Küchengarten – ein Rundgang

Heute ist es kalt, sehr kalt – Schafskälte. Keine Lust im Garten zu arbeiten. Selbst das Basilikum auf der Küchenfensterbank sieht aus als wenn es fröstelt.

 

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Basilikum ‘Green Globe’, ‘Siam Queen’, ‘Salatblättriges’

 

Also mache ich lieber einen Rundgang durch Küchengarten und Gewächshaus und schaue was die momentane und die zukünftigen Ernten machen.

Die Erdbeeren haben uns reichlich beschert und tun es noch. Gestern hab ich eine große Erdbeer-Joghurtsahne-Torte gemacht und heute sind schon wieder reife Früchte da. An der Mieze-Schindler zum Beispiel.

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Diese Sorte werde ich auf jeden Fall für eine Vermehrung durch Absenker vormerken. Die Früchte sind sooo lecker. Ebenso die Mieze Nova.

 

 

Die Feige setzt Früchte an. Ich hoffe sie werden in diesem Jahr ausreifen und eine reiche Ernte bringen, denn meine Feigenmarmelade ist alle. Letztes Jahr reichte es nur zum Naschen.

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Überreich trägt auf jeden Fall die Tafeltraube ‘Vanessa’. Damit sich die Beeren gut entwickeln können werde ich sie auf jeden Fall ausdünnen müssen. Aber erst später im Sommer.

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Dann wird aus den unreifen Trauben wieder Verjus gemacht. Ein seit Urzeiten bekanntes und von der Spitzengastronomie und guten Winzern wieder entdecktes Säuerungsmittel, welches wie Essig oder Zitronensaft verwendet wird, aber viel feiner würzt. Die Preise dafür sind enorm, die Herstellung simpel. Daher lohnt sich das selber machen auf jeden Fall.

Eben so gut tragen die Zuckererbsen. Besonders die alte Sorte  ‘Frühe Niedrige Volltragende’ bring zwar kleine Früchte aber dafür in Massen. Ich muss sie jeden Tag durchpflücken. Sie wird nur 50 cm hoch und braucht wenig Platz. Diese Sorte wird im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder angebaut.

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Auch die ‘Riesensäbel’ (‘Schlachtschwert’) bringt guten Ertrag mit weniger aber dafür sehr großen Schoten. Die Pflanzen sind allerdings inzwischen fast 2 Meter hoch und brauchen Stangen wie Bohnen.

 

Die Kartoffeln haben sich alle gut entwickelt. Welche Sorte wirklich guten Ertrag bringt wird sich später zeigen. Aber zumindest sind alle gut im Laub und gesund.

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Gut wachsen auch die Kohlsorten. Immerhin wurden sie bisher vom Kohlweißling verschont. Hoffen wir, dass es so bleibt.

Der Pflücksalat schießt inzwischen und wird bald blühen. Noch ein paar Tage kann ich ernten, dann ist Ende. Aber der neue Salat ist bereits als Jungpflanzen vorhanden. Eine kleine Erntelücke wird es geben aber das ist ok.

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Bei den Radieschen scheinen nicht alle Knollen zu bilden.

Dafür ist die Aussaat der Roten Bete gut gekommen.

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Die Zucchini ‘Black Forest’, eine kletternde Sorte die wenig Platz braucht, setzt die ersten Früchte an. Diese bleiben hoffentlich erhalten. Denn oft faulen die ersten Fruchtansätze an Zucchini weg, weil noch keine männlichen Blüten zum Bestäuben da waren. Eine war da. Ob sie ausgereicht hat – ich werde es bald wissen.

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Unter dem Schutzvlies haben sich die Möhren und Pastinaken auch sehr zufriedenstellend entwickelt ohne von Schädlingen befallen worden zu sein. Ob ich allerdings rote Zwiebeln ernten kann wage ich zu bezweifeln. Sie machen gar keinen guten Eindruck.

Alle Bohnensorten brauchen noch bis zur Blütenbildung. Es ist aber ja noch verhältnismäßig früh im Jahr. Durch den milden Winter und die nach vorne gezogene Saison täuscht man sich und glaubt es wäre schon viel später im Jahr. Aber es ist noch viel Zeit.

Der Blumenkohl ist abgeerntet. An seine Stelle kommen jetzt weitere Buschbohnen an den frei gewordenen Platz im Hochbeet.

Weiter geht es im Gewächshaus bei den Gurken. Auch sie kommen in die Gänge und blühen.

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Die Tomaten haben schon die ersten Früchte. Um die Bestäubung sicher zu stellen muss die fehlende Windbewegung unter Glas durch regelmäßiges Rütteln der Pflanzen ersetzt werden.

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Bei den Paprika wird es noch etwas dauern, auch wenn hier erste Knospen zu sehen sind.

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Nur die Auberginen machen mir Sorgen. Die Pflänzchen sind immer noch sehr klein und wollen nicht richtig wachsen.

Insgesamt bin ich mit der momentanen Entwicklung im Gemüsegarten jedoch zufrieden. Wir werden sicher eine gute Ernte haben und noch einiges für den Winter konservieren können. Es sind ja noch ein paar Monate Zeit.

