Von Elfenblumen und Rosmarinblüten

Da ich heute nicht viel zu Gartenarbeiten gekommen bin, machen wir einen kleinen Rundgang durch den Ziergarten. Schauen mal was uns so blüht – und das ist ein Menge.

Zu keiner anderen Zeit im Jahr ist mein Garten so bunt und voller Blüten wie jetzt. Jeden Tag ist etwas neues zu sehen und viele Knospen verheißen, dass es bald noch mehr wird.

Fangen wir bei duftendem an. Der Rosmarin blüht immer sehr früh im Jahr. Ich muss zu meiner Schande gestehen: Beim ersten Mal wahr ich gar nicht darauf gefasst, das frei ausgepflanzter Rosmarin bei uns überhaupt zur Blüte kommt und habe die weißlichen, wie bemehlt aussehenden Knospen, für Vogelsch… gehalten und ordentlich geflucht. Schließlich wollten wir das Zeug ja essen. War das eine Überraschung als der “Scheiß” aufblühte.

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Gleich daneben wächst der Schotendotter Erysimum cheiranthoidesin die Schleifenblume. Später kommen kugelige Samenstände, die auch sehr hübsch aussehen. Die ersten Samen sind mir vor Jahren in einem botanischen Garten in die Hand gepurzelt. Es waren nur 4 oder 5 Stück. Aber sie haben willig gekeimt und er blüht zuverlässig jedes Jahr. Diese frische Farbkombination finde ich toll. Und es duftet herrlich.

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Der Judassilberling  Lunaria annua war eines Tages einfach da. Woher weiß ich nicht, den auch in den Nachbargärten stand keiner – jetzt schon. Wobei ich den Namen Mondviole viel hübscher finde.

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Apropos Viole – also Veilchen. Die Pfingst-Veilchen Viola sororia ‘Freckles’ blühen auch. Die weißen, lila gesprenkelten Blüten sind wirklich bildhübsch.

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Auch gesprenkelt, aber völlig anders die Schachbrettblume Fritillaria meleagris. Die weiße Form, die ich auch habe, nennt man auch Kiebitzei.

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Weiter zur Staudenclematis ‘Tai Yang’, die nun in voller Blüte steht. Sieht sie nicht toll aus. Leider habe ich den Fehler gemacht sie weit ins Beet zu pflanzen, denn sie duftet. Leider kommt meine Nase jetzt nicht mehr ran. 

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Zwei weitere Neuzugänge im Schattenhochbeet. Elfenblumen Epimedium können anscheinend auch süchtig machen – jedenfalls mich. Ich finde mit ihren zarten  Blüten passt der Name perfekt. Eine weitere, Gelb-orange Sorte, die ich kürzlich in Form von Ablegern geschenkt bekam, hat momentan keine offenen Blüten. Aber es sind noch ein paar Knospen zu sehen, die sich hoffentlich bald öffnen.

'Lilafee'

‘Lilafee’

'Chris Norton'

‘Chris Norton’

Hier ein paar Allerweltspflanzen, die ich aber schätze. Sie sind robust, wachsen fast an jedem Standort , machen keine Arbeit und blühen zuverlässig.

Die unkaputtbare Bergenie:

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Gelber Lerchensporn den viele noch unter seinem alten Namen Corydalis kennen, der heute aber Pseudofumaria lutea heißt.

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Die Taubnessel ist kaum wieder los zu werden und nervt manchmal mit ihren langen Trieben. Aber die Blüten sind hübsch.

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Auch toll – der Polsterphlox. Hier in fliederfarben.

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Diverse Tulpen Hybriden dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ich pflanze nur selten welche, das sie nicht langlebig sind. Deshalb stehen nur einzelne Überlebende im Garten verstreut. Ich ziehe fast schon die botanischen Tulpen vor. Aber auf meine Lieblingstulpe, die fast schwarze ‘Queen of the Night’ will ich keinesfalls verzichten.

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Hier eine zufällige, aber wie ich finde gelungene Farbkombination aus Heuchera, Vergissmeinnicht und – klar – der Queen.

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Und zum guten Schluss ein fast schon frühsommerliches Bild aus Wolfsmilch, Spornblume und Mohn.

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4 thoughts on “Von Elfenblumen und Rosmarinblüten

    • Dankeschön. Ich bin auch überrascht was ich jeden Tag so blühend vorfinde. Langsam habe ich Angst, dass ganz schnell alles abgeblüht ist und der Garten kahl da steht.

  1. genau, das wird zwangsläufig passieren *ernst guck*: Ab August ist dein Garten kahl, und du sehnst dir den nächsten März herbei.

    • Eher schon im Juni/Juli. Da ist immer so eine Lücke mit Staudenpause bevor die Dahlien loslegen.

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