Töpfe, Vasen und Café au lait

Das Wetter ist heute von einer unglaublichen Wechselhaftigkeit.

Strahlender Sonnenschein, plötzliche starke Windböen, dann Regen der waagerecht übers Land schießt wie aus einem Hochdruckreiniger. Nach zwei Minuten ist alles vorbei und die Sonne stahlt wieder. Das ist zwar nicht zum Gärtnern geeignet, aber es sorgt für dramatische Wolkenbilder und Lichteffekte im Garten.

Hier hinterm Gewächshaus beispielsweise tiefste Schatten mit Sonnenbalken. Ein Abbild der schwarzen Wolken am sonnigen Himmel.

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Diese Ecke blüht übrigens gerade besonders schön, wie ich finde. Die Mischung aus Rotem Sonnenhut Echinacea purpurea, Verbena bonariensis und weißen Tagetes finde ich sehr gelungen.

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Sogar die Dahlie ‘Café au lait’ spielt mit und zeigt in diesem Jahr zarte Rosatöne. Normalerweise ist sie Cremeweiß mit einer leicht beige-bräunlichen Mitte. Deshalb ist sie meine unangefochtene Lieblingsdahlie. Aber auch so ist sie sehr hübsch.

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Auch eine hübsche Kombi ist gerade im Hang zu sehen.

Fackellilie Kniphofia mit Echinacea und Heuchera sind ein perfektes Gespann. Allerdings müssen sie alle noch ein wenig an Größe zulegen. Sie wurden alle erst letzten Herbst gepflanzt.

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Das Gipskraut Gypsophylla , dass meine Freundin mir kürzlich geschickt hat, hat gleich ein Bild in meinem Kopf entstehen lassen. Diese zarte, filigrane Pflanze zu hartem Beton. Am Wochenende habe ich ihm also seinen eigenen Topf gegossen. Das Dekor stammt von der Rückseite von Broccoliblättern, die ich eingekürzt und an der Innenwand eines großen Plastiktopfs gestellt habe, nachdem der Boden gegossen war. Ein zweiter kleinerer Topf in die Mitte und die Zwischenräume vorsichtig mit Beton aufgefüllt, möglichst ohne die Blätter zu bedecken.

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Nun steht das Gipskraut mit seinem Betonschuh gleich an der Tür. Die Farben passen sehr gut zu der Bepflanzung im großen Metallkübel.

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Ein weiterer Betonguss ist noch in Arbeit. Nämlich eine Platte für das kleine Eisengestell, dass ich neulich vom Sperrmüll gefischt habe. Zwar liegt jetzt eine Betonplatte darauf. Aber die gekauften Gehwegplatten sind so dick. Das ist mir zu klobig und auch zu schwer, wenn das Tischchen bewegt werden soll.

Die neue Platte wird dünner und hat Schieferplatten, ein Gehäuse der Posthornschnecke und einen Ammoniten eingegossen. Übermorgen werde ich sie stürzen können und die Kanten bearbeiten. Dann noch ein – zwei Tage trockenen und sie kann in das Gestell.

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Den Regenzeiten zwischendurch sei Dank, habe ich im Haus auch noch etwas gemacht. Da über den Sommer praktisch alle Pflanzen draußen stehen, war die Ecke am Fenster im Büro/Gästezimmer noch ein wenig kahl. Die Erleuchtung kam heute, als mir einfiel, dass im Keller noch meine Minisammlung grüner alter Vasen steht. Die passen gut ins Farbkonzept des Raums. Noch ein wenig langweilig sahen sie aus. Etwas fehlte. Ein paar Kapseln vom Mohn und ein paar Blüten der Blauen Kugeldistel runden das Stillleben jetzt ab.

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