeworfen. Die grünen Zweige gaukeln aber weiterhin vor der Strauch sei immergrün.

 

Netterweise ist Jasminum nudiflorum sehr pflegeleicht und kommt fast mit jedem Boden klar. Im Frühling sollte man die Zweige um 2/3 einkürzen, denn er blüht am einjährigen Holz. Ab und zu verpasse ich ihm allerdings einen kräftigen Rückschnitt bis ins alte Holz, wenn er allzu dicht und dick geworden ist und die unteren Zweigschichten kaum noch Licht bekommen. Zum letzten Mal habe ich das letztes Jahr gemacht., daher ist er dieses Jahr noch etwas dünn.

 

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Was man aber auf keinen Fall machen sollte ist, den Strauch in einen Teil des Gartens zu pflanzen wo man im Winter selten hinkommt. Denn dann entgehen einem die schönen Blüten zu dieser ungewöhnlichen Zeit. Und das wäre doch wirklich schade.

 

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Übrigens: Die Blüten duften sogar wenn man sich ein paar Zweige im warmen Zimmer in eine Vase stellt. Leider sind sie nicht lange haltbar.