Schnelles Hochbeet im Geächshaus

Späte Aussaaten im Gewächshaus und fürs Freiland

Heute sind weitere Samen aus England angekommen. Späte Aussaaten lohnen sich, um auch im Spätherbst und im Winter noch etwas ernten zu können. Oder um im Frühling eine sehr frühe Ernte zu haben. Zumindest Salate und ein paar Kräuter sind mir wichtig. Die Auswahl in den Läden ist im Winterhalbjahr doch ziemlich beschränkt.

Späte Aussaaten

Spinat ‘Giant Winter’ und Feldsalat ‘Vit’ habe ich in Saatschalen gesät. Die stehen in einer schattigen Ecke um zu keimen. Sonne wäre zu warm.

Direktaussaaten funktionieren besonders beim Feldsalat, aber auch beim Winterspinat, bei mir meist nur schlecht oder sehr lückig. So setze ich später Büschel mit kleinen Jungpflänzchen an Stellen wo schon Lücken in den Beeten sind. Vorzugsweise in die Grundbeete. Dann ist die Erde über den Winter nicht nackt und diese Gründüngung ist essbar. In die Hochbeete kommen Pflück- und Kopfsalatsorten und Romanasalatherzen. Die können dann dort wenn es kälter wird leichter mit einem Vlies abgedeckt werden.

Zum ersten Mal gesät und noch nie gegesssen habe ich Tellerkraut oder auch Winterportulak Claytonia perfoliata.

Ich bin schon sehr gespannt wie der schmeckt. Dessen Samen stehen allerdings jetzt erst mal für ein – zwei Tage mit ihrer Saatschale im Kühlschrank. Ein Kältereiz von 2-5°C soll die Keimung fördern. Später soll das Tellerkraut dann den ganzen Winter hindurch nachwachsen – sofern es frostfrei ist – wenn man die Büschel kurz über dem Boden abschneidet. Hoffentlich vergesse ich die Schale nicht im Kühlschrank sonst wächst uns irgendwann das Zeug entgegen – hübsch gebleicht weil lichtarm gezogen.

Auch ins Gewächshaus kommen lebende Vorräte. Dafür brauchte ich aber erst mal eine Möglichkeit was anzupflanzen. Vor ein paar Jahren habe ich schon einmal den Boden ausgekoffert und Unkrautvlies verlegt damit die Baumwurzeln nicht mehr hineinwachsen und alles Wasser und die Nährstoffe wegnehmen, was regelmäßig zu einer Art Wüste führte. Leider haben die Wurzeln inzwischen doch einen Weg gefunden. Wir hatten wieder Wüste. Deshalb habe ich heute ein Stück umgegraben und all die Wurzeln ausgegraben. Dafür mussten zuerst mal die Meterbohnen weichen. Bis jetzt ist nicht mal der Ansatz einer Blüte in Sicht gewesen. Sie hatten ihre Chance und habe sie verpasst. RAUS!

Meterbohnen

Dann die Überlegung, dass  ein kleines Hochbeet ja sinnvoll wäre. Dann haben die Samen und Jungpflanzen mehr Erde unter den Wurzeln und bessere Bedingungen was Wasser, Wärme und Nährstoffe betrifft. Ich habe die ausgegrabenen Wurzeln, die klein geschnittenen Meterbohnenpflanzen und weitere Pflanzenabfälle unten reingelegt, die gelockerte Erde darüber und dann eine Schicht Kompost Jetzt brauchte ich um in die Höhe gehen zu können noch eine Einfassung. Im Gartenhaus stand ein schon lange nicht benutzter Frühbeetkasten rum. Warum nicht den nehmen. Wenn es arg wird kann man den im Winter auch noch schließen und hat so ein doppeltes Gewächshaus.

Blöd nur, wenn man so ein Ding ewig lange nicht mehr zusammen gebaut hat. Wir haben ungefähr 10 Versuche gebraucht bis gerade mal vier Teile korrekt zusammen gefügt waren. Peinlich!

Schnelles Hochbeet im Geächshaus

Aber zum guten Schluss haben wir es doch geschafft.

Schnelles Hochbeet im Geächshaus

Nun kam noch eine dicke Schicht frische Erde obendrauf. Dazu eine ordentliche Portion Kaffeesatz. Den nehme ich gerne zum Düngen. Man muss auf Dauer nur aufpassen, dass einem der Boden nicht versauert. Dann rechtzeitig kalken. Deshalb mische ich den Kaffeesatz gleich 1:1 mit gemahlenen Eierschalen.

Schnelles Hochbeet im Geächshaus

Als Erstes durfte in der Ecke noch eine Gurkenpflanze einziehen, die wir irgendwie immer vergessen haben, die aber trotzdem im viel zu kleinen Topf überlebte. Wenn auch klein und mit winzigsten Gürkchen. Jetzt kann sie sich austoben.

Dazu kamen ein paar vorgezogenen Pflücksalate und zwei Aussaaten. Zum einen eine spezielle Sorte Salatherzen für die Winterernte im Gewächshaus namens “Vailan Winter Gem”, und zum anderen eine besondere Salatmischung.

Späte Aussaat

In “Frilly Leaf Blend Salat Mix” sind verschiedene Blattpflanzen gemischt, die alle sehr jung geschnitten werden. Griechische Kresse, Grünkohl, Rucola und Senf. Also eine ziemlich würzige Angelegenheit. Die Mischung passt bestimmt wunderbar in andere, mildere Blattsalate oder zu Tomaten. Auf jeden Fall bringt sie etwas Abwechslung ins Wintergrünzeug.

Fertig ist erst mal. Jetzt dürfen die Pflänzchen wachsen und bevor es richtig kalt wird noch ordentlich einwurzeln.

Schnelles Hochbeet im Geächshaus

Bis bald

2 thoughts on “Späte Aussaaten im Gewächshaus und fürs Freiland

  1. Ich habe auch schon ein wenig Feldsalat ausgesät. Er ist anfänglich recht ordentlich gewachsen… jetzt stockt das Ganze allerdings. Mal sehen. Ich bin einfach nicht die Gemüsegärtnerin!
    Viele Grüße von
    Margit

    • Hallo Margit,
      vielleicht gibst du ihm jetzt eine Flüssigdüngung. Der Boden ist im Herbst oft schon ziemlich ausgepowert. Aber eher stickstoffbetont düngen. Er soll ja Blätter machen und nicht in Blüte schießen.
      Viele Grüße
      Claudia

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