Die Ruhe nach dem Sturm und viele Veilchen

Fast eine Woche Gartenentzug hat uns das Sturmtief Niklas beschert und ein paar kleinere Schäden im Garten. Es hätte schlimmer kommen können.

Aber da ich vorher schon wegen Krankheit ausgefallen war und danach gleich Ostern kam, ist draußen fast 3 Wochen nicht wirklich was getan worden. Aber jetzt. Der Wetterbericht verspricht nun endlich Frühling, die Temperaturen sind wieder angenehm und die Sonne schien den ganzen Tag. Die paar Schleierwölkchen waren dann auch egal. Also raus – und zwar schnell und ausgiebig.

Als erstes noch die restlichen Beete vom Wintergestrüpp und Restlaub befreit. Jetzt sieht doch schon alles viel besser aus. Dann ran an den Sichtschutz der im Sturm gelitten hat. Alles reparabel – gut so. Nur an einer Stelle war mitten drin eine Lücke geschlagen. Dort habe ich halt ein neues Stück Schilfrohrmatte eingesetzt. Damit es so aussieht als wäre es Absicht einfach mal andersrum. Quergestreift ist auch ok.

 

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Die Karamellbeere Leycesteria formosa hat den Winter erstaunlich gut überstanden. Ein paar abgestorbene Triebspitzen waren alles und schnell abgeschnitten. In Blüte steht momentan daneben das Mandelbäumchen Prunus triloba. Weder Mandel noch Baum aber bildschön.

 

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Dann haben wir das Gewächshaus aus seiner Winterhülle befreit, den Heizlüfter im Keller verstaut und die automatischen Fensterheber wieder eingebaut. Das ist für mich immer der offizielle Starschuss zur Outdoorsaison. Ein paar vom Sturm gelockerte Platten mussten wieder geklammert werden – fertig.

 

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Nun zu den kleinen Schätzen im Garten die gerade Hochsaison haben. Die Veilchen. Diese hübschen, duftenden, romantischen Blümchen. Einige Sorten habe ich in meinem Mittelbeet im oberen Gartenteil. Den Halbschatten vertragen sie gut und haben sich schnell etabliert.

 

Hier die Sorte ‘Dancing Geisha’ mit ihren für Veilchen, sehr ungewöhnlichen Blättern. Ich muss höllisch aufpassen, dass ich es nicht für Kriechenden Hahnenfuss halte und versehentlich jäte.

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Schon bekannter ist das Parmaveilchen ‘Duchesse de Parme’.

 

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Ganz klein und zierlich dagegen das Waldveilchen Viola reichenbachiana.

 

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Hier noch das pinke Veilchen Viola rubra.

 

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Und natürlich habe ich auch die wilde Form Viola odorata in meinem Garten. Überall hat es sich angesiedelt und manchmal bücke ich mich und pflücke mir eine Blüte. Entweder um sie zu essen, denn sie schmecken ganz ungewöhnlich aber sehr lecker oder um einer persönlichen Tradition zu folgen. Denn ich habe mir schon vor vielen Jahren angewöhnt eine Veilchenblüte im Terminkalender in die Seiten des Novembers zu legen. Dort trocknet es und wird vergessen. Irgendwann an einem kalten, grauen Novenbertag blättere ich die Seite um, finde dieses Veilchen und es zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.

 

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Was ich dringend noch haben möchte ist ein weißes Veilchen. Aber ich bin sicher – kommt Zeit – kommt Veilchen.

 

 

Im Vorgarten hat sich auch noch was getan. Wir haben jetzt Hühner. Nein, keine echten Hühner sondern ich hatte im Internet Hühner aus Kükendraht gesehen, und da noch ein paar Meter Draht da waren, habe ich am Wochenende welche nachgebaut. Ich mag Hühner sehr. Damit kein Irrtum aufkam und meine drahtigen Mistkratzer nicht für eine vergessene Osterdeko gehalten werden, durften sie erst heute im Küchengarten einziehen.

 

 

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Das untere hat auch Beine bekommen die mittels Krampen am Boden festgetackert wurden. Bei Berührung oder bei Wind bewegt sich der Körper und das Huhn sieht fast aus als würde es picken.

 

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Und dieses hier muss sich noch ein wenig anstrengen…

 

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…denn das Ei muss erst noch gelegt werden.

 

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Ach übrigens – wo wir gerade im Küchengarten sind – es tut sich was bei den Aussaaten. Die ersten grünen Spitzen sind schon zu sehen.

 

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3 Gedanken zu “Die Ruhe nach dem Sturm und viele Veilchen

  1. Guten Morgen Claudi,

    deine Hühnchen sind ja super!! *schmunzel* Steckst du da eigentlich auch Federn rein? Könnte man, ne?

    Das mit dem Veilchen im November find ich ganz zauberhaft, danke für diese Idee.

    Grüßle
    Billa
    😉

    • Moin Billa,

      klar, könnte man da Federn reinstecken. Aber dafür müsste ich wahrscheinlich 3 Kopfkissen schlachten. Und wie es dann hier aussieht…Au weia.

      Grüßle zurück
      Claudia

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