Bierkasten und Melonenernte

Es war noch mal Beute machen angesagt. Gestern auf dem Flohmarkt, heute in der Gärtnerei.

Der Flohmarkt war sehr erfolgreich. Schon lange suchte ich nach einem alten Bierkasten aus Holz. Das einschlägige Auktionshaus hatte welche. Aber die Preise… Um die 50 Euro für so ein Teil. Nein Danke!

Gestern wäre ich auf dem Flohmarkt fast dran vorbei gelaufen. Er stand vor einem gigantischen Setzkasten an einen Zaun gelehnt – ganz hinten. Das war wohl auch der Grund warum er kurz vor Schluss noch dort stand. Niemand hat ihn bemerkt. Nach einem kurzen Verhandlungsgeschrei quer über mehrere Meter Verkaufsfläche hatte ich ihn. Für 7 Euro. Ich hätte schon wieder schreien könne – diesmal vor Freude.

Hier ist das Prachtstück. In der nächsten Zeit wird er sich mit Deko und Sempervivum füllen. Dann gibt es wieder Fotos. P1040571_1600x1600_1000KB

Heute dann noch ein paar Pflanzen aus der Gärtnerei für die Herbst-Terrasse. Gleich getopft und an ihre Plätze. Warme Farben für den Herbst.

P1040572_1600x1600_1000KB

 

P1040576_1600x1600_1000KB

 

P1040573_1600x1600_1000KB

Ein paar weitere haben noch nicht ihre Plätze eingenommen, daher gibt es die Fotos noch nicht. Sie werden wohl morgen folgen.

Gestern haben wir die erste Melone aus dem Gewächshaus geschlachtet. Ich war skeptisch ob in unseren Breiten eine Melone wirklich aromatisch ausreifen kann. Nun muss ich sagen – sie kann – und wie! Das ist mit Abstand die beste Melone die mir je untergekommen ist. Die Charentais-Balkon-Melone ‘Orange Beauty’ ist rückhaltlos zu empfehlen.

Ein ordentlicher Melonenduft meldete die Erntereife an. Gewicht fast 1,4 kg. Beim Aufschneiden dann kein grüner Bereich unter der Schale wie sonst üblich, sondern sehr saftiges Fruchtfleisch bis zur Schale. Der Geschmack ist genial. Ich hatte Glück, dass ich gerade noch das letzte Stück fotografieren konnte bevor es auch im familiären Gierschlund verschwand.

P1040588_1600x1600_1000KB

Nächstes Jahr werde ich zwei Pflanzen kaufen. Eine wieder fürs Gewächshaus und die zweite für einen Freilandversuch.

 

Im Garten wird es nun wieder bunter. Nach einer kleinen Sommerpause beginnen jetzt viel Herbststauden mit der Blüte.

Die Astern zum Beispiel. Sie gedeihen bei mir sehr gut. Fast schon zu gut, denn ich ich muss jedes Jahr Unmengen Sämlinge entfernen, sonst habe ich irgendwann nur noch Astern. Hier mal ein kleiner Überblick. Namen dazu habe ich kaum, da sie sich munter verkreuzen.

Es blühen weiterhin die Dahlien.

Dazu zeigen sich die Staudensonnenblumen nun in ihrer ganzen Pracht. Hier die Sorte ‘Lemon Queen’.

P1040632_1600x1600_1000KB

Und im Herbst besonders schön wie ich finde – Gräser.

P1040592_1600x1600_1000KB

Ganz klein aber sehr fein die zarten Schwimmblüten der Kanadischen Wasserpest.

P1040392_1600x1600_1000KB

Die Asarina scandens, auch Kletterndes Löwenmaul genannt, läuft gerade zu Hochform auf und schmiegt sich an die Ecke des Gewächshauses.

P1040635_1600x1600_1000KB

P1040633_1600x1600_1000KB

Beim Bau des Gewächshauses musste der Schuppenkopf Cephalaria gigantea weichen. Normalerweise blüht er im Juni. Dieses Jahr war aber nichts davon zu sehen und ich dachte schon er hätte das Umpflanzen nicht überlebt. Falsch gedacht. Jetzt hat er sich unerwartet mit einer Blüte zurückgemeldet. Sehr zu meiner Freude.

P1040389 Schuppenkopf Cephalaria gigantea_1600x1600_1000KB

Eine weitere Überraschung gab es vor einer Stunde. Als ich am Teich vorbei ging lag in der Sumpfzone ein Ball. Wie ein Tennisball nur bunt. Ich wollte ihn gerade nehmen und über den Zaun werfen, als aus dem Ball ein kleiner Kopf hochschnellte. Habe ich mich erschrocken. Einen sehr seltsamen Schlafplatz hatte sich die kleine Blaumeise da ausgesucht. So mit den Füßen im Wasser kann doch nicht gemütlich sein.

P1040604_1600x1600_1000KB

 

P1040604-crop_1600x1600_1000KB

Viel schwerer zu erwischen sind die vielen Halsbandsittiche, die sich schon seit ein paar Wochen jeden Nachmittag bis kurz vor Sonnenuntergang in den Bäumen in der Nachbarschaft versammeln. Extrem gut getarnt und pfeilschnell sind sie kaum mit der Kamera zu erwischen. Dafür ist ihr Geschrei unüberhörbar.

P1040552_1600x1600_1000KB

 

P1040565-crop_1600x1600_1000KB

Ganz leise dagegen sind die großen Waldtauben, die jeden Abend unseren Ahorn zum Schlafen aufsuchen. Da sie paarweise leben und ihr Revier verteidigen, schützen sie uns vor den Felsentauben, die als Flugratten verschrien, die Städte besiedeln und reichlich Schaden anrichten.

P1040377_1600x1600_1000KB

Auch ansonsten ist gerade viel tierisches im Garten unterwegs. besonders die Spinnen haben nun ihre großen Auftritte. Spinnennetze überall und wenn man nicht aufpasst landet man mit dem Gesicht darin. Igitt! Die Kreuzspinnen haben dieses Jahr enorme Größen erreicht.

P1040348_1600x1600_1000KB

Und die Krabbenspinnen lauern auf Beute.

P1040331_1600x1600_1000KB

Schnecken gibt es dank des nassen Augusts mehr als genug. Mit und ohne Eigenheim auf dem Rücken.

P1040351_1600x1600_1000KB

Und an den Malven leben Feuerwanzen in allen Größen.

P1040328_1600x1600_1000KB

 

P1040346_1600x1600_1000KB