Bodendecker

Das große Beet ist fertig

Wie schon vor ein paar Tage gesagt, habe ich mir das große Beet am Zaun entlang vor geknöpft.

Es war so verwildert, dass kaum noch etwas richtig gut wuchs und blühte. Der Boden, wieder mal durchwachsen von Ahornwurzeln, Nährstoffe und Wasser knapp, der Wurzeldruck dafür um so größer. Kleine Stauden waren verschwunden, einige große machten sich breit. Das Ergebnis war ein heilloses Chaos.

 

 

Verwildertes Beet

 

Verwildertes Beet

 

Wie sich schnell herausstellte war mit der Grabegabel kaum zu arbeiten. Viel zu dicht war der Wurzelfilz. Im Endeffekt blieb mir nichts anderes übrig als auf dem Hintern das Beet lang zu rutschen und Zentimeter für Zentimeter Pflanzen zu bergen und den Boden zu lockern. Dabei habe ich sage und schreibe ca. 150 Liter Wurzelfilz ausgegraben.

 

 

Beetrenovierung

 

Nach mehreren Tagen und Etappen war das Beet wieder in einem ordentlichen Zustand. Meine Vermutung, dass es hinterher ziemlich leer sein würde und ich womöglich Platz für Aussaaten und ein paar neue Stauden hätte, hat sich allerdings nicht bewahrheitet. Schon erstaunlich was da so alles unter der Dschungelmatte zutage kam. Vieles, wie Frauenmantel, Purpurglöckchen und eine terracottafarbene Topfrose habe ich geteilt und in Drifts neu gepflanzt. Diese aus England stammende Methode in Bändern zu pflanzen lässt Beete von allen Seiten gut aussehen und verwebt die verschiedenen Pflanzen zu einem harmonischen Ganzen.

 

 

Bodendecker

 

Während ich noch damit beschäftigt war zu graben und zu hacken, kam eine Zuschauerin die mal ganz aus der Nähe nachschauen musste was die Menschin da anstellt. Leider hat das Model noch ein bisschen Nachholbedarf in Sachen Stillhalten beim Shooting. Daher ist das Foto von Frau Spitzmaus extremst verwackelt. Aber ganz schön mutig die Kleine. Vor lauter Hektik sie zu erwischen habe ich dann noch meine Kamera Linse voran in den Dreck geschmissen. Glücklicherweise ist sie heil geblieben.

 

 

Spitzmaus

 

 

Weil ich schon einmal dabei war, habe ich die Beetränder mit Natursteinen gefasst. Ein paar kleine Stapeleien konnte ich mir dabei wieder mal nicht verkneifen. Ich hätte sooo gerne noch ganz viele Steine im Garten. Leider sind sie ohne Auto nicht zu transportieren und wenn man sie kauft ist der Transport extrem teuer. In der Stadt liegen auch leider nicht überall Steine am Wegesrand. Noch ein Punkt um den ich Landbewohner beneide.

 

Natursteine im Garten

 

Es ist erstaunlich mit welcher Geschwindigkeit sich Pflanzen erholen wenn sie gute Bedingungen bekommen. Die schon sehr mickrige weiße Rose treibt schon nach wenigen Tagen neu durch. Ich bin also guten Mutes, dass sie im nächsten Jahr wieder ihre hübschen, kleinen Blüten zeigt.

 

 

Rosenaustrieb

 

Ein wenig Deko muss auch mit in die Beete. Neben der großen Keramikstele sind es Kugeln in diesem Beet. Hier drei Terrakottakugeln …

 

 

Tonkugeln im Beet

 

… und hier eine große Rosenkugel, auf der mal ein Frosch saß. Leider habe ich sie irgendwann demoliert. Aber das heißt ja nicht, dass man nichts mehr damit anfangen könnte. Im Beet platziert und mit Sempervivum bepflanzt kommt sie zu neuen Ehren.

 

 

Dekokugel mit Sempervivum bepflanzt

 

Dabei fällt mir ein: Warum sehen eigentlich frisch gepflanzte Bartirisrhizome von Weitem aus wie ins Beet geschmissenen Kartoffelschalen?

 

Dekokugel mit Sempervivum bepflanzt

 

 

Nachdem wieder Licht ins Dunkle kam, kamen auch wieder die Gehwegplatten zum Vorschein, die ich gegossen hatte. Inzwischen haben sie eine schöne Patina bekommen und fügen sich gut ein. Wer glaubt fossile Versteinerungen zu sehen – alles nur Fake. Bis auf die ab und zu eingegossenen Ammoniten die vor 65 bis 48 Mio. Jahren lebten. Die sind echt. Für die Abdrücke von Pflanzen, Schnecken und Seesternen bin jedoch ich verantwortlich.

 

 

Selbst gegossene Gehwegplatten

Selbst gegossene Gehwegplatten

 

 

Am anderen Ende des Beets blüht jetzt eine meiner Lieblingsstauden, die Lilientraube Liriope muscari.

 

 

Robust, genügsam und zuverlässig blühend und die Blütenstände in einem wunderschönen Violett. Was will man mehr?

 

Liriope muscari

 

 

Geschafft! Ich war heilfroh als ich das Beet fertig hatte – mein Rücken und mein Handgelenk übrigens auch. Dieses Rumgehacke mit kleinem Werkzeug ist elend.

 

Wer sich jetzt noch mal in Ruhe das ganze Beet und den Teichrand ansehen will … Voilá!

 

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https://www.youtube.com/watch?v=pwW8bNS0k6w

 

 

Und wer glaubt das wäre die einzige Buddelei gewesen täuscht sich. Aber dazu bald mehr.