Kohlrabi

Der Küchengarten im Juni

So langsam kommt unser Küchengarten in die Gänge. Endlich gibt es erste Ernten und die anderen Pflanzen lassen zumindest zukünftige Ernten erahnen.

 

Von den Zuckererbsen gab es gestern die erste Portion zum Abendessen.  Die Sorte ‘Zuccola’ kann komplett gegessen werden. Nur die Fäden muss man ihnen – entgegen den Behauptungen auf der Packung – ziehen. Aber eine Pergamenthaut haben sie nicht. Daher eigentlich die perfekte Sorte für kleinere Gärten. Jung als ganze Schoten und später auch wenn man möchte zum Auspulen geeignet. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Ertragreich und gesund ist sie obendrein.

 

 

Erbsen

 

Im gleichen Beet zu Füßen der Erbsen stehen die Möhren. Da gibt es noch nichts zu ernten. Nur Blätter bisher. Aber die sind gesund und gut entwickelt.

 

Möhren

 

Die Verdickungen sehen so aus als gäbe es eine gute Kohlrabiernte dieses Jahr. Ich hoffe die Schnecken machen sie mir nicht wieder zunichte. Die letzten beiden Jahre hatten sie sie von ober her angefressen. Dort blieb dann das Regenwasser stehen und die Knollen faulten in erstaunlicher Geschwindigkeit weg.

 

Kohlrabi

 

Die Pastinaken sind auch gut gekommen. Links zu Füßen des Hochbeetes das Erdbeerbeet mit der Mieze Nova. Die tragen dieses Jahr ganz besonders viele Früchte. Mehr als wir essen können. Dann wird halt aus den Überschüssen Marmelade eingekocht. Auch gut.

 

Pastinaken

 

Der Neuzugang die weiße Erdbeere trägt die ersten Früchte. Sehr lecker aber wie ich finde kein geschmacklicher Unterschied zu roten Früchten. Könnte aber irgendwann eine lustige weiße Erdbeermarmelade geben.

 

 

Klar – Salat haben wir jetzt reichlich. Der Lollo bionda wächst zügig. Lollo Rosso ein wenig zögerlicher dieses Jahr. Keine Ahnung warum.

 

Kraussalat

 

Das hier ist Hirschhornwegerich. Zum ersten mal habe ich brauchbare Pflanzen dieser Salatspezialität. Er soll frostfrei überwintert sogar mehrjährig sein. Deshalb steht die Hälfte auch im Gewächshaus. Er hat einen typischen milden Kopfsalatgeschmack – daher also nichts Besonderes. Aber die langen, schmalen Blättchen mit den wie Hirschgeweihe verzweigten Enden sind schön knackig. Insofern eine dekorative Bereicherung im Salatsortiment. Ich werde auf jeden Fall sehen, dass ich Samen abnehmen kann. Ich schneide immer die äußeren Blätter ab. Das Herz treibt dann weiter Nachschub.

 

Plantago coronopus Hirschhornwegerich

 

In diesem Beet stehen verschiedene Kohlsorten und im hinteren Bereich rote Zwiebeln. Leider sind die Zwiebeln zum Teil schon von der Zwiebelfliege befallen worden und ich musste sie entsorgen. Jetzt liegt eine Gemüseschutznetz darüber. Vielleicht kann ich den Rest noch retten. Und dem Kohl tut ein Schutz vor den Kohlweißlingen auch gut.

Das Netz ist übrigens ein billiges Fensterschutznetzt aus dem Ramschladen. Die nähe ich mir zusammen wie ich die Größen für die verschiedenen Beete brauche. Durch die feinen Maschen kommt garantiert kein Schadinsekt. Was da viel zu groß aussieht ist die Reserve zum Mitwachsen. Denn das Netz muss immer rundum am Boden abschließen. Die oft angebotenen 140 cm breiten Gemüseschutznetze aus Baumärkten und Gartencentern sind viel zu schmal.

 

Kohl und Zwiebeln

 

Die Stangenbohnen ‘Algarve’ – einer meiner Lieblingssorten – wollte dieses Jahr nicht so richtig. Auch diese Samen stammen aus der selben Quelle wie die Dahlienknollen die nicht austreiben. Ich denke da wurde einfach sehr schlecht gelagert.  Acht Pflanzen aus einer ganzen Tüte Samen ist wirklich unglaublich. Zumal ich in mehreren Partien gesät habe. In Schalen und ins Freiland. Das Samenhaus Müller wird von mir jedenfalls keine Bestellung mehr bekommen. Derart grottige Ergebnisse hatte ich noch nie.

Die ebenfalls dort gekauften Puffbohnensamen hatten ähnlich schlechte Keimraten. Dazu wurden die restlichen Pflanzen jetzt von der Schwarzen Bohnenlaus befallen. Das wäre nicht das Problem gewesen. Ein scharfer Wasserstrahl und die Sache ist weitgehend erledigt. Aber sie bildeten auch keine Früchte aus. Nicht ein einziger Fruchtansatz. Die Blüten fielen einfach ab – Ende. Daher machten sie gestern ‘nen Abflug.

