Baggerarbeiten in Gremberghofen für Kitabau

Idiotie der Stadt Köln

Wir wohnen in einem Stadtteil Kölns mit gerade mal 6 km² Grundfläche
(incl. Industriegebiet) und 3000 Einwohnern.

Im Laufe der Jahre ist hier jede Form von Infrastruktur verschwunden. Es gibt keinen Bäcker, keinen Supermarkt, keinen Metzger, keine Sparkasse und keine Post mehr. Ja, sogar die Packstation hat DHL abgebaut, und die Post den Briefmarkenautomaten (sind die blöde?). Inzwischen gibt es nach jahrelanger Pause wieder einen Kiosk und es gibt eine Arztpraxis. Das ist alles.

Wir leben also in einer Millionenstadt die nicht in der Lage ist, die Grundversorgung eines Stadtteils und deren Bewohner sicher zu stellen. ERBÄRMLICH! kann ich da nur sagen.

Immer wieder wird medienwirksam Blabla verkündet – getan wird nichts. Die Oberbürgermeisterin, Frau Reker, ist offensichtlich völlig unfähig – der Rest des Stadtrates nicht minder.

Was sich die Stadt aber jetzt leistet, geht wirklich auf keine Kuhhaut. Allen Ernstes werden jetzt in dieser denkmalgeschützten Gartensiedlung großflächig Gärten platt gemacht, und der dringend benötigte Wohnraum in Gewerbe umgewandelt.

 

 

 

Baggerarbeiten in Gremberghofen für KitabauBaggerarbeiten in Gremberghofen für Kitabau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber nicht, dass man meint hier käme mal endlich was Sinnvolles zustande – oh nein. Hier wird allen Ernstes im Auftrag der Stadt Köln die fünfte!!! in Zahlen: 5.! Kita gebaut.

Noch mal zur Erinnerung: 3000 Einwohner, keinerlei Infrastruktur – aber 5!!!!!!!! Kitas. Sagt mal liebe Ratsmitglieder der Stadt Köln: Habt ihr sie noch alle?

Natürlich werden Kitas gebraucht. Aber in allen Stadtteilen und nicht fünf in einem. Das Ergebnis wird ein reichlicher Pendelverkehr Kinder abliefernder Eltern sein, die ja bestimmt gerne zwei mal täglich (sehr klimafreundlich) in der Gegend herum fahren, statt die Kinder in Wohnnähe abzuliefern.

Dazu in einem Bereich, der jetzt schon kaum Parkplätze hat, der enge Straßen hat, gleich hinter einer Kurve, und durch den die einzige Buslinie fährt, die dann wunderbar behindert wird. Das wird jetzt schon absehbar das reine Chaos werden. Ich freue mich schon darauf jeden Morgen durch stundenlange Hupkonzerte geweckt zu werden.

Aus anderen Stadtteilen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen ist die reine Pest. Aus kaum einer Richtung ist Gremberghoven ohne Umsteigen erreichbar. Der Bus fährt nur alle 20, früh morgens sogar nur alle 30 Minuten. Wartehäuschen zum Unterstellen gibt es nicht. Die Eltern ohne Auto werden richtig Spaß haben.

Die Pächter der Gärten hat man praktisch enteignet. Mitten in der Gartensaison vor die Tür gesetzt. Wenige Wochen vorher wurde ihnen mitgeteilt: „Erntet ab was reif ist und dann verschwindet!“ Nicht mal entschädigen war vorgesehen. Menschen, deren Lebensmittelpunkt seit Jahrzehnten dieser Ort ist, und zu deren Wohnungen die Gärten gehören, werden wie  Dreck behandelt. Die finanzielle Schäden sind der Stadt Köln egal, so wie ihnen der ganze Stadtteil egal ist.

Anders ist es nicht zu erklären, dass man hier nicht mal ein Brot kaufen kann, ohne fahren zu müssen. Da hat man doch allen Ernstes eine rollenden Supermarkt (Lieferwagen mit dem Allernötigsten) als probates Versorgungsmittel eingestuft – besonders für Senioren. Na klar! Einmal in der Woche, kaum Auswahl und horrende Preise. Das reicht doch und ist doch toll für Menschen mit kleiner Rente. Ironie aus.

Gutsherrenmentalität vom Allerfeinsten und Willkürherrschaft wie im Mittelalter, dazu Beamtenmikado in Reinkultur.

Glaubt ihr im Rat der Stadt Köln denn allen Ernstes, man hätte euch dafür gewählt? Ihr solltet euch in Grund und Boden schämen – und auch wenn schwer fällt – schaltet endlich eure Hirne ein!

 

 

 

 

 

 

 

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