Jetzt herbstelts wirklich

Dass der Herbst Einzug hält ist nun wirklich nicht mehr zu verleugnen –  auch wenn ich das gerne täte. Nach einer Woche mit einer feinen Grippe – arg früh im Jahr – bin ich fast wieder fit.

Heute fing der Tag dann so richtig gut an. Hatte ich schon erwähnt, dass ich vor dem ersten Kaffee ziemlich unansprechbar bin? DAS hat es nicht besser gemacht.

 

 

Nachdem ich die Sauerei beseitigt hatte, ist mit dann vom Fenster aus aufgefallen, dass das Laub zum Teil schon richtig bunt wird.

Bei der Eberesche Sorbus aucuparia ist das braune Laub zum Teil eine Folge der Dürre. Doch auch hier färbt es jetzt herbstlich in goldgelb. Schön wären jetzt die roten Beeren dazu. Die Halsbandsittiche haben aber schon längst fast alles abgerissen. Von weitem sieht der Baum schöner aus als aus der Nähe. Dann sieht man einige Schäden – auch faustgroße Löcher im Stamm, die von Kellerasseln verursacht werden. Somit steht der Baum leider auch auf der Abschussliste.

 

 

Die Felsenbirne Amelanchier färbt ihre Blätter ins Rötliche. Das geht dann weiter fast zu Pink. Leider hält es nicht lange. Die Blätter fallen sehr schnell ab. Dann steht sie wieder nackt im Garten rum.

 

 

Dem Ende zu neigt sich die Blüte der Amerikanischen Goldrute Solidago. Sie sät sich immer wieder vom nahe gelegenen Bahndamm her aus. Würde ich sie lassen, wäre in wenigen Jahren der Garten einen Monokultur. Ich mag die Blütenstände, aber dann fliegt sie raus bevor sie sich weiter aussäht.

 

 

Klammheimlich hinter den Tomaten blühen die ersten Astern. Es werden noch viele folgen.

 

 

Die Lilientraube Liriope muscari blüht auch. Sie ist eine meiner Lieblingsblumen. Extreme Robustheit und vor allen Dingen Trockenheitsresitenz, dank Speicherorganen an den Wurzeln, machen sie zur idealen Pflanze für Dürrejahre. Halbschatten reicht ihr. Man sollte sie sich merken.

 

 

Blau gehts weiter.

Bleiwurz Ceratostigma plumbagenoides hat jetzt Hochsaison.

 

 

Und die Glockenblume Campanula portenschlagiana schreit auch noch mal “Hier!”

 

 

Das hier ist eine Sammlung von Sämlingen, die ich aus verschiedenen Töpfen gerettet habe. Witzigerweise hatte ich dieses Jahr weder Eisbegonien noch Fleißige Lieschen. Es müssen also blinde Passagiere in der Blumenerde gewesen sein.

Ich werde versuchen sie über den Winter zu retten. Vielleicht geht das im Gewächshaus.

 

 

Die Fette Henne Sedum telephinum ist gerade ein Bienenmagnet. Es summt und brummt nur so. Drei bis vier Bienen auf einem Blütenstand sind die Regel. Was für ein Gewusel.

 

 

Wieso fällt mir erst jetzt auf wie gut Sedumblüten duften?

Die Nachbarpflanzen werden da fast schon neidisch.

 

 

Und zum Schluss bin ich endlich dahinter gestiegen wieso meine Möhren so langsam wachsen. Ich habe Schneckenmöhren.

Kein Wunder, dass die so lahm sind, wenn sie hinten noch ein Haus mitschleppen.

 

 

Und das leidige Thema Pflanzen einräumen ist auch schon wieder präsent. Zumindest den ganz empfindlichen Exoten wird es jetzt nachts zu kalt draußen. Hab ich die nicht gefühlt gerade erst raus gebracht? Und wie immer fehlen Übertöpfe. Dazu morgen mehr.

 

Bis dann

 

 

 

 

 

 

 

 

6 thoughts on “Jetzt herbstelts wirklich

  1. Hallo Claudia,
    haha, Schneckenmöhren, die sieht aber auch wirklich so aus!
    Bei uns wird das Laub auch bunt, aber ich befürchte, das ist die Trockenheit und nicht der Herbst, blöd. Hoffentlich gibt es nicht nächstes Jahr wieder so einen trockenen Sommer…
    VG
    Elke

    • Hallo Elke,
      ja, das wäre zu wünschen. Aber wir müssen es halt nehmen wie es kommt.
      Grüße
      Claudia

  2. Liebe Claudia, ich bin auch eine Eule.. Nach dem dritten Kaffee geht’s dann mal so langsam. Hast mein volles Mitgefühl 😉 die Herbstimpressionen waren sehr schön, freu mich auf mehr!
    Hab’ auch schon mal angefangen mit den Sukkulenten, mag noch gar nicht dran denken.
    Viele liebe Grüße,
    Bianca

    • Hallo Bianca,
      ich hänge mental noch zwischen “Wie schön” und “Bäh, nicht schon wieder Herbst.” Mal sehen wie es in ein paar Tagen aussieht.
      Grüße
      Claudia

  3. *laut-lach*
    Hallo Claudia,
    *pruust*
    die Kaffeetasse….omg…. großartig. Ich glaub ich wäre ausgeflippt. Wie Rumpelstilzchen…
    Und die Schneckenmöhre ist genauso großartig! Ich schmeiß mich weg… *lach*…
    Liebe Grüße,
    Krümel (die sich gerade die Tränen aus den Augen wischt….)

    • Hallo Krümel,
      wenn sich noch jemand amüsiert, hat der Brillenslapstick doch wenistens noch einen vernünftigen Sinn. Naja, ich hab schon ziemlich laut Sch… gebrüllt. Im Nachhinein war’s dann doch lustig.
      Grüße
      Claudia

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