Basilikum

Basilikum Basilikummer – Praxistipp

Basilikum Ocimum basilicum ist ein Küchenkraut ohne das kaum ein Haushalt auskommt. Auf Basilikum als Heilpflanze möchte ich hier nicht eingehen. Damit sollen sich die beschäftigen, die mehr Ahnung davon haben. Mir geht es um das Küchenkraut.

Es gibt unglaublich viele Basilikumsorten. Anis-, Thai-, Zitronen-, Zimt- und natürlich das italienische Genoveserbasilikum sind nur einige Geschmacksrichtungen. Dann gibt es grünes, rotes und panaschierte Sorten. Die Blattgrößen reichen vom winzigen Blättchen am griechischen Strauchbasilikum bis zu den handgroßen Blättern des salatblättrigen. Ein Sonderfall ist das afrikanische Strauchbasilikum, das sogar zu mehrjährigen großen Sträuchern heran wächst. Man bekommt es meist in der Zierpflanzenabteilung bei den Sommerblumen. Es ist aber auch ein Gewürzkraut.

All diese Sorten zieht man am besten selbst aus Samen. Was ganz einfach ist, wenn man beachtet, dass es Lichtkeimer sind. Das heißt die Samen dürfen nicht oder nur ganz dünn mit Erde bedeckt werden. Und Basilikum mag es warm – von der Aussaat bis zur Ernte. Kälte ist sein schlimmster Feind. Der Zweitschlimmste ist Trockenheit. Eine regelmäßige Wasserversorgung ist unabdingbar. Ab und zu ein bisschen Flüssigdünger schadet auch nicht. Ist also wirklich keine Hexerei.

Wenn es jedoch um die Versorgung der Küche mit dem ganz normale Basilikum geht, kaufen ganz viele Leute die Töpfe aus der Gemüseabteilung der Supermärkte oder Discounter. Was völlig in Ordnung ist. Nur macht das Basilikum meist in kürzester Zeit Kummer. Denn dann siechen die Pflanzen dahin und gehen ein statt Nachschub zu liefern. Trotzdem lohnt sich der Kauf durchaus. Deshalb habe ich auch wieder so einen Pott gekauft.

 

Basilikum

 

Es hilft auch noch so gute Pflege nicht, egal wie die Lichtverhältnisse sind, wie viel oder wenig Wasser man gibt. Das Zeug geht ein. Aus einem ganz einfachen Grund. Mann muss sich die Töpfe nur mal genau ansehen.  Ein Blick von der Seite genügt. Da steckt nicht eine oder zwei Pflanzen in dem kleinen Topf sondern unzählige.

 

Basilikum

 

Da werden in den Anzuchtbetrieben die Samen fast so dicht gesät wie bei Kresse. Was an uns Verbrauchern liegt die wir dichte “gesund aussehende” Pflanzen wollen. Sind da nur drei Stängel im Topf kauft sie keiner obwohl das viel sinnvoller wäre. Aber so ein überquellender Kindergarten ist ausgesprochen praktisch wenn man viel Basilikum braucht. Dann nimmt man ihn einfach auseinander.

Aus meinem Topf habe ich sage und schreibe vierzig Pflänzchen, eigentlich noch Sämlinge, geholt.

 

Basilikum

 

Plus ein paar die schon im sterben begriffen waren. Aber das kann ich verschmerzen. Es reicht auch so.

 

 

Basilikum

 

Diese Sämlinge habe ich in 6 cm Töpfchen und frische Erde getopft. Immer zu dritt. Hier können sie jetzt in Ruhe kräftige Wurzelballen bilden und zu ebenso kräftigen Pflanzen heran wachsen. Dann kommen sie entweder in größere Töpfe oder werden als Unterpflanzung zu den Tomaten gesetzt. Die vertragen sich nämlich nicht nur in Caprese oder Tomatensoße ausgezeichnet.

 

Basilikum

 

Und so ist die Basilikumversorgung für 1,49 € ein Jahr lang sicher gestellt. Denn im Herbst nehme ich ein oder zwei Töpfe mit ins Haus auf die Küchenfensterbank zum Abernten.

Im nächsten Frühling sind die Pflanzen allerdings meist erschöpft. Dann kaufe ich wieder einen Pott Basilikum.

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Basilikum Basilikummer – Praxistipp

  1. Hallo Claudia,
    auf die Idee bin ich auch noch nicht gekommen. Ich habe mich immer mit eigener Aussaat abgemüht. So ein “Basilikum-Kinderzimmer” zu crashen – schnell, effektiv und auch nicht teurer als Samen zu kaufen.
    Danke für den Tipp – das werde ich daheim gleich mal mit meinem frisch gekauften Pott probieren.
    Viele Grüße und schöne Ostern,
    Krümel

  2. Liebe Claudia, ich habe letztes Jahr auch einen Artikel über das Basilikum geschrieben. Ich hatte mit gekauften Basilikum eigentlich immer Pech, da es meist nach kurzer Zeit Läuse hatte. Daher säe ich es lieber selber aus und habe dadurch eher weniger Probleme. Ein interessanter Artikel!

    LG Kathrin

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