Sukkulentenbeet

Neues Beet für alte Semperviven

Im Laufe der Jahre hat sich bei mir eine ordentliche Menge verschiedener Sempervivumsorten angesammelt. Bisher waren sie an diversen Stellen und in diversen Gefäßen verteilt. Nach drei Jahren sah es dann aber nicht mehr so nett aus. Der alte Bierkasten – hier bei der frischen Bepflanzung – ist in die Jahre gekommen. Die Erde zum großen Teil ausgeschwemmt und die Pflanzen nicht mehr schön sondern wild gewuchert. Die Schalen sahen auch nicht besser aus.

 

 

Bis Mai müssen aber alle Semps, aus einem bestimmten Grund, wieder in optischer Bestform sein. Klar, alle neu mit frischer Erde zu versorgen und in die alten Gefäße zurück zu pflanzen wäre eine Möglichkeit gewesen. Da unser Garten aber jetzt sonnig ist, tun sich ganz neue Möglichkeiten auf. Die beste Option war für mich das lange, schmale Ziegelbeet am Gewächshaus. Das stand nach den Tomaten leer und harrte der Pflanzen die da kommen.

 

Sukkulentenbeet

 

Erst mal musste Erde nachgefüllt und aufgearbeitet werden. Dazu wurde magere Erde mit sehr grobem Sand und dem Splitt aus fein zerkloppten Blumentopfresten vermischt. Diese Mischung lässt Wasser gut abfließen und bleibt strukturstabiler als Blumenerde. Ersatzweise kann mit Kakteensubstrat gearbeitet werden – aber das kostet bei der Menge aber einiges.

Dann gings an Pflanzen. Alle Semps austopfen, von Abgestorbenem und teils der alten Erde befreien. Die Sorten, die Kindel mit langen Schnüren bilden, kamen in den Vordergrund. Die wachsen dann irgendwann malerisch über die Ziegel. Deshalb habe ich auch an den beiden Enden und in der Mitte mit kriechenden Sedumarten ergänzt.

 

Sukkulentenbeet

 

In der Mitte wollte ich etwas höher wachsendes haben. Lavendel ist da das Mittel der Wahl. Der kommt mit den Gegebenheiten auch sehr gut klar. Da ich ihn im Topf hatte und ihn nicht regelmäßig zu kompaktem Wuchs geschnitten habe, wird er jetzt hoffentlich als knorriger Strauch in die Höhe wachsen. Ich mag es wenn sie etwas wilder aussehen.

 

Sukkulentenbeet

 

Noch ein wenig Terrakottadeko zur Abrundung. Ein Pinienzapfen und eine Öllampe. Letztere ist nicht mehr benutzbar aber immer noch dekorativ.

 

Sukkulentenbeet

 

Eine Schale mit Sibirischen Panzerwurzen Orostachys spinosa steht hier auch noch. Seit Jahren sind sie keinen Millimeter mehr gewachsen. Warum das so ist, ist mir völlig unklar. Meine Freundin hat mit ihren das selbe Problem. Aber ich kann die Hoffnung einfach noch nicht aufgeben.

 

Sukkulentenbeet

 

Auf die Ränder kann ich im Sommer die kälteempfindlichen Sukkulenten stellen, die jetzt noch im Gewächshaus stehen. Die bringen dann zusätzliche Höhe.

 

Sukkulentenbeet

 

Vielleicht werde ich das Beet auch noch ein bisschen nach hinten erweitern. Mal sehen. Für heute bin ich aber sehr zufrieden. Das letzte bisschen Sonne beleuchtete als ich fertig war noch die eine Beethälfte.  Ein Kaffee bevor es dunkel wir geht noch.

 

Sukkulentenbeet

 

Als ich mich setzen will ist der Stuhl aber dermaßen zu geschissen, das daran kein Denken ist. Auch Bank, Tisch und er zweite Stuhl sehen eher unappetitlich aus. Bei einem Blick in die Eberesche erkenne ich klar zwei perfekte Landezweige für die kleinen, gefiederten Scheißer – genau über dem Sitzplatz. Hier sitzen wir! Die Piepser können woanders Platz nehmen. Also schnappt sich mein Mann die Leiter und die Säge um dem Abhilfe zu schaffen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der komplette Ast ziemlich ungesund aussieht. Tote Zweige, Rindenablösungen und Pilzbefall. Da bleibt nur die komplette Entfernung.

Es ist schon erstaunlich wie hoch die kleine Eberesche dann doch ist. Und wie lang der Ast und wie breit verzweigt.

 

Baumschnitt

 

Dass ich das meiste davon allen Ernstes ganz leicht mit den Händen in kleine Stücke zerlegen konnte, bestätigt, dass der Ast krank war. Auch wenn er noch dünn ist will ihn doch niemand auf die Birne kriegen.

 

Baumschnitt

 

 

Nach ein wenig Reinigung ist es mit dem Kaffee dann doch noch was geworden.

 

 

Bis bald

                                       

 

 

 

Nimmt teil an der Linkparty von “Ein Fachwerkhaus im Grünen”.

 

 

 

 

6 thoughts on “Neues Beet für alte Semperviven

  1. Hallo Claudia,
    jepp, das Ziegelbeet schreit geradezu nach Sempervivum! Etwas Hohes in die Mitte zu setzen ist auch nicht verkehrt. In meinen Durchschlag habe ich zu den Sempies noch eine kleine Ranken-Glockenblume gesetzt. Ich hoffe, dass sie das schafft mit dem Malerisch-Rumhängen…
    VG
    Elke

    • Och, das wird schon werden, Elke. Rumhängen ist doch soviel einfacher als eine stramme Haltung zu bewahren.

  2. Ich liebe Dachwurzen! Man kann sie einfach überall pflanzen. Ich denke, die überleben auch ohne Erde, Wasser und Nährstoffen.
    Viele Grüße von
    Margit

  3. Hallo Claudia,
    das ist tatsächlich ein prima Platz für Semperviven (zumindest mal optisch 🙂 ). Wenn Du die Mauer noch begrünen willst: Einfach ein paar Ableger in die Mauerspalten stecken. Funktioniert wunderbar.
    Liebe Grüße,
    Krümel

    • Die Mauer bleibt solange frei bis ich es endlich geschafft habe aus einer Naturstenmauer in der Nähe einen Ableger vom Streifenfarn zu pulen. Das versuche ich seit Jahren vergeblich. Dabei sind die sooo schön. Träum…

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