Felsenbirne Amelanchier

Herbtsfarben

Es wird zusehends bunter im Garten. Zum Grün kommen immer mehr Rot- und Gelbtöne. Momentan kann ich es noch genießen bevor wir wieder in unglaublichen Mengen von Herbstlaub ersticken und die Ahornnasen zu Tausenden an den unmöglichsten Stellen keimen.

Deshalb jetzt zu den erfreulichen Seiten des Herbstes. Beispielsweise wenn sich ein leuchtend buntes Blatt dekorativ in den Bach legt.

 

Herbstlaub

 

Oder die Bleiwurz Certostigma plumbagenoides im Hang blüht. Sie macht sich immer breiter. Aber ich mag sie sehr.

 

Bleiwurz Certostigma plumbagenoides

 

Die weinroten Knospen mit den Blüten in so klarem Blau sind eine tolle Mischung. Ausseredem ist kaum eine Pflanze derart robust.

 

Bleiwurz Certostigma plumbagenoides

 

Dazwischen leuchten an verschiedene Stellen orangfarbene Beeren in kleinen Trauben. Wer denkt schon an Herbstfarben wenn er an Maiglöckchen denkt. Das sind die dazugehörigen Früchte. Aber nicht essen – giftig.

 

Maiglöckchenbeeren

 

Die Blätter der Felsenbirne Amelanchier liegen schon fast alle am Boden. Nur ein paar Reste leuchten noch in der tiefstehenden Sonne.

 

Felsenbirne Amelanchier

 

Oben leuchtet der blaue Himmel schon durch kahle Zweige.

 

Felsenbirne

 

Wo wir gerade bei kahl sind. Wenn das so weiter geht sind meine Engelstrompeten Brugmansia auch kahl. Jedenfalls was die Blüten betrifft. Irgendwer hat die nämlich zum Fressen gern. Die Blätter werden weitgehend verschont, während die Blüten unter fortschreitender Skelettierung leiden. Ich wüsste zu gerne wer da mampft.

 

Engelstrompete

 

Dank der kräftigen Regenfälle der letzten Wochen geht es den Stauden jetzt einigermaßen gut. Sie können zwar das geringe Wachstum des trockenen Sommer nicht mehr aufholen, hängen aber auch nicht mehr schlapp im Beet.

 

Herbststauden

 

Herbststauden

 

Asternblüte

 

Und es ist Asternzeit. Ich habe schon lange keine Ahnung mehr welche Sorten da in meinem Garten wachsen oder mal wuchsen, denn sie sind so paarungsfreudig, dass alle möglichen Nachkommen hier herum stehen. Aber sie dürfen das. Sie sorgen jedes Jahr für einen Blühhöhepunkt bevor es winterdüster wird. Und die Bienen freuts auch. Die können sich jetzt noch mal den Stock füllen.

 

 

Asternblüte

 

Asternblüte

 

Was mich dieses Jahr im Stich lässt sind die Hallimasche. Sonnst habe ich immer kiloweise dieser leckeren Pilze im Garten. Dieses Jahr kaum. Ein paar einzelne an den Holzbohlen – das wars. Darüber freuen sich gleich nach Erscheinen die Schnecken.

 

Hallimasch

 

Hallimasch

 

Hallimasch

 

Dafür hat und die Natur gleich hinterm Gartenzaun jede Menge Champignons auf die Wiese gekippt.

Die hatten wir noch nie. So eine Abwechslung im Pilzmenü ist ja auch nicht schlecht. Abends gab es dann Champigons in Rahmsoße mit Omelett und Salat. Lecker! Ungefähr ein Kilo Pilze konnte ich noch einfrieren. Jetzt wächst aber leider nichts mehr nach. Ein paar vereinzelte Nachzügler hat der Regen zermatscht. Schade!

 

Wiesenchampignons

 

Wiesenchampignons

 

Wiesenchampignons

Die Fotos sind keinesfalls zur Bestimmung von Pilzen geeignet, und sind keine Essensfreigabe!!!

 

Sogar meine verhassten Ahornsamen sehen jetzt noch hübsch aus, wie sie da auf meinen selbst gegossenen Trittplatten liegen.

 

 

In der Wolle am Stamm der Hanfpalme Trachycarpus fortunei hat sich Dost, Wilder Majoran Origanum vulgare angesiedelt. Dass das Zeug robust ist ist mir klar. Aber der Platz ist doch gewöhnungsbedürftig. Ich brauche Dost nicht oft in der Küche, aber ab und an fülle ich eine Forelle damit. Noch ein bisschen Knoblauch, Salz und Pfeffer und ab in Folie in den Backofen.

 

 

Und zum Schluss noch ein Blick nach oben. Wenn die Sonne durch die Palmwedel scheint kann man sich wunderbar weg träumen. Irgendwohin wo es in den nächsten Monaten Sommer ist.

 

 

 

Bis bald

                             

 

 

 

 

 

 

 

One thought on “Herbtsfarben

  1. Ach, der Herbst ist einfach wundervoll! Diese Farben sind einfach traumhaft. Wir hatten dazu noch herrlichen Sonnenschein und alles leuchtet gleich nochmal so schön. Wir haben im Moment auch wieder Massen an Laub von unserer riesigen Esche. Allerdings ist das ganz OK. Ich verteile es unter den Sträuchern. Dort kann es in Ruhe verrotten. Eschenblätter verrotten sehr gut und schnell. Mit Ahorn habe ich da keine so guten Erfahrungen. In meinem alten Garten habe ich auch überall Ahorntriebe. Ich weiß nicht, wieviele Tausend ich da im Laufe des Sommers ausreiße!
    Viele Grüße von
    Margit

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