Vergissmeinnicht!

Jetzt blühen die Vergissmeinnicht. Überall zwischen den Beeten, an der Rasenkante und in Gehwegfugen leuchten die hübschen hellblauen Blütenwolken.

Vor vielen Jahren hatte ich mal 2 oder 3 blühende Pflanzen gekauft um sie an der Terrasse in einen Kübel zu pflanzen. Von dort aus haben sie den Siegeszug durch den Garten angetreten.

 

 

 

Was keine Kunst ist, denn Vergissmeinnicht verbreiten sich mit großen Samenmengen, die von Ameisen durch den ganzen Garten getragen werden. Den Samen haftet ein kleines Anhängsel an, das Elaiosom. Deshalb schleppen die Ameisen die Samen in ihren Bau, fressen das Elaiosom und werfen den Samen als nutzlosen Restmüll aus dem Bau. Diese Müllentsorgung sorgt im Laufe der Jahre für wunderschöne himmelblaue Blütenteppiche.

Zu Ende der Blütezeit werden die Pflanzen schnell unansehnlich und bekommen meist Mehltau. Dann sind die Mäuseohren reif zum Entsorgen, haben aber schon wieder für reichlich „Ameisenfutter“ gesorgt. Mäuseohren??? Ja genau! Der botanische Name Myosotis setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern „Myos“ Maus und „Otis“ Ohr. Wobei mich weder die Blätter noch die Blüten an Mäuseohren erinnern.

 

 

Ab und zu gibt es im Himmelblau mal einen Ausreißer. Diesmal habe ich ein weißes Vergissmeinnicht entdeckt.

 

 

Es gibt inzwischen auch weiße und roséfarbene Sorten zu kaufen – als Samen und als fertige Pflanzen. Die wollten sich aber bei mir nie vermehren. Keine Ahnung woran das liegt. Deshalb freut mich die weiße Überraschung ganz besonders. Ich hoffe sie gibt den Ameisen reichlich Futter und ich finde nächstes Jahr ganz viele. Wer gezielt aussähen will: in den kommenden Wochen ist genau der richtige Zeitpunkt. Dann bilden sich im Sommer die Jungpflanzen, die im Herbst verpflanzt werden können.

 

 

Ein naher Verwandter ist das Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla). Im Gegensatz zum zweijährigen Garten-Vergissmeinnicht ist das Kaukasus-Vergissmeinnicht eine ausdauernde Staude.

 

 

Die Blüten sind noch ein wenig kleiner und ein wenig dunkler als die von Myosotis, die Blätter größer und fast herzförmig, die Blütenstiele drahtiger. Das gelbe Auge fehlt dafür glitzern die Blütenblätter in der Sonne.

 

 

 

Bei mir wohnt die robuste Pflanze im schattigen Hang der nur spätnachmittags kurz ein wenig Sonne bekommt und mit großer Trockenheit im Sommer. Es scheint sie nicht zu stören.

 

One thought on “Vergissmeinnicht!

  1. Das Vergißmeinnicht vergißt nicht, wo es willkommen ist. Vor allem wnn man vergißt zu jäten!
    So sehe ich auch in eurem Garten wilde Ecken und da keimt die Saat für das nächste Frühjahr.
    Auch bei mir büht es nun vereinzelt Rosa und Weiß, aber nie so üppig wie die blaue Sorte.
    Grüße aus dem endliche sonnigeren Norden von Frauke

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