Fröhliche Weihnachten

Wie wird dieses Jahr unser Weihnachtsbaum aussehen? Diese Frage stelle ich mir immer erst sehr kurzfristig. Weihnachten kommt halt immer so plötzlich.

Nur eines weiß ich mit Sicherheit: Mir kommt kein Plastikbaum ins Haus! Das mag jeder halten wie er will, aber ich stehe auf dem Standpunkt – wenn schon Baum dann bitte echt. Ich mag auch keine künstlichen Blumen, wieso sollte ich mir einen künstlichen Baum hinstellen? Bei der Vorstellung so ein, mit den Jahren angestaubtes, Ding vom Dachboden oder aus dem Keller zu holen und die Äste passend zu biegen, schüttelt es mich. Dann doch lieber jedes Jahr einen frischen kaufen. Kleinere Umstände, wie Nadeln zusammen fegen und das Teil im neuen Jahr wieder entsorgen, nehmen wir dann gerne in Kauf.

Wir haben zwar keine Möglichkeit selber eine Tanne im Wald zu schlagen, aber das Aussuchen macht trotzdem schon Spaß, und den Moment wenn er, im Ständer fixiert, von seinem Transportnetz befreit wird, ist jede Jahr spannend.  Denn dann zeigt sich seine wahre Größe – oder auch nicht. Denn in den großen Außenflächen der Gartencenter oder den Verkaufsständen an den Straßen wirkt so ein Baum ganz anders als im Raum.

Das mussten wir am extremsten am ersten Weihnachten feststellen, nachdem wir aus der Etagenwohnung in unser Haus eingezogen waren. In völliger Überschätzung der Raumgröße, haben wir zwar die Deckenhöhe beachtet aber nicht den Umfang den dieses herrlich dicht gewachsene Prachtexemplar hatte. Als der endlich stand kam kein Mensch mehr durch die Tür, geschweige denn durch den Raum. Dann haben wir wohl das Verrückteste in unserer langjährigen Weihnachtbaumgeschichte gemacht – nämlich die Esszimmermöbel ins Gartenhaus geschleppt und dort bis ins neue Jahr zwischen geparkt. Dann den Baum in die Raummitte gerückt. Hmmm….geht nicht und sieht doof aus. Dann haben auch noch die Esstischlampe abmontiert. Jetzt endlich passte der Baum und konnte geschmückt werden. Nur gut, dass wir zu diesem Weihnachtsfest keine Gäste zum Essen hatten. Das wäre dann etwas schwierig geworden, so ohne Tisch. Aber der Christbaum sah grandios aus!

Aus Erfahrung wird man bekanntlich klug – sogar wir –  und seitdem funktioniert unser alljährlicher Baumkauf entschieden realistischer. Die Möbel mussten jedenfalls nie mehr raus (höchstens ein bisschen gerückt werden ).

Dieses Jahr gefällt mit der Wuchs ganz besonders gut. Die idealen Astabstände zum Schmücken, knapp deckenhoch aber nicht so ausladend, mit einem Wort: perfekt!

 

Nun ab in den Ständer.

Das ist jedesmal ein Affentheater gewesen bis das Ding endlich gerade stand. Nun haben wir im dritten Jahr einen Ständer mit einem neuen System. Seitdem steht der Baum in 5 Minuten kerzengerade. Ich finde ihn genial. Sucht mal im Internet nach “Galaktikus”. Und nein, ich werde (leider) nicht dafür bezahlt.

 

Dann die Beleuchtung.

Es gibt Verfechter der echten Wachskerzen. Sicher, natürliches Kerzenlicht ist toll, gar keine Frage. Aber uns sind sie einfach zu gefährlich. Spätestens wenn der Baum ein wenig eingetrocknet ist, sogar brandgefährlich. Erst hatten wir eine Katze, danach unsere Tochter, da waren elektrische Lichterketten immer das Mittel der Wahl. Außerdem: In der kurzen Zeit die er im Wohnzimmer steht, soll er auch den ganzen Tag leuchten. Das ist mit Wachskerzen unmöglich.

Die Lichter sind im Lauf der Jahre kleiner aber dafür zahlreicher geworden. Inzwischen sind es nicht mehr die wuchtigen Elektrokerzen die durch ihr Gewicht spätestens nach drei Tagen schief am Ast hingen, sondern kleine, stromsparende, warmweiße LED. Ich kaufe prinzipiell Outdoor-Lichterketten, denn die haben den großen Vorteil, dass die Kabel nicht im Kreis verlaufen und daher viel leichter anzubringen sind.

 

Nun kommt der schönste Teil: Das Schmücken.

Jedes Jahr sieht unser Baum anders aus. Inzwischen haben sich drei Kisten mit Christbaumschmuck in verschiedenen Farben angesammelt. Daraus stelle ich mir eine Auswahl in einem Farbschema zusammen und ergänze mit ein paar neuen Teilen. Dieses Jahr sind es schlichte glatte Kugeln in  Rosè-, Pink-, Weinrot- bis Lilaschattierungen mit ganz vielen glänzenden und matten Silberkugeln aus dem Bestand. Dazu neu, wie auch schon in der Adventsdeko, die weißen Papiersterne. Zum Schluss noch ein farblich passendes Tuch um den Ständer zu kaschieren.

 

Und so sieht er nun aus unser Weihnachtsbaum 2015:

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Euch allen wünsche ich wunderschöne, entspannte und vor allen Dingen friedliche Weihnachten.