Mexikanische Minigurke - Melothria scabra

Viele, viele Wassermelonen – oder doch nicht?

Wer jetzt auf diesem Bild Wassermelonen sieht …

 

 

… liegt leider falsch!

Denn er unterliegt einer Täuschung die nur auf Fotos funktioniert, schlicht weil kein Größenvergleich möglich ist. In Wahrheit sind die riesigen Früchte nämlich winzig. Diese hier ist schon fast erntereif.

 

Mexikanische Minigurke - Melothria scabra

 

Natürlich sind es auch keine Melonen sondern Früchte der Mexikanischen Minigurke Melothria scabra. Jedoch gehört sie zu den Kürbisgewächsen – wie Melonen und Gurken. Von letzteren hat sie den Geschmack mit einem ganz kleinen Schuß Zitrone. Das macht die kleinen Häppchen herrlich frisch. Sogar einmachen wie Gurken kann man sie. Man braucht nur eine ganze Menge um ein Glas voll zu kriegen.

An der Stütze der Terrassenpergola wachsen die Melothria-Pflanzen aus einer verhältnismäßig kleinen Schale.

 

Mexikanische Minigurke - Melothria scabra

 

Dort hinein hatte ich zwei Sämlinge gepflanzt. Solange die Erde nicht austrocknet und sie ab und an ein wenig Dünger bekommen, sind sie extrem genügsam und setzten laufend neue Früchte an. Die leuchtend gelben Blütchen sind winzig – kaum größer als ein Streichholzkopf.

 

Mexikanische Minigurke - Melothria scabra Blüte

 

Den Fruchtansatz bringen die weiblichen Blüten schon mit.

 

Mexikanische Minigurke - Melothria scabra

 

Im März in Töpfe gesät, keimen sie bei ausreichend Wärme im Haus sehr rasch. Danach wachsen die Sämlinge allerdings erst mal zögerlich und sehen alles andere als kräftig aus. Man wagt schon gar nicht mehr zu hoffen, dass daraus mal kräftige, gesunde und ertragreiche Pflanzen werden. Aber plötzlich fangen sie an zu wachsen was das Zeug hält und wachsen zu sehr schönen Kletterpflanzen heran. Meine haben inzwischen gut zwei Meter Höhe erreicht und verzweigen sich gut. Ich kann den Anbau nur empfehlen. Selbst für den Balkon sind die zierlichen aber robusten Pflanzen passend und bringen eine kontinuierliche, leckere Ernte.

 

 

Da wir gerade bei den Kürbisgewächsen sind gehen wir mal schauen was im Vorgarten so abgeht.

Die Gurken blühen üppig und bringen auch schon die ein oder andere Frucht.

 

Üppige Gurkenpflanzen im Hochbeet

 

Das Makeover des Hochbeetes hat sich auf jeden Fall gelohnt. Sehr üppig wächst jetzt hier alles nach der schlechten Ernte der letzten Saison. Ganz besonders stark jedoch die Zucchini.

Die Sorte heißt schlicht „Mit Ranken“. Nun – die hat sie und sie rankt unglaublich und bildet immer neue Triebe. Das Zucchini stark wachsen ist klar, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Diese beiden Sämlinge die ich dort gesetzt habe sind eigentlich schon zu viel. Schon mehrmals mußte ich das Spalier zusätzlich abstützen.

 

Zucchini mit Ranken Im Hochbeet

 

Die Früchte sind Hellgrün und schmecken tatsächlich herrlich nussig und ich verarbeite sie auch sehr gerne in Salaten. Auf Grund ihrer Farbe wirken sie wie Avokadostückchen und täuschten schon Gäste.

 

 

Das ist mit sehr großem Abstand die beste Zucchinisorte die ich jemals hatte und absolut empfehlenswert. Jetzt bleibt abzuwarten wie tolerant sie gegenüber Mehltau ist. Bisher ist sie  – trotz der Trockenheit und Hitze – vom „Schönwetterpilz“ verschont geblieben.

 

Auch noch gesund sind die Hokkaidos. Auch davon habe ich zwei Pflanzen im Grundbeet die üppig ranken.

 

 

Sie setzen viele Früchte an.

 

Normalerweise läßt man nicht so viele Fruchtansätze an der Pflanze, da dann die Kürbisse kleiner bleiben, aber genau dies mache ich mir zu Nutze. Denn da mein Mann keine Kürbisse mag, haben sie dann eine schöne Singleportionsgröße. Und wenn Gäste kommen nimmt man halt zwei oder drei.

 

Ebenfalls ranken – oder besser schlingen – die Feuerbohnen wieder am Rosenbogen hoch.

Phaseolus coccineus Feuerbohnen am Rosenbogen

 

Jedes Jahr heißen sie dort mit ihren hübschen Blüten Besucher willkommen und bringen so ganz nebenbei eine gute Ernte.

 

Phaseolus coccineus Feuerbohnenblüte

 

Die Wachsbohnen ‚Golddukat‘ haben kleine Böhnchen angesetzt. Bis zur Ernte dauert es aber noch ein wenig.

 

Wachsbohnen Golddukat

 

Im Beet daneben hat der Baumspinat Chenopodium giganteum ‚Magenta Spreen‘ ordentlich an Höhe gewonnen. Die Buschbohnen ‚Jutta‘ die dort stehen sind nicht ganz so üppig gewachsen. Hier muss ich noch mal schnell nachsäen.

Baumspinat Chenopodium giganteum 'Magenta Spreen'

 

Um so üppiger hat sich in diesem Jahr Weißer Borretsch Borago officinalis breit gemacht.

 

Weißer Borretsch Borago officinalis

 

Macht aber nichts. Ich mag ihn. Seine schönen Blüten im Beet oder Deko auf dem Teller genau so wie seine Blätter fein geschnitten im Salat.

 

Weißer Borretsch Borago officinalis Blütenstände

 

 

Nächster Stopp: Kohlbeet!

Hier wachsen verschiedene Kohlsorten unter einer Abdeckung aus Insektengaze. Sie verwehrt den Kohlweißlingen den Zutritt.

 

Kohlbeet mit Abdeckung

 

Darunter wachsen die Pflanzen unbehelligt von deren Raupen heran. Am Blumenkohl sind kleine Köpfe vorhanden.

 

 

Und der frühe Wirsing sieht auch schon toll aus.

 

 

Rot- und Spitzkohl brauchen dagegen noch ein wenig Zeit. Auf jeden Fall werde ich das komplette Kohlbeet heute nach düngen, denn alle Kohlsorten sind Starkzehrer.

 

Hier hat sich die Zipfelmützenknospe des Knoblauch geöffnet. Oben Blüten am Stiel und unten ein Ball aus Brutzwiebelchen.

 

Knoblauchblüte

 

Noch ein Blick zu den Trauben:

Vorletzte Woche habe ich die Rebe geschnitten und die Weinblätter verarbeitet. einen Teil habe ich gleich nach griechischer Art mit Reis gefüllt, den Rest in Salzwasser in Gläsern konserviert. Dann kann ich sie auch später zubereiten. Die fertig gekauften sind meist total übersalzen. Ich koche sie weit milder in Gläsern ein ein.

 

Weinpergola

 

Trauben der ‚Vanessa‘ werden wir wieder viele ernten. Fragt sich nur was ich damit mache. Der Wein war ja ungenießbar und mußte weg geschüttet werden.

 

 

Nachdem es im Februar so warm war wie noch nie seit Aufzeichnung der Wetterdaten, hatte die Feige bereits geblüht und kleine Früchte angesetzt. Dann im März plötzlich wieder Kälte und sogar Frost. Die Feigen haben das nicht überlebt. Selbst ein Teil der jungen Triebspitzen wurde schwarz. Ich habe schon Schlimmes befürchtet. Jedoch sind nur die äußeren Hüllblätter erfroren und die Knospen trieben danach weiter aus. Und inzwischen hat sie sich völlig erholt und neue Früchte angesetzt. Wir werden dieses Jahr nicht wieder fast 20 Kilo ernten – aber das braucht man auch nicht jedes Jahr. Ein wenig Frischobst vom Feigenbaum reicht allemal.

 

 

 

Noch ein Blick auf die Tomatillos. Ich habe sie doch letzte Woche lieber aus dem Gewächshaus ausgegraben und in eine großen Kasten getopft. Jetzt stehen sie vorne am Hochbeet an ein Stützspalier gebunden und scheinen die Aktion gut überstanden zu haben.

 

Tomatillos im Kasten

 

Damit endet der heutige Rundgang durch den Küchengarten. Demnächst werden sicher die ersten Tomaten reif sein. Dann werde ich diese genauer unter die Linse nehmen.

 

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