Schnippschnapp

Das verbreitetste Geräusch im Vorfrühlingsgarten ist wahrscheinlich das der Scheren. Zu keiner Zeit wird so viel geschnitten.

Die Hauptaufgabe ist das entfernen alter Pflanzenteile und der Rückschnitt von so ziemlich allem was nicht im Frühling blüht. Dazu kommt auch schon der erste Rasenschnitt der nicht nur zu lange Gräser kürzt, sondern auch als Staubsauger gegen den angesammelten Winterdreck auf dem Rasen dient.

 

Schneiden war dann auch für uns Hauptaufgabe an diesem Samstag.

Die Feige war dran. Der Baum war prächtig – aber zu groß. Er warf zu viel Schatten in die hinteren Beete und die Ernte war in der Höhe auch kaum noch machbar. Da Feigen jeden zweiten bis dritten Tag durch gepflückt werden müssen, ist das mit der Leiter viel zu umständlich. Da muss ich so ran kommen.

 

 

 

Mit der Pergola kam der Baum sich so langsam ins Gehege und beschattete den Wein.

 

 

Und 25 kg Feigen brauchen wir auch nicht jeden Herbst. Also sägen was das Zeug hält.

Oft liest man, dass die kleinen Feigen, die im Jahr nicht mehr ausreifen, hängen bleiben sollen und im Folgejahr eine Frühsommerernte bringen. Das mag im sonnigen Süden zutreffen, hier eher nicht. Denn nach dem Winter sehen die Feigen so aus. Nicht sehr appetitlich.

 

 

 

Wir schneiden die Feige jedes Jahr ein wenig in Form und alle drei Jahre gründlich. Gründlich war diesmal fällig.

Da lagen hinterher einige Äste am Boden. Einen Teil haben wir als Brennholz aufbewahrt. Mal sehen wie Feige brennt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist nun vom Baum übrig. Erschreckend auf den ersten Blick. Aber wenn man weiß wie schnell das nachwächst und das wir trotzdem genügend Früchte haben werden ist das  kein Drama.