Hagelhörner in Haselnussgröße auf dem Kohlbeet

Unwetter in Köln

Wie ja hinlänglich durch die Medien geht, hat es gestern hier in Köln in Unwetter gegeben, das seines Gleichen sucht.

Um es vorweg zu sagen: Außer einer kaputten Treibglocke hatten wir keine Schäden. Das meiste ist einfach nur Dreck der sich beseitigen lässt. Wir waren glücklicherweise zu Hause und haben es kommen sehen.

Viel Zeit blieb uns allerdings nicht, alles was geht in Sicherheit zu bringen und noch schnell die Markise an der Terrassenpergola zu schließen, denn das Unwetter rückte mit bemerkenswerter Geschwindigkeit an.

Zu hören war es auch  – klar und deutlich – schon als es noch weit im Linksrheinischen wütete. Der Donner klang zu uns in die rechtsrheinischen Stadtteile fast als Dauerton schon als von hier aus noch gar keine Blitze zu sehen waren. Da war klar, das wird heftig – sehr heftig.

Wenige Minuten später rannte ich schnell über alle drei Etagen um die Fenster zu schließen. Ich habe nicht alle geschafft als es schon waagerecht mit Sturmböen gegen die Fassade klatschte wie aus den sprichwörtlichen Kübeln.

Fotos konnte ich nicht machen, denn es war durch die Fenster einfach kaum noch etwas zu sehen. Dann kam der Hagel dazu. Körner in der Größe von Haselnüssen. Die Geräuschkulisse war bemerkenswert. Dann drückte der Regen an der Vorderseite durch die Ritzen der Haustür. So etwas hatten wir noch nie. Da vor dem Haus ein paar Stufen sind, konnte zum Glück kein Wasser von der Straße herein laufen.

Nach geraumer Zeit wurde das Unwetter etwas schwächer und erste Fotos waren möglich. Allerdings auch nur durch die geschlossenen Scheiben. Ein Fenster oder eine Tür zu öffnen war noch unmöglich.

 

Nester von Hagelkörnern auf dem Kohlbeet.

 

Hagelhörner in Haselnussgröße auf dem Kohlbeet

 

 

Wer jetzt glaubt die Fotos seien unscharf – nein sind sie nicht. Das Wetter war halt kacke.  😉

 

Unwetter in Köln 19.07.2017

 

Dann kam mit der Gedanke, dass Videos in einem solchen Fall doch einen besseren Eindruck wieder geben.

 

 

Mal an der Hintertür schauen wie es da aussieht. Okay … überschwemmt.

 

Überschwemmte Terrasse

 

Überschwemmte Terrasse

 

Überschwemmte Terrasse

 

Habe ich erwähnt, dass wir am Vortag den Pool gereinigt und das Wasser ausgetauscht haben? Tjaaa …Wasserstand jetzt bis zum Überlaufen und jede Menge Dreck darin vom Ahorn und aus der Dachrinne. Ich bin begeistert!

 

Vom Unwetter verdreckter Pool

 

 

Etwa eineinhalb Stunden hat das Gewitter gewütet, dann war endlich die Luft raus. Nur noch ein Landregen fiel und noch eine Stunde später war die Gewitterfront fortgezogen und die Sonne kam durch die Wolken.

Unser Haus ist ganz geblieben, der Keller dank Hanglage und fehlendem Anschluss an die Kanalisation nicht von unten vollgelaufen, Rückschlagventile an den Außenanschlüssen haben das Schlimmste verhindert. Nur eine Scheibe am Gewächshaus musste wieder eingesetzt werden und der Poolsauger bekam Arbeit. Die Terrasse ist schlammig, die frisch geputzten Fenster wieder putzreif und die besagte Treibglocke liegt in Scherben auf dem Rasen, ein paar niedergedrückte Stauden und viele umgefallene Töpfe und Kübelpflanzen. Hagelschäden an Pflanzen gab es nur vereinzelt.

 

Dann in der Küche ein Fleck an der Fensterscheibe …

Schnecke an der Fensterscheibe

 

… Schnecke sucht einen trockenen Platz an dem sie nicht absäuft. Sie muss sich schon sehr angestrengt haben um bis hier zu kommen. Ein bisschen dreckig ist ihr Haus.

 

Schnecke an der Fensterscheibe

 

Und dann wird klar warum sie den sicheren Platz sucht. Ihr Haus hat offensichtlich ein Hagelkorn abbekommen und ist seitwärts leicht eingedrückt.

 

Schnecke an der Fensterscheibe

 

 

Wir hatten alle großes Glück – die Schnecke und wir. Sie wird sich erholen und ihr Haus mittels Kalkaufnahme reparieren, wir werden aufräumen und putzen.

 

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