 

Noch schnell einen Blick in den Ziergarten:

Die freie Stelle im überarbeiteten Staudenbeet hat Zugänge bekommen. Eine weiße Zwergrose und eine eben so weiße Hortensie sind mir auf dem Markt zugelaufen. War ja klar, dass der Platz nicht lange leer bleibt.

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Drei weitere Taglilien blühen. Alle drei sind Neuzugänge aus 2013 und zeigen ihre Blüten zum ersten mal.

 

12 thoughts on “Küchengarten – ein Rundgang

  1. Moin du,

    dein Gemüseanbau ist einfach toll, jedes Jahr find ich’s super, wie du ihn möglichst lückenlos planst, ausführst und dann auch noch was Gutes aus der ernte ochst oder einmachst. Hut ab!

    Deine 2013er-Taglilien sind wunderschön!

    Ich stimme zu, ich bin auch ganz happy mit der ‘Mieze Schindler’ und der ‘Mieze Nova’. Heuer haben auch wir mal wieder eine anständige Erdbeer-Ernte, und ich kann endlich bestimmen, was all die namenlosen Absenker für Sorten sind, sofern ich sie erkenne. Meist ist es einfach: Mieze Schindler hat exzessiv gesenkert und trägt ganz toll.

    Zu Marmelade reicht es bei uns Fresserchen nie, wir, äh, ich pflüce zZ einmal die Woche einen wildbunten Beerenteller, und den Rest der Woche mampfen wir den dann klein.

    Da wir aber irgendwie immer weniger Marmelade essen, passt auch das ganz gut.

    Für eine üppige Feigenernte drück ich dir die Daumen!

    Bussi
    Billa

    • Ja genau, du ‘ochst’ was – Mist! *g* – k-k-k-k-kochst, mein ich. Ich ‘plüce’ eigentlich auch nicht, sondern…ach, weißt schon. Viel zu früh, da sind die Vertippsler schon fit, aber ich noch nicht.
      *Flunsch zieh*

    • Moin Billa,

      breites Grinsen. Jetzt weißt du warum ich nie so früh aufstehe, wenn ich nicht zwingend muss.

      Denk dran – nicht zu viele Absenker an den Erdbeeren lassen. Sie werden dann eher schwach und schwächen auch die Mutterpflanzen zu sehr. Lieber nur die zwei bis drei kräftigsten an der Pflanze lassen. Die restlichen abreißen. Meine machen bisher noch keine Absenker, sondern konzentrieren sich noch auf Fruchtbildung.

      Danke fürs Daumendrücken. Vielleicht schaffen wir dieses Jahr ja wieder mal gemeinsames Feigenmampfen auf der Treppe vorm Haus.

  2. Hallo Claudia,
    auf der Suche nach Riesen Säbel Erbsen bin ich auf Deinen Blog gestoßen und finde ihn ganz toll. Werde gleich noch ein bisschen stöbern gehe.
    Wie oben schon geschrieben suche ich schon lange den Erbsen “Riesen Säbel”.
    Kannst Du mir verraten, wo man diese kaufen kann. Im Internet habe ich mich wundgesucht.
    Ich wäre sehr dankbar über einen Tipp.
    Ich sage Schon mal vielen Dank würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    Ein schönes Wochende noch und ganz liebe Grüße

    Sylvia Metzger

    • Hallo Silvie,

      ich freue mich, dass dir mein Blog gefällt. Zu den Riesensäbeln kann ich dir leider auch nicht helfen. Ich hatte meine Samen aus einer Genbank. Leider geben sie inzwischen keine Samen mehr an Privatleute ab. Ich kann dir aber als Ersatz die Sorte ‘Schweizer Riesen’ wärmstens empfehlen. Sie ist eben so lecker und ertragreich mit ihren großen Schoten. Ich habe sie sogar in Verdacht die gleiche Sorte mit anderem Regionalnamen zu sein.

      Liebe Grüße
      Claudia

    • Oh vielen Dank liebe Claudia,
      das hab ich mir fast gedacht. War mir aber nicht sicher.
      Mein Vater hat die früher immer in seinem Garten angebaut. Und er meinte zuerst sie heißen Schweizer Riesen Säbel, bis ich dann herausgefunden habe dass es entweder Schweizer Riesen oder Riesen Säbel sind.
      Ich werde mir die Schweizer Riesen auf jeden Fall bestellen. Da das ja eine alte Sorte ist, dürften das keine Hybrid – Erbsen sein, oder?

    • Noch eine Frage,
      ich habe einen Shop gefunden, der die Schweizer Riesen verkauft. Da steht “für Frischverzehr” bedeutet das, man kann sie nicht einfrieren?
      lg.
      Sylvie

    • Ich friere sie jedes Jahr ein. Nur eine!!! Minute blanchieren und kalt abschrecken reicht da sie schnell gar sind und sonst matschig werden. Dann kannst du sie ohne Probleme einfrieren. Die großen Erträge kannst du frisch auch kaum verbrauchen – es sei denn du hast eine Großfamilie die gewillt ist zwei mal pro Woche Zuckererbsen zu essen. Aber natürlich schmecken sie frisch am besten. Aber das ist ja bei fast allem so.

    • Ja, das ist eine alte und samenfeste Sorte. Wobei ich mir jedoch nie Samen nehme, denn ich baue immer mindestens 2 Sorten Erbsen an. Die würden sich untereinander verkreuzen, da sie in meinen Minigarten so nah beieinander stehen.

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