Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

Tanz der Schmetterlinge

In meinem Küchengarten tanzen die Schmetterlinge. Hört sich doch wunderschön an, oder? Sieht auch tatsächlich schön aus. Denn egal welche Schmetterlinge in der Sonne flattern, diese filigranen Wesen – leichter als ein Lufthauch – sind wunderschön.

Dass einige von ihnen richtige Probleme machen liegt an ihrem Nachwuchs. Die Raupen fressen halt was sie nicht fressen sollen. Jedenfalls unserer Meinung nach. Denn was Raupen mögen mögen wir auch.

Die Gemüseeule ist ein arger Feind der Gemüsegärtner. Die ist eher ein trister Nachtfalter. Ihr Nachwuchs frisst uns das Gemüse weg. In aller Munde schon seit ein paar Jahren ist der Buchsbaumzünsler. Eigentlich ein hübsches filigranes Wesen. Würden  seine Raupen nicht inzwischen fast weltweit die Buchsbaumbestände vernichten.

Durch die Presse geistert dagegen in den letzten Wochen wieder der Eichen-Prozessionsspinner. Seine Nachkommen sind sogar gefährlich für den Menschen. Denn die wehrhaften Tiere besitzen Nesselhaare mit denen sie echte Probleme machen. Dass sich die fiesen Gespinstnester der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte immer wieder in meinem Pfaffenhütchen breit machen, ist da noch das kleinstes Problem. Das erledigt sich mit ausschneiden und ab in den Müll.

 

Aber der wohl verbreitetste und bekannteste Schädling in Schmetterlingsform ist wohl der Kohlweißling. Seine Raupen aus zu tricksen ist schon seit Generationen Ziel aller die Kohl im Garten haben oder auf dem Feld.  Denn Kohlweißlinge gibt es in rauen Mengen. Inzwischen ist der Kleine Kohlweißling Pieris rapae nach neuesten Zählungen sogar der häufigste Falter in Deutschland. Entsprechend viele Eier werden da auf den Unterseiten der Kohlblätter abgelegt. Diese Suppe versalze ich ihnen mittels Gemüseschutznetzen über gefährdeten Kulturen.

Aber die Flieger tun als Erwachsene das, was auch andere Schmetterlinge tun – nämlich Blüten bestäuben.  Das tun sie vorzugsweise während sie Nektar sammeln. An Blüten deren Nektarquellen in tiefen Röhren liegen und wo Bienen nicht ran kommen, Falter mit ihren langen Rüsseln aber sehr wohl. So gesehen ist der Schädling dann doch auch Nützling.

 

Und gestern war Hochzeitstanz im Purpur-Leinkraut.  Dort wo sich sonst Scharen von Bienen tummeln, flatterte der Kleine Kohlweißling mit seinen 40 bis 50 mm Spannweite um seine Herzensdame.

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

Irgendwann sog sich das Paar ins Séparée untem Königskerzenblatt zurück. Ich wollte dann auch nicht weiter stören.

 

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

 

 

 

Viel seltener aber auch ab und zu im Garten ist der Große Kohlweißling Pieris brassicae. Er bediente sich ausgiebig am Nektar der Bartnelken. Er ist mit einer Flügelspannweite von 60 mm etwas größer als sein kleiner Verwandter, und wie ich finde auch noch etwas hübscher. Denn bei ihm kommt noch ein sanftes Grün der hinteren Flügel und große Punkte dazu.

 

Großer Kohlweißling Pieris brassicae

 

Großer Kohlweißling Pieris brassicae

 

 

Es scheint aber nicht nur mir so zu gehen. Denn eine Mücke zu erschlagen, damit hat kaum jemand Probleme. Aber Schmetterlinge? Auch wenn sie Schädlingen sind, dass sie jemand erschlägt habe ich noch nie erlebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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