Ringeltauben und was sonst noch so los war

Gestern dachte ich im ersten Moment meine Felsenbirne bricht zusammen. Mit enormen Schwüngen bogen sich die Äste nach unten und zurück. Was kein Wunder ist, wenn man sieht wer dort gelandet ist.

Ein Paar Ringeltauben hat sich nieder gelassen um die jetzt reifen Beeren der Felsenbirne zu klauen. Aber sie dürfen – aus verschiedenen Gründen.

  1. Ringeltauben sind heimische Wildtauben und haben mit den “Flugratten” der Innenstädte nichts zu tun.
  2. Sie leben in Einehe, brüten auf Bäumen statt an Hausfassaden, haben ein Revier, das sie verteidigen (auch gegen Flugratten) und fressen Samen, Beeren und sogar Schädlinge wie Schildläuse.
  3. Sie übertragen keine Krankheiten. Sie sind jagdbares Wild und somit sogar essbar. Bevor Irrtümer aufkommen: Nicht von mir, ich habe keinen Jagdschein.
  4. Durch die lange Dürre schmecken die Früchte der Felsenbirne dieses Jahr nicht besonders gut. Sie seien ihr also gegönnt.

Also viele gute Gründe sie gewähren zu lassen. Allerdings hat die ganz Sache doch noch einen Haken und das ist ihre Größe. Mit ca. 40 cm Körperlänge und einem Gewicht zwischen 500 und 600 Gramm führen Diebestouren auf solch dünnen Ästchen zu seltsamen Verrenkungen und gelegentlichen Abstürzen, die aber schnell mittels heftigem Flügelschlagen abgefangen werden bevor der Schädel dran glauben muss.

Der wissenschaftliche Name der Ringeltaube lautet Columba palumbus. Ich habe zwar nicht herausfinden könne was palumbus bedeutet, finde aber der Wortklang passt. Diese Tauben sind weder filigran noch leise. Gestartet “palum!”…gelandet “palum!…Turnereien in der Felsenbirne “palum!, palum!, palum!”. Halt eher plump als feinmotorisch.

 

 

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Auf der Regenrinne des Gewächshauses ist nach einer gründlichen Unkrautbekämpfungsaktion an der Rückseite des Hauses ein Huhn gelandet. Darf bleiben!

 

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In den letzten Tagen stand Schneiden auf dem Plan. Der Wein war fällig. Da musste so einiges an Trieben gekürzt werden. Was nun übrig ist, ist mit Fruchtansätzen bestückt und verspricht eine reiche Traubenernte im Spätsommer. Nun sieht die Pergola wieder ordentlich aus.  Die Weinblätter sind allerdings nicht im Kompost sondern in unseren Mägen gelandet. In Form von gefüllten Weinblättern. Da eine solche Menge dann doch zu viel war, haben sich zwei Frauen aus der Nachbarschaft die restlichen Blätter abgeholt.

 

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Auch die Eberesche hat einen Schnitt bekommen. Da sie inzwischen zu viel Schatten produzierte haben wir sie ordentlich aufgeastet. Der Schnittgutberg wurde gehäckselt und als Mulch auf den Beeten verteilt. Nachteil der Schnittaktion ist aber, dass nun das hässliche Nachbarhaus gut zu sehen ist, da auch im hinteren Bereich von einer Firma aufgeastet und abgestorbene Zierapfelbäume entfernt wurden. Aber die Natur wirds schon wieder richten.

 

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Und dann schneite gestern noch ein Präsentpaket von Bayer Garten ins Haus. Angesagt wurde, dass man mir ein paar Produkte aus der neuen Düngerlinie zukommen lassen möchte (sogar ohne die Bitte darüber zu schreiben. Ich tu es trotzdem und dann um so lieber). Ich hatte mit einem Brief und darin ein paar Probesachets gerechnet. Gekommen ist das hier:

 

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Das sieht doch mal klasse aus. Vielen Dank an Bayer.

Auf Anhieb gefällt mit besonders der Dünger für mediterrane Pflanzen. Die kleine Flasche nimmt wenig Platz weg und ist, da ein nur tropfenweise anzuwendendes Konzentrat, sehr ergiebig. Das kommt Menschen ohne Auto wie mir, die alles schleppen müssen, sehr entgegen. Meine Zitruspflanzen und der Lorbeer haben ihn gestern schon bekommen. Mal schauen was sie längerfristig dazu sagen. Vielleicht ist die Chlorose an den Zitrussen ja dann Geschichte.

Allerdings habe ich auch was zu meckern:

Liebe Firma Bayer,

die Messbecher auf den Flaschenverschlüssen brauchen dringend eine Überarbeitung. Sie sitzen viel zu locker und fallen dauern runter. So werden sie bald im Nichts verschwinden und abmessen nicht mehr möglich sein. Wenn ihr hier noch nacharbeitet, finde ich die Verpackung – besonders da aus 100% Recyclingkunststoff – schon sehr gelungen. Verschlüsse mit Kindersicherung, handlich und optisch fast wie Kosmetika. Toll gemacht!

 

 

4 thoughts on “Ringeltauben und was sonst noch so los war

  1. Hallo,
    das Huhn auf dem Dach braucht dringend Futter, denn es ist ganz mager. Lach … Vielen Dank für die schönen Aufnahmen.
    Ab jetzt wird bei Dir alles noch schöner und besser wachsen. Bei den vielen Düngemitteln muss es ein großer Erfolg werden.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag. Liebe Grüße von Ingrid

  2. Hallo Claudia
    Da hast du ja tollen Besuch gehabt.
    Toll sieht es bei dir im Garten aus und gearbeitet habt ihr auch wieder ordentlich.

    Es grüßt herzlich Christa

    • Hallo Christa,
      dankeschön. Ja, die beiden mutieren zu Dauergästen. Besonders bei der Hitze sind sie ständig am Bach.
      Liebe Grüße
      Claudia

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