Gargoyle und Pfirsichblüte

Und noch ein Beet fertig vorbereitet.

Dieses kostet mich besonders viel Arbeit, da von Nachbars ungehindert der Giersch unter dem Zaun durch wuchert. Ich habe es in 20 Jahren nicht geschafft dieses Beet gierschfrei zu bekommen und werde es wohl auch nie schaffen. Denn selbst wenn ich ständig die Wurzeln aus dem Boden pule ist es sinnlos solange er sich nebenan frei aussamen darf. Aber immerhin sieht es jetzt wieder ordentlich aus – erst mal…

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Morgen kann ich dann die Stauden pflanzen die  mit letzte Woche in den Einkaufswagen gesprungen sind. Ein Phlox paniculata ‘Düsterlohe’ und eine Pfingstrose Paeonia lactiflora Primevere‘. Auf die freien Stellen dazwischen werde ich verschiedene Sommerblumen sähen. Welche entscheide ich dann spontan. Den Holzkasten habe ich übrigens mal vom Sperrmüll gefischt. Darin wachsen seit drei Jahren meine Heidelbeeren. Da sie sauren Boden brauchen hat sich diese Lösung als ideal erwiesen. So kann von außen kein Kalk zuwandern.

Wie man sieht bin ich ein Fan der in England verbreiteten Mixed Borders. Das heißt bei mir dürfen Sträucher, Rosen, Stauden und Sommerblumen in ein Beet. Notfalls auch noch Gemüse dazwischen. Bunter Mangold zum Beispiel ist sehr dekorativ. Auch Kräuter wie Bergbohnenkraut, Rosmarin, Ysop oder Thymiane brauchen sich nicht zu verstecken und dürfen in den Beeten wachsen.

Riesig gefreut habe ich mich, als ich gesehen habe, dass mein Apfelbaum ‘Elstar’ voller Blütenknospen ist.

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Er blüht zum ersten Mal und ich hoffe, dass bei den in der Nachbarschaft stehenden alten Apfelbäumen, ein guter Bestäuber für meinen Baum dabei ist, denn für einen weiteren Apfelbaum habe  ich keinen Platz. Wenn nicht, müßte ich mir Edelreiser besorgen und versuchen ein oder zwei Äste mit einer passenden Sorte zu veredeln.

Mein Pfirsichbäumchen steht gerade in voller Blüte. Es ist die Sorte ‘Saturn’, die diese platten, besonders leckeren Früchte bringt die nicht mehlig werden.

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Er bringt seit der Pflanzung vor drei Jahren jedes Jahr reichlich Früchte. Eigentlich zu viele für den kleinen Baum, aber ich bringe es nicht fertig sie aus zu dünnen. Daher bleiben die Früchte klein. Aber sie sind ausgesprochen lecker.

Ich wohne zwar in Köln, nenne aber nicht den Dom mein Eigen. Auch ansonsten kann ich nicht mit einem wirklich historischen Gebäude aufwarten. Aber ich mag Gargoyles, die im Mittelalter oft als Wasserspeier an den Gebäuden Verwendung fanden.

Nachdem mir vor ein paar Wochen zwei nette Dachdecker die Regenrinnen an meinem Gewächshaus verlängert haben, habe ich zwar immer noch keinen Wasserspeier, aber der Gargoyle hat seinen Platz gefunden und bewacht nun zumindest den Wasserablauf. Na ja – wenn er nicht gerade pennt.

 

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Die Blüten einer weiteren Narzissenart sind auf gegangen. Leider weiß ich den Sortennamen nicht. Ich würde mich freuen wenn ihn mit jemand sagen könnte. Diese zierlichen Blüten gefallen mir besonders gut.

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Auch ein kleiner Ableger der Vinca minor Atropurpurea den ich von einer Freundin bekommen habe, hat sich gut entwickelt und treibt die ersten Blüten. Diese Lila blühende Form des Immergrün darf dann gerne im Laufe der Zeit den ganzen Holzrand überwuchern.

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Und einer meiner Lieblinge das Leberblümchen Hepatica blüht.

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