Da nun wieder Beetfläche frei ist und ein paar Stangen zwangsläufig frei geblieben sind, habe ich gestern noch einzelne Gurkenpflanzen daneben gesetzt. Die hängen, dank der Hitze, jetzt ziemlich in den Seilen. Aber das wird sich schnell ändern.

Davor stehen ebenfalls umgesiedelte Paprikapflanzen. Fifty-fifty die selbe Sorte Spitzpaprika im Feiland und im Gewächshaus. Ich bin gespannt welche besser wachsen und reicher tragen.

 

Stangenbohnen

 

An der Terrasse hängen übrigens auch Gurken. An den Hausgurken ‘Patio’ wachsen bereits erste Früchte, die sicher in ein paar Tagen auf dem Frühstückstisch darunter landen werden. Aus dem Pott in den Mund so zu sagen.

 

Gurken Patio

 

Bei den Gurken die im Gewächshaus verblieben sind, gibt es auch Blütenknospen.

 

Gurkenblüten

 

Ebenso an den Zucchini im Hochbeet. Die Sorte ‘Rankende’ die ich schon letztes Jahr hatte, hat sich bewährt. Ich finde diese nach ober wachsende Sorte sehr praktisch. Auch wenn sie ganz schön groß wird, nimmt sie weniger Platz im Beet eine als die üblichen breiten Büsche. Dabei sind die Früchte lecker und schön zart. Das mit dem Rankgitter war aber wohl keine gute Idee. Ich glaube ich werde morgen Schnüre von der Pergola abhängen um sie daran ranken zu lassen.

 

 

In diesem 50 Liter Gummieimer steht eine Süßkartoffel. Ja, nur eine. Die brauchen unheimlich viel Platz mit ihren langen Ranken. Vorne hatte ich aus Platzmangel schnell eine paar Hokkaido-Kerne rein gesteckt. Die sind willig gekeimt, und in den nächsten Tagen werden sie an passendere Stellen verpflanzt.

 

Süßkartoffeln

 

Unter der Kletterrose wachsen die Stangenbohnen ‘Blauhilde’ erstaunlich gut …

 

Stangenbohnen

 

… und neben dem langen Hochbeet mit den Erbsen wachsen eben so gut die Buschbohnen. Hinten eine grüne und vorne eine gelbe Sorte. Dazwischen treiben die Kartoffeln aus.

 

 

die Tomaten sind dieses Jahr wirklich eine Enttäuschung. Keine Ahnung warum sie so mies sind. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, doch noch eine vernünftige Ernte aus den restlichen Pflanzen zu bekommen. Vorausgesetzt die kommen endlich auch mal in die Gänge.

 

Tomaten

 

Dafür sind die Mexikanischen Minigurken schon sehr üppig. Auch Blüten sind schon vorhanden. Bald können wir die ersten naschen.

 

Mexikanische minigurken

 

 

 

Einige Jahre hatte ich keine Königskerze mehr im Garten. Dieses Jahr ist sie zurück. Und wie es für Königskerzen üblich ist, überragen sie einen gar königlich mit erhobenem Haupt. Diese ist jetzt ca. 1,85 m hoch.

Ich weiß nicht warum, aber sie haben die Eigenart sich exakt dort aus zu sähen wo man die plüschigen Monster gar nicht brauchen kann, und immer dort wo sie am meisten stören. Dort werden sie dann auch am üppigsten. Ich musste schon einige der riesigen Blätter im unteren Bereich entfernen, damit wir noch ins Haus kommen. Sie versperrten quer den Weg. Aber die prachtvolle Pflanze raus zu reißen bringe ich auch nicht fertig.

 

Königskerze

 

Und wer sich über diese merkwürdige Deko wundert …

 

bild

 

… das erzähle ich euch eine anderes Mal.

 

 

 

 

 

4 Gedanken zu “Der Küchengarten im Juni

  1. Hallo Claudia!
    Ich komme zum Naschen vorbei, Zuckerschoten sind das beste im Garten. Urlaubsbedingt habe ich diesmal keine. Auch der Rest deines Gartens verspricht eine reiche Ernte.
    VG
    Elke

  2. Liebe Claudia, bei uns kommt der Garten auch in die Gänge. Zucchini und Gurken habe ich bereits entdeckt, auch die ersten Tomaten reifen schon. Schade, dass sich Deine Tomaten heuer nicht so toll entwickeln. Manchmal hat man einfach Pech. Ging mir auch schon einmal so mit Paprika. Die sehen heuer auch sehr vielversprechend aus und tragen schon Früchte. Bin sehr gespannt, wie in Deinem Garten die Entwicklung weiter geht.

    LG Kathrin

    • Ja, ich bin auch gespannt. Das Sommerwetter der letzte Wochen täuscht uns. Es ist ja noch früh im Gartenjahr. Das wird schon noch werden – auch mit den Tomaten.

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