Sumpfbeet am Gewächshaus.

Gewächshausspaziergang in 180 Sekunden

Auf 6 m² kann so viel wachsen. Irgendwann platz so ein Kleingewächshaus dann aber doch aus allen Nähten. Macht nix, ich mag es üppig.

Das habe ich zum Anlass genommen ein Video zu drehen, dass euch mein Gewächshaus von innen und außen zeigt. Nicht nur Schönes sondern auch ein paar dringend überholungsbedürftige Stellen. Das Wasserfass in hässlich Grellblau beispielsweise braucht dringend eine neue Verkleidung. Dafür hat der Strauch am Gartenzaun den Sichtschutz zerstört, auch da herrscht Handlungsbedarf. Ach ja – Unkraut nicht zu vergessen. Mein Garten wird halt niemals ein geleckt ordentliches Schaustück werden. Will ich auch gar nicht.

 

 

Ein paar Einzelheiten:

Gleich am Eingang auf der rechten Seite steht die offensichtlich mit einem Wuchergen ausgestattete Kiwano Cucumis metuliferus. Was die in einem Monat an Triebwachstum geschafft hat ist unglaublich – nur bisher keine einzige Blüte.

 

 

Wer schon einmal in ein schön von der Sonne aufgeheiztes Gewächshaus gekommen ist, nachdem eine Katze glaubte, das trockene Plätzchen wäre ihr Klo, weiß wie unglaublich ekelhaft das stinkt. Da ich schon 2 – 3 mal das grenzwertige Vergnügen hatte, blieben bei mir alle Scheiben im unteren Bereich auch über den Sommer an ihren Plätzen. Das ist aber nicht unbedingt gut. Denn Insekten finden nur schwer bis gar nicht zu den Blüten und entsprechend schlecht sind die Erträge.

Vor kurzem lag ich faul auf der Liege mit Blick zum GWH und hatte einen Geistesblitz, gleich gefolgt von: „Da hätt ich auch gleich drauf kommen können.“

An den unteren Wänden hängen die Ablagen der Stellagen über den Sommer als Rankhilfen. Ergo eine Gitterwand aus einzelnen Elementen die einen probaten Zaun bildet, sofern man sie mit Karabinern untereinander zu einer geschlossenen Fläche ohne Schlupflöcher verbindet, und mittels Stützstäben an den Seiten ein Hin- und Herschwingen der Wand verhindert. 

Gesagt, getan und raus mit den Scheiben. Licht, Luft und Bestäuberinsekten können rein – Katzen nicht. Perfekt!

 

Gitterwand im Gewächshaus

 

 

Die hier stehenden Paprika- und Chilipflanzen vertragen die Öffnung anscheinen sehr gut. Erste Früchtchen sind jedenfalls zu sehen.

 

 

Ob es den Melonen noch auf die Sprünge hilft wage ich zu bezweifeln. Selbst wenn es noch Fruchtansätze geben sollte, werden sie nicht mehr reif. Ich denke ich werde sie raus reißen. Dann nehmen sie den anderen Pflanzen wenigstens nicht sinnlos Wasser und Nährstoffe weg.

 

Gitterwand im Gewächshaus

 

 

 

 

 

Tomaten – Tomaten – Tomaten. Wie jedes Jahr habe ich ganz viele verschiedene Sorten unterm Dach. Und wie jedes Jahr ist es eigentlich viel zu eng und das Sortieren der Triebe eine echte Katastrophe. Ich lerne das aber nicht mehr, deshalb wird es nächstes Jahr genau so sein.

 

Tomaten im Gewächshaus

 

Tomaten im Gewächshaus

 

Die Ernte hat gerade begonnen. Oben eine ‚Egg Yolk‘ und unten zwei ‚Tigarella‘. Über die ersten Früchte freut man sich jedes Jahr wie verrückt. Wenn aber erst mal die Tomatenschwemme in die Küche kommt und schnell verarbeitet werden will, sieht man das schon differenzierter.

 

Tomaten reif

 

 

Gehen wir mal außen rum. Hier der Sitzplatz mit Makeln. Das Blau des Fasses ist so alles beherrschend grell. Ich verstehe nicht, warum so viele Menschen ihren Garten mit dieser künstlichen und penetranten Farbe verschandeln. Sie lenkt doch von all dem Schönen ab. Ich finde diese Blau jedenfalls schlimm.

 

Sitzplatz am Gewächshaus mit Wasserfass und kaputtem Sichtschutz.

 

Dafür blüht gleich daneben der Sonnenhut um so schöner. Wenigstens das!

 

Rudbeckia

 

 

Ein Stückchen weiter hat der Ziertabak Nicotina Hagelschäden. Spät gepflanzt weil in der Saatschale vergessen, blühen sie hoffentlich doch noch. Ich will zumindest wissen welche Farbe sie haben, denn ich bin ahnungslos weil die geschenkte Samen nicht näher bezeichnet sind. Das helle Laub bringt jedenfalls Licht ins Beet.

 

 

Ziertabak mit Hagelschäden

 

 

Dies ist eine meiner Lieblingspflanzen. Der Kerzen-Knöterich Bistorta (syn. Polygonum) amplexicaule ‚Atropurpureum‘ (syn. auch Persicaria). Ich mag den Habitus und die Blüten dieser Pflanze im Beet genau so gerne wie ich die laublosen Blütenstiele in Sträuße stecke.

 

Bistorta (syn. Polygonum) amplexicaule 'Atropurpureum' (syn. auch Persicaria), Kerzen-Knöterich

 

 

Weiter links um die Ecke kommen wir zum nächsten Sitzplatz. Hier blühen jetzt die Schmucklilien Agapanthus.

 

Schmucklilien Agapanthus am Gewächshaus.

 

 

An der Außenwand steht das Sumpfbeet. Dazwischen die selbst gegossenen Betonplatten, die inzwischen Patina angesetzt haben und sich ganz natürlich einfügen.

 

Sumpfbeet am Gewächshaus.

 

Und schon sind wir fertig mit meinem 6 m² – Gewächshäuschen. Es ist klein aber mein, und gliedert den Garten in verschiedene Bereiche. Und praktisch ist es sowieso.

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