Jede Menge Weihnachtsmänner

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Heute wird es ein ruhiger Sonntag. Keine Gäste, keine Arbeit. Gemütlich in Gammelklamotten abhängen, nicht schminken, nicht auftakeln. Stattdessen Sofa und relaxen.

Geweckt wurde ich heute morgen in aller Frühe von: chchch … chchch… chchch. Ihr kennt dieses Geräusch von Eiskratzern auf Autoscheiben. Ab ans Fenster –  Iiiihhhh! Der erste Schnee kam über Nacht. Bei dem Anblick habe ich schon gar keinen Bock raus zu gehen.

 

 

 

 

Da es in dieser Jahreszeit sowieso nicht so wirklich viel im Garten zu tun gibt, fasse ich mal ein paar Bilder aus den letzten Tagen zu einem kleinen Überblick zusammen.

Bemerkenswert sind wieder mal einige Pflanzen, die zur Unzeit glauben, ein paar Blüten könnten nicht schaden. Recht haben sie. Auch wenn ich dann schlagartig wieder Sehnsucht nach dem Sommer kriege. Lavendel ist nun wirklich keine Pflanze, die man zwangsläufig dem Advent zuordnet. Hat ihr aber anscheinend keiner gesagt.

 

LAvendel

 

Mitten im Hang beim Habichtkraut dasselbe Spiel. Ich hoffe nur, dass Samen keine Chance haben, denn das Zeug ist invasiv. Insekten zum Befruchten sind keine unterwegs, und wenigstens zur Samenreife sollte es den Blümchen denn doch zu kalt sein.

 

Habichtkraut

Selbst im Moorbeet blüht es. Ist das normal für Sonnentau?

 

 

Dagegen wirken die Samenstände der Goldrute so richtig schön “normal”. Braune Blätter und Samenpuschel passen einfach besser in unser Bild vom Dezember. Schade, dass sie jetzt schnell weg müssen. Möglichst ohne viel Samen zu verstreuen. Denn auch Goldrute ist invasiv.

 

 

Was mich fast noch mehr erstaunt sind die vielen frischen Austriebe an den Stauden. Der Akanthus war über den Sommer fast nicht mehr zu sehen. Jetzt hat er wieder knackig grüne Blätter wie im Frühling. Die Dürre war der Grund. Die Herbstregenfälle haben ihn wieder fit gemacht.

 

 

Auch an den Fetten Hennen Sedum telefinum habe ich kleine Neutriebe entdeckt. Spannend, dass es ausgerechnet die robusten, trockenheitsverträglichen Pflanzen sind die jetzt treiben. Gerade ihnen hätte doch der trockenen Sommer nichts ausmachen dürften. Ob all das junge, weiche Grün den Winter übersteht? Vermutlich nicht. Jedenfalls nicht wenn es richtig frostig werden sollte.

 

 

Die Pilze kommen jetzt erst in Schwung. Der Rotstielige Rübling ist wieder da. Leider an einem total verregneten Tag entdeckt. So voll gesaugt mit Wasser wie sie sind ist ernten blödsinnig. Schade. Aber vielleicht kommen ja noch welche nach.

 

Rotstielige Rübling

 

Auch der Hallimasch steht rum wie begossener Pudel.

 

Hallimasch

 

Im Haus wird es jetzt bunt. Ich habe mich doch getraut die blühenden Weihnachtskakteen aus dem Gewächshaus ins Haus um zu siedeln. Im Flur stehen sie jetzt. Da ist es nicht ganz so warm und heizungstrocken. Nach wenigen Tagen öffnen sich nun die ersten Knospen.

 

Weihnachtskaktus Schlumbergera

 

Außerdem sind sie im Eingangsbereich gut zu sehen. Hier lenkt keine Weihnachtsdeko von den schönen Blüten ab.

 

Weihnachtskaktus Schlumbergera

 

Auf der Wohnzimmerfensterbank stehen Kirschzweige in der Vase. Ich habe sie nach alter Tradition am 04. Dezember geschnitten. Dazu gibt es die Legende der heiligen Barbara. Da ich mit Heiligen nichts am Hut habe, möge wer mehr darüber wissen möchte Google befragen. Ich kenne die Tradition aus meiner Familie mit der Geschichte, dass Zweige am Barbaratag geschnitten Glück und Reichtum bringen wenn sie an Weihnachten blühen. Es würde schon eine einzige kleine Blüte reichen. Noch sind sie jedenfalls nicht vertrocknet. Hoffen wir mal.

 

Barbarazweig

 

Gestern Nachmittag wurde es dann plötzlich draußen ziemlich laut. Motorenlärm als wäre eine ganze Bikergang um unser Haus unterwegs. Blick aus dem Fenster: Jawoll! Jede Menge dicke Maschinen mit Weihnachtsmännern.

Wer jetzt denkt das wäre ein Witz … Nein, das ist durchaus ernst gemeint. Denn diese Bikerinnen und Biker fahren so immer am Samstag vor dem 3. Advent durch Köln.

 

 

Die Motorräder geschmückt mit Tannenbäumen komplett mit Baumschmuck und Lichterketten, Geschenkebeutel auf dem Rücken und ein großes Auto dabei. In diesem Auto verbergen sich Geschenke, ganz viele Geschenke.

 

 

Die rund 20 Fahrer gehören zu BIKER FOR KIDS COLOGNE e.V..

Das sie überall wo sie in der Stadt gesehen werden einen filmreifen Eindruck machen ist klar. Das ganze Jahr vergisst man sie, aber schlagartig wenn man im Advent plötzlich irgendwo in Köln den Motorenlärm von dicken Harleys & Co. hört, weiß man wer da kommt. Ich habe noch nie jemanden erlebt, der bei ihrem Anblick nicht gelächelt hätte.

 

 

Aber die Fahrt hat eigentlich eine ganz anderen Grund: Das Jahr über sammeln sie Spenden um an diesem Tag Krankenhäuser und Kinderheime anzufahren, und dort die Kinder zu besuchen und zu beschenken.

Falls ihr mehr über ihre Arbeit erfahren oder die BIKER FOR KIDS COLOGNE unterstützen wollt – bitte HIER lang.

One thought on “Jede Menge Weihnachtsmänner

  1. Das ist eine tolle Idee mit den Weihnachtsmännern! Sie sind natürlich schon sehr auffällig, wenn sie so geballt auftreten. Aber das ist ja gerade der Sinn der Aktion!
    Auch wenn Du mit Heiligen weniger anfangen kannst, so sind die Barbarazweige doch ein Sinnbild für neues Leben. Und das ist ja besonders für uns Gärtnerinnen doch auch sehr wichtig. Einiges scheint sich bei Dir im Garten ja schon zu regen. Bei mir sind es immerhin zwei Christrosen, die überlebt haben. Leider verschwinden sie bei mir immer!
    Viele Grüße von
    Margit

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