Hochwasser

Personalausweis, Paprikas und Weidenruten

Gestern musste ich zum Bezirksrathaus um meinen neuen Personalausweis abzuholen. Da das Gebäude gleich am Rheinufer liegt, bin ich wieder mit dem erneuten Hochwasser konfrontiert worden. Erfreulicherweise bin ich schon nach wenigen Minuten in der Behörde fertig gewesen.

Ich hatte also Zeit genug und habe noch einen Blick auf die Promenade geworfen. Hier in Köln-Porz kommt man ganz nah ans Wasser.  Absperrungen sind nicht vorhanden.

Aus der Nähe merkt man viel unmittelbarer die unglaubliche Kraft des Stroms, sieht die enorme Fließgeschwindigkeit und hört den Fluss. Daher gibt es keine Fotos sondern ein Video. Bewegte Bilder geben die Eindrücke viel besser wieder.

Die „Landzunge“ ist übrigens eine schwimmende Insel aus Treibgut. Ich hoffe es kommt niemand auf die Idee sie zu betreten.

 

 

 

 

Auf dem Rückweg durch die Allee aus Kopfweiden habe ich mir noch einen Strauß Weidenruten zusammen gesammelt. Die städtischen Gärtner haben sie gerade geschnitten und die kleinen Ästchen liegen noch überall herum. Also hab ich einige mitgenommen bevor das die Flut erledigt. In der Vase werden sie bald austreiben und vermutlich auch Wurzeln ziehen.

 

Weidenzweige

 

 

 

Meine Paprikaaussaaten stehen jetzt hell und kühler. Wie ich schon vermutet habe, sind die älteren Samen nicht mehr keimfähig. Ich kann sie also aussortieren. Dafür haben alle Samen aus frisch sezierten Paprikaschoten willig gekeimt, und ich habe die Sämlinge auch schon pikiert. Die werden jetzt hoffentlich kräftig heranwachsen.

Das gilt auch für die Auberginen die ich gesät hatte. Nach Recherche dürfte es Solanum melongena ‚Chinese Long‘ sein. Ich habe sie allerdings aus den gekauften Früchten gepult. Mal schauen ob sich das Saatgut aufspaltet. Von diesen ganz schmalen Früchten verspreche ich mir eine frühere Reife als die der üblichen dicken Dinger.

 

paprikaaussaat

 

 

Ein Rundgang durch den Garten brachte Überraschungen. Schon jetzt blühen einige Lenzrosen Helleborus orientalis. Eigentlich beginnen die ersten frühestens Mitte Februar.

 

Helleborus orientalis

 

Helleborus orientalis

 

Helleborus orientalis

 

Aber auch Krokusse blühen – selbst die großen Hybriden. Alles sehr früh dieses Jahr.

 

Krokushybriden

 

Die Wolfsmilch hat dicke Knospen.

 

Wolfsmilch

 

Und die Bezeichnung „OSTER-glocke“ muss dringend noch mal überdacht werden, denn Ostern ist erst in gut zwei Monaten.

 

Narzissen

 

Hier noch ein kleiner Schatz. Ein gefülltes Schneeglöckchen. Das zumindest ist zeitgemäß.

 

Und wer mal vergleichen möchte: Letztes Jahr  habe ich auch Fotos von diesen Pflanzen gepostet – am 09. März! Lenz – Lenzrosen

 

gefülltes schneeglöckchen

 

 

Zum guten Schluss noch etwas Seltsames. Der kürzlich aus einem Tetrapack gebastelte Futterspender wurde nicht angenommen. Keine Ahnung warum. Am Ende bin ich auf die Idee verfallen, dass die hochstehenden Zipfel an Katzenohren erinnern könnten und die Piepser deshalb Abstand halten. Vor drei Tagen habe ich einen neuen Spender aus einer PET-Flasche gebastelt.

Aber auch der wird verschmäht. An die Meisenknödel gleich daneben gehen sie aber weiterhin ohne Probleme. Am Futter selbst kann es auch nicht liegen, denn das wird im Futterhäuschen immer restlos verputzt. Auch nicht am Platz. Den habe ich mehrfach verändert. Wenn jemand eine Idee hat – bitte kommentieren.

 

rotkehlchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.