Nasentomate und Gurken gehören ins Glas

Tomaten können niedlich sein.

Diese hier ist mal wieder ein Beispiel für den Humor der Natur. Sie schaut einen richtig lieb an mit ihrem riesen Zinken.

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Der Thymian ist sehr üppig gewachsen. Ergo ist es höchste Zeit ihn für den Winter zu konservieren. Hier ist die Ausbeute. Stattlich oder? Und wie das duftet…

 

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Allerdings trockne ich ihn nicht, sondern habe meine eigene Methode an die Blättchen zu kommen. Ich friere die ganzen Zweige, so wie sie hier auf dem Tisch liegen, in einer stabilen Plastiktüte ein. Wenn sie durchgefroren sind, nehme ich die Tüte und knete sie zwischen den Händen. Dabei fallen die Blättchen ab und sammeln sich als Bodensatz in der Tüte. Die Äste kann ich dann einfach herausnehmen. Die Blättchen schütte ich in einen Gefrierbeutel der dann im  TK-Schrank in der Küche auf Einsatz am Herd wartet.

Die meisten Taglilien sind inzwischen abgeblüht. Da sie jetzt nach und nach braune Blätter bekommen und nicht mehr schön aussehen, habe ich die Töpfe  hinter das Gartenhaus an den Kompostplatz verbannt. Dort können sie bleiben bis sie im Frühjahr, in frische Erde getopft, wieder zum Einsatz kommen. Satt dessen stehen am Gewächshaus jetzt Zuckerrohr, Dahlie, Buntnessel und Cannas und verbreiten dort etwas tropisches Flair.

 

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Mein Karamellstrauch Leycesteria formosa fängt an zu blühen. Letzten Sommer gepflanzt ist er nun ca. 2 Meter hoch. Man erkennt noch gut die gekaufte Größe des letzten Jahres. Aber keine Angst, das geht so nicht jedes Jahr weiter. Bei ca. 3 Metern ist Schluss. Jedenfalls schützt er nun den Ruheplatz vor Blicken. Das macht es gleich gemütlicher.

 

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Diese aus dem Himalaja stammenden Halbstäucher sind in unseren Gärten noch eher selten anzutreffen. Dabei hat er so hübsche Blütenstände.

 

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Im Weinbauklima ist er normalerweise immergrün. In kühleren Gegenden braucht er etwas Schutz im Wurzelbereich. Meist frieren die oberirdischen Teile ab, treiben aber im Frühjahr wieder durch. Er verhält sich dann also eher wie eine Staude. Die nach der Blüte erscheinenden Beeren sind geschmacklich wie herber Karamell. Allerdings sind sie winzig und nur zum Naschen geeignet.

Dann kam was kommen musste. Jedenfalls seit mindestens zwei Wochen an so ziemlich jedem Tag – Regen. Es tropft mal wieder gewaltig. So sehen die Tropfen fast aus wie Mini-Aliens.

 

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Also doch lieber ins Haus. Und da gleich in die Küche.

Wer einen Garten mit Gemüse hat kennt das. Jedes Jahr aufs neue freut man sich auf die erste Gurke. Auch die 2 – 5 werden noch freudig sofort verzehrt. Aber dann kommt der Punkt wo es einfach zu viele sind. Also Vorrat für den Winter schaffen. Einfrieren geht nicht bei Gurken, daher ab ins Glas.

Einkochrezepte fangen gerne an mit – – – 5 kg Gurken! Die habe ich NIE! gleichzeitig. Sie kommen in kleineren Mengen nach und nach. Zumal ich sie lieber jung ernte und nicht zu Keulen auswachsen lasse. Aus der Not geboren habe ich mir ein Rezept zusammen getüftelt mit dem ich Gurken und anderes Gemüse süß-sauer einlegen kann, ohne jedesmal einen riesen Aufwand zu betreiben.

Grundgerüst ist der Einmachessig. Der ist nicht gewürzt, das geschieht erst beim Einfüllen in die Gläser. Somit kann nach Herzenslust und je nach Gemüsesorte, alles mögliche an Kräutern und Gewürzen zum Einsatz kommen.

Und dann kommt der Clou. Nicht im Einkochtopf oder dem Backofen werden die Gurken sterilisiert, sondern in der Mikrowelle. Ja, ganz richtig, geschlossen und mit Metalldeckel in die Mikrowelle. Warum weiß ich nicht, aber das Metall der Deckel ist der Mikrowelle völlig schnurzpiepegal.

So mache ich das schon seit ein paar Jahren mit Erfolg. Geplatzt ist noch nie ein Glas und schlecht geworden nur sehr selten mal eins. Das lag aber dann an einem defekten Deckel bei gebrauchten Gläsern.

Zu den Rezepten geht es hier:
Einmachessig
Gurken süß-sauer

8 thoughts on “Nasentomate und Gurken gehören ins Glas

  1. Witzige Regentropfenfotos *lach*.

    Wir haben ja hier in der Vorderpfalz fast Weinbauklima, nicht ganz…aber bei uns schmeißt die Karamellbeere die Blätter ab und friert auch zurück. Nur diesen (quasi nicht vorhandenen) Winter nicht. Meine beiden sind auch so groß wie nie.

    Ich habe den Eindruck, die samen auch gut aus.

    Grüßle
    Billa 😉

    • Und, hast du inzwischen auch Beeren essen können? Ich ernte wie blöde, aber sie schmecken nur mir und keinem sonst. Also bleiben einige am Strauch, matschen und fallen ab. Wundert mich, dass die Vögel sie noch nicht für sich entdeckt haben.

      Sie samen aus, das ist nicht schlecht. Ich denke da an eine hübsche, leckere Karamellbeerhecke…

      Grüßle
      Billa
      😉

    • Nein, hier sind sie noch nicht reif. Vermutlich weil der Strauch nicht vollsonnig steht.
      Ich denke die Vögel sehen die Beeren nicht weil sie dunkelbraun sind. Die Beeren der Felsenbirne fressen sie auch nur rot und unreif. Sobald sie reif und dunkel sind , lassen sie sie in Ruhe.

      Hecke klingt gut. Nur als Sichtschutz ist sie wohl eher unbrauchbar.

  2. Sterilisiern in der Mikro…auf so ne Idee kommt auch nur Claudi *daumenhoch*

    und der Karamellstrauch steht winterhart bei einer Freundin bei mir im Garten…viell komme ich Ende August dazu dort mal ein Foto zu machen…der ist wunderschön und üppig.

    Dein Essigbaum gefällt mir sehr gut Claudia…der ist ganz toll malerisch gewachsen…:)

    Sooo schön bei Dir 🙂

    GLG lavi

    • Die Idee mit der Mikro habe ich auch aus dem IN.
      Au ja. Mach mal Fotos.
      Dankeschön.

      Lg
      Claudia